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Die Museumsinsel im Berliner Bezirk Mitte gehört zu den bekanntesten Kulturensembles Europas. Auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel stehen fünf Museen, die über rund ein Jahrhundert entstanden sind und Sammlungen von der Antike bis zur Kunst des 19. Jahrhunderts vereinen. Seit 1999 zählt die Museumsinsel zum UNESCO-Welterbe. Dieser Überblick stellt die fünf Häuser, ihre Sammlungsschwerpunkte und die wichtigsten Hinweise für einen Besuch vor.

Ein Ensemble aus fünf Museen
Die Idee einer öffentlichen Kunstsammlung in Berlin geht auf das frühe 19. Jahrhundert zurück. 1830 eröffnete mit dem Alten Museum das erste Haus, entworfen von Karl Friedrich Schinkel. In den folgenden Jahrzehnten kamen das Neue Museum nach Plänen von Friedrich August Stüler, die Alte Nationalgalerie und das Bode-Museum hinzu. Den Abschluss bildete 1930 das Pergamonmuseum, das größte und jüngste Haus der Insel. So entstand über rund ein Jahrhundert ein zusammenhängendes Ensemble aus fünf Museen, das die UNESCO 1999 in die Liste des Welterbes aufnahm.
Höhepunkte der Sammlungen
Das Neue Museum, das 2009 nach umfassender Wiederherstellung neu eröffnet wurde, beherbergt das Ägyptische Museum mit der weltbekannten Büste der Nofretete sowie die Papyrussammlung und die Sammlung aus Amarna. Im Alten Museum ist die Antikensammlung mit Skulpturen, Schmuck und Kunstwerken aus dem antiken Griechenland und Rom zu sehen. Die Alte Nationalgalerie widmet sich der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, während das Bode-Museum für seine Skulpturensammlung, die byzantinische Kunst und das Münzkabinett bekannt ist.
Zu den berühmtesten Stücken der Museumsinsel gehören der Pergamonaltar, das Markttor von Milet und das Ischtar-Tor, die im Pergamonmuseum ausgestellt werden. Dort sind außerdem das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst untergebracht.
Sanierung des Pergamonmuseums
Das Pergamonmuseum wird derzeit umfangreich saniert und ist deshalb vorübergehend geschlossen. Wer die Museumsinsel besuchen möchte, sollte vorab prüfen, welche Häuser geöffnet sind. Aktuelle Informationen dazu veröffentlichen die Staatlichen Museen zu Berlin auf ihrer Website.
Besuch planen
Die fünf Museen liegen dicht beieinander und lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Für den Besuch mehrerer Häuser bietet sich die Bereichskarte Museumsinsel an, ein Kombiticket für die Sammlungen der Insel. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben in den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin freien Eintritt. Aktuelle Öffnungszeiten, Preise sowie Hinweise zur Barrierefreiheit und zur Ticketbuchung finden Sie auf der offiziellen Website der Staatlichen Museen zu Berlin.
Die Museumsinsel liegt zentral und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, unter anderem über den U-Bahnhof Museumsinsel der Linie U5 und den nahen S-Bahnhof Hackescher Markt. Für die Anreise mit dem Auto stehen in der Umgebung nur wenige Parkmöglichkeiten zur Verfügung, sodass sich Bus und Bahn empfehlen.
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Für wen sich die Museumsinsel lohnt
Die Museumsinsel eignet sich vor allem für kulturell interessierte Besucherinnen und Besucher, die sich Zeit für Kunst- und Geschichtssammlungen von der Antike bis ins 19. Jahrhundert nehmen möchten. Highlights wie die Büste der Nofretete im Neuen Museum, die Antikensammlung im Alten Museum, der Pergamonaltar oder das Ischtar-Tor sowie die Malerei des 19. Jahrhunderts in der Alten Nationalgalerie sprechen ein Publikum an, das sich auf längere Ausstellungsbesuche einlässt. Da Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren freien Eintritt haben, eignet sich der Besuch auch für Familien mit kulturinteressiertem Nachwuchs.
Wer dagegen Outdoor-Aktivitäten, Sport oder Naturerlebnisse sucht, ist auf der Museumsinsel falsch – das Ensemble besteht ausschließlich aus Innenräumen mit Kunst- und Kulturgütern. Zu beachten ist zudem, dass das Pergamonmuseum derzeit saniert wird und damit vorübergehend nicht zugänglich ist, was bei der Planung von vornherein berücksichtigt werden sollte, damit die Erwartungen an den Besuch nicht enttäuscht werden.
Da alle fünf Häuser Innenräume sind, eignet sich ein Besuch besonders an Tagen mit schlechtem Wetter. Wer mehrere Museen an einem Tag besuchen möchte, plant ausreichend Zeit ein und nutzt am besten die Bereichskarte für die Sammlungen der Insel, da sich die fünf Häuser dicht beieinander zu Fuß verbinden lassen. Wegen der begrenzten Parkmöglichkeiten empfiehlt sich die Anreise mit U- oder S-Bahn, etwa über die Stationen Museumsinsel oder Hackescher Markt.