Das Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist das bekannteste Wahrzeichen Berlins und eines der bedeutendsten Bauwerke Deutschlands. Das klassizistische Stadttor steht am Pariser Platz im Zentrum der Hauptstadt und ist das einzige Stadttor, das in Berlin bis heute erhalten geblieben ist. Über seine Baugeschichte hinaus wurde es im 20. Jahrhundert zum Symbol der deutschen Teilung und später der Wiedervereinigung.

Brandenburger Tor auf einen BlickZum ausführlichen Reiseprofil
Stärken
Kultur & Geschichte 5/5 · Städtetrip & Shopping 5/5
Beste Zeit
Sommer und Winter
Aufwand
bis 2 Stunden · kostenlos · draußen
Andrang
Hoch, insbesondere zu Silvester und bei Großveranstaltungen
Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in Berlin
Berthold Werner, Berlin Brandenburger Tor BW 2, CC BY-SA 3.0
Das Brandenburger Tor auf einen Blick
Lage
Pariser Platz, 10117 Berlin, im Ortsteil Mitte – am westlichen Ende der Prachtstraße Unter den Linden.
Bauzeit
1788 bis 1791, errichtet im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II.
Architekt
Carl Gotthard Langhans; als Vorbild dienten die Propyläen der Akropolis in Athen.
Baustil
Frühklassizismus; Sandsteinbau mit je sechs dorischen Säulen auf beiden Seiten und fünf Durchfahrten.
Quadriga
Von Johann Gottfried Schadow; sie zeigt die Siegesgöttin Viktoria auf einem von vier Pferden gezogenen Wagen.
Besonderheit
Einziges erhaltenes Stadttor der früheren Berliner Zoll- und Akzisemauer.
Bedeutung
Wahrzeichen Berlins und nationales Symbol der deutschen Teilung und der Wiedervereinigung von 1990.
In der Nähe
Reichstagsgebäude, Unter den Linden, Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Hotel Adlon.
Angaben ohne Gewähr. Der Pariser Platz und das Tor sind frei zugänglich.

Ein klassizistisches Stadttor am Pariser Platz

Das Brandenburger Tor wurde zwischen 1788 und 1791 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. errichtet. Der Entwurf stammt von Carl Gotthard Langhans, der sich an den Propyläen der Akropolis in Athen orientierte. Entstanden ist ein Sandsteinbau des Frühklassizismus mit je sechs dorischen Säulen auf beiden Seiten, die fünf Durchfahrten bilden. Einschließlich der Quadriga erreicht das Tor eine Höhe von rund 26 Metern.

Ursprünglich war das Bauwerk Teil der Berliner Zoll- und Akzisemauer, die die Stadt umschloss. An den Toren dieser Mauer wurde die Akzise erhoben, eine indirekte Steuer auf Waren, und zugleich kontrolliert, wer die Stadt betrat und verließ. Von den einst zahlreichen Stadttoren ist allein das Brandenburger Tor bis heute erhalten. Es steht am Pariser Platz, an den sich die Straße Unter den Linden anschließt.

Die Quadriga von Johann Gottfried Schadow

Auf dem Tor steht die Quadriga, ein von vier Pferden gezogener Streitwagen mit einer geflügelten Frauengestalt. Sie wurde von dem Bildhauer Johann Gottfried Schadow geschaffen und stellt die Siegesgöttin Viktoria dar. Die Figurengruppe gilt als der bekannteste Schmuck des Bauwerks.

Die Quadriga hat eine bewegte Geschichte: Nach der Besetzung Berlins ließ Napoleon sie 1806 als Kriegsbeute nach Paris bringen. Erst nach seiner Niederlage kehrte sie 1814 nach Berlin zurück. Bei dieser Gelegenheit wurde der Stab der Göttin um ein Eisernes Kreuz und einen preußischen Adler ergänzt.

Symbol der deutschen Geschichte

Im 20. Jahrhundert wurde das Brandenburger Tor immer wieder zur Bühne der Politik. Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler zogen am 30. Januar 1933 Anhänger der Nationalsozialisten in einem Fackelzug durch das Tor. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bauwerk schwer beschädigt und die Quadriga zerstört. Nach dem Krieg wurde sie anhand erhaltener Abgüsse neu gegossen und 1958 wieder aufgesetzt.

Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 lag das Brandenburger Tor unmittelbar im abgesperrten Grenzstreifen und war weder von Ost- noch von West-Berlin aus zugänglich. 1987 forderte US-Präsident Ronald Reagan vor dem Tor den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow öffentlich auf, die Mauer niederzureißen. Nach dem Mauerfall am 9. November 1989 wurde der Grenzübergang am Brandenburger Tor am 22. Dezember 1989 wieder geöffnet. Seither gilt das Tor als Sinnbild der deutschen Einheit.

Besuch, Umgebung und Anreise

Der Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor ist rund um die Uhr frei zugänglich; feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Über das Jahr verteilt finden hier immer wieder Veranstaltungen statt, etwa die große Silvesterfeier mit Bühnenprogramm und Feuerwerk oder Fanmeilen zu Fußball-Welt- und Europameisterschaften.

Rund um das Tor liegen zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten und Gebäude, darunter das Reichstagsgebäude, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, mehrere Botschaften und das Hotel Adlon am Pariser Platz. Von hier aus lässt sich die Prachtstraße Unter den Linden gut zu Fuß erkunden. Zu erreichen ist das Brandenburger Tor am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Der U-Bahnhof Brandenburger Tor der Linie U5 und der gleichnamige S-Bahnhof liegen unmittelbar am Platz, mehrere Buslinien halten in der Nähe des Reichstags.

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Für wen ein Besuch am Brandenburger Tor lohnt

Am meisten profitieren Städtereisende und geschichtlich Interessierte: Das klassizistische Tor mit seiner von Johann Gottfried Schadow geschaffenen Quadriga ist rund um die Uhr frei zugänglich, liegt zentral am Pariser Platz und lässt sich mühelos mit einem Spaziergang Unter den Linden sowie einem Besuch des Reichstagsgebäudes oder des Denkmals für die ermordeten Juden Europas verbinden. Wer sich für deutsche Zeitgeschichte interessiert, findet in der bewegten Geschichte des Tores – von der Kriegsbeute Napoleons über die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis zur Lage im DDR-Grenzstreifen – einen greifbaren Ausgangspunkt, um die deutsche Teilung und Wiedervereinigung nachzuvollziehen.

Wer Natur, Sport oder Wasseraktivitäten sucht, findet am Brandenburger Tor nichts davon – es ist ein einzelnes Baudenkmal ohne Grünflächen oder Freizeitangebote. Auch wer Ruhe abseits des Trubels sucht, sollte wissen, dass der Platz zu den meistbesuchten Orten Berlins zählt und selten menschenleer ist, zumal er regelmäßig Bühne für Großveranstaltungen und politische Kundgebungen ist.

Ein Besuch ist ganzjährig möglich, da der Platz keine Öffnungszeiten hat; besonders belebt ist er zu Silvester mit der großen Feier und bei Fanmeilen während internationaler Fußballturniere. Wer das Tor ohne große Menschenmengen erleben möchte, kommt am besten früh am Morgen oder außerhalb solcher Veranstaltungen vorbei und nutzt für die Anreise die unmittelbar am Platz gelegenen U- und S-Bahnhöfe.

Reiseprofil: Brandenburger Tor
Wofür sich das Ziel eignet
Familie & Kinder
2/5
Action & Abenteuer
0/5
Wellness & Erholung
0/5
Kultur & Geschichte
5/5
Natur & Landschaft
0/5
Wasser & Strand
0/5
Städtetrip & Shopping
5/5
Kulinarik & Genuss
0/5
Preis-Leistung und Fotomotiv
Preis-Leistung
5/5
Fotomotiv
5/5
Beste Reisezeit
Frühling
gut
Sommer
ideal
Herbst
gut
Winter
ideal
Gut zu wissen
Zeitbedarf
Kurz – ein Besuch des Platzes dauert oft unter einer Stunde, kombiniert mit einem Spaziergang Unter den Linden länger
Budget
Kostenlos – der Pariser Platz ist frei zugänglich
Wetter
Outdoor – offener Platz ohne überdachte Bereiche
Andrang
Hoch, insbesondere zu Silvester und bei Großveranstaltungen
Übernachtung
Als Programmpunkt eines Berlin-Aufenthalts ausreichend, keine eigene Übernachtung nötig
Barrierearm / Kinderwagen
Ja – der Platz ist eben und frei zugänglich
Hunde
Auf dem frei zugänglichen Platz üblicherweise möglich
Anreise
U-Bahn-Linie U5 und S-Bahn bis Brandenburger Tor, mehrere Buslinien in der Nähe
Der Pariser Platz ist rund um die Uhr frei zugänglich und zählt zu den meistbesuchten Orten Berlins.
Redaktionelle Einschätzung der Inlandstourismus.de-Redaktion, Stand September 2026. Preise, Öffnungszeiten und Andrang können abweichen – Angaben ohne Gewähr.

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