Flughäfen in Deutschland: Drehkreuze, internationale Airports und Regionalflughäfen im Überblick

Deutschland verfügt über ein dichtes Netz an Verkehrsflughäfen, das von großen internationalen Drehkreuzen bis zu kleineren Regionalflughäfen reicht. Sie verbinden das Land mit dem europäischen und weltweiten Luftverkehr, sind Umsteigepunkte für Geschäfts- und Urlaubsreisende und wichtige Arbeitgeber in ihren Regionen. Dieser Überblick ordnet die wichtigsten deutschen Flughäfen ein und zeigt, welche Rolle sie für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt spielen.

Flughafen in Deutschland
Bild: wal_172619 / Pixabay

Die großen Drehkreuze: Frankfurt und München

An der Spitze stehen zwei Flughäfen, die weit über den innerdeutschen Verkehr hinaus Bedeutung haben. Der Flughafen Frankfurt am Main ist das größte Drehkreuz des Landes: Er bündelt Interkontinentalflüge, ein dichtes Zubringernetz und einen erheblichen Frachtverkehr an einem Standort. München folgt als zweitgrößter Flughafen und dient ebenfalls als internationales Drehkreuz, vor allem für Verbindungen im süddeutschen Raum und nach Süd- und Osteuropa.

An beiden Flughäfen steigen viele Passagiere lediglich um, statt dort ihre Reise zu beginnen oder zu beenden. Diese Umsteigefunktion unterscheidet die großen Drehkreuze von den übrigen deutschen Flughäfen, die überwiegend Punkt-zu-Punkt-Verbindungen anbieten.

Weitere internationale Flughäfen

Neben Frankfurt und München gibt es mehrere große Flughäfen mit umfangreichem internationalem Linienverkehr. Dazu zählen Düsseldorf im bevölkerungsreichen Rhein-Ruhr-Gebiet, Berlin Brandenburg als Flughafen der Hauptstadtregion, Hamburg als größter Airport Norddeutschlands, Stuttgart im wirtschaftsstarken Südwesten sowie Köln/Bonn, das neben Passagieren auch viel Luftfracht abwickelt.

Diese Flughäfen bedienen die großen Ballungsräume und decken einen wesentlichen Teil des Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehrs ab. Sie sind in der Regel gut an Bahn, S-Bahn und Autobahn angebunden und verfügen über ausgedehnte Terminal- und Parkanlagen.

Regionalflughäfen

Unterhalb der großen Airports steht eine Reihe von Regionalflughäfen, etwa in Hannover, Nürnberg, Leipzig/Halle, Bremen oder Dortmund. Ihr Angebot ist kleiner und konzentriert sich häufig auf einzelne Linien-, Ferien- oder Frachtverbindungen. Für ihre Region sind sie dennoch wichtig, weil sie kurze Wege zum Flughafen ermöglichen und die Anbindung an den Luftverkehr sichern.

Manche Regionalflughäfen sind stark von einzelnen Fluggesellschaften oder vom Ferienflugverkehr abhängig und stehen wirtschaftlich unter Druck. Ihre Rolle wird deshalb regelmäßig diskutiert – zwischen regionaler Anbindung auf der einen und Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite.

Wichtige Flughäfen in Deutschland
Flughafen Stadt/Region Bedeutung
Frankfurt am Main (FRA) Frankfurt / Rhein-Main Größtes Drehkreuz Deutschlands, zentraler internationaler Umsteigeflughafen und wichtiger Frachtstandort
München (MUC) München / Bayern Zweitgrößter deutscher Flughafen und bedeutendes internationales Drehkreuz im Süden
Düsseldorf (DUS) Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen Wichtiger internationaler Flughafen im bevölkerungsreichen Rhein-Ruhr-Gebiet
Berlin Brandenburg (BER) Berlin / Brandenburg Internationaler Flughafen der Hauptstadtregion
Hamburg (HAM) Hamburg Größter Flughafen Norddeutschlands
Stuttgart (STR) Stuttgart / Baden-Württemberg Internationaler Flughafen im wirtschaftsstarken Südwesten
Köln/Bonn (CGN) Köln und Bonn / Nordrhein-Westfalen Internationaler Passagierflughafen mit ausgeprägtem Frachtverkehr
Regionalflughäfen u. a. Hannover, Nürnberg, Leipzig/Halle, Bremen, Dortmund Anbindung einzelner Regionen an den Linien-, Urlaubs- und teils Frachtverkehr
Qualitative Einordnung der Redaktion. Die Rangfolge nach Passagieraufkommen kann sich von Jahr zu Jahr verschieben.

Bedeutung für Wirtschaft und Tourismus

Flughäfen sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren. Sie schaffen Arbeitsplätze am Standort selbst und im Umfeld, etwa bei Fluggesellschaften, Abfertigern, Dienstleistern und im Handel. Für exportorientierte Unternehmen sind gute Flugverbindungen und leistungsfähige Frachtkapazitäten ein Standortvorteil, und für den Tourismus sind die Airports das Tor für Reisende, die eine Region besuchen oder von dort aus in den Urlaub starten.

Flughäfen und Umwelt

Zugleich belastet der Luftverkehr die Umwelt. Flugzeuge verursachen CO2-Emissionen und tragen so zum Klimawandel bei; hinzu kommen Fluglärm und der Flächenverbrauch großer Anlagen. Flughäfen und Airlines arbeiten an Maßnahmen, um diese Auswirkungen zu verringern – etwa durch elektrisch betriebene Bodenfahrzeuge, effizientere Abläufe, lärmmindernde An- und Abflugverfahren und den Einsatz nachhaltigerer Kraftstoffe. Der Ausbau einzelner Standorte bleibt wegen der Umweltfolgen vielerorts umstritten.

Praktische Ratgeber rund um die Flughäfen

Zu den einzelnen Airports und rund um das Fliegen gibt es auf inlandstourismus.de ausführliche Ratgeber – von den Parkoptionen bis zu den Fahrgastrechten:

Fazit

Die deutschen Flughäfen bilden ein abgestuftes System: An der Spitze stehen die internationalen Drehkreuze Frankfurt und München, ergänzt um weitere große Airports wie Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Stuttgart und Köln/Bonn sowie ein Netz von Regionalflughäfen. Sie sind wichtig für Wirtschaft und Tourismus, müssen sich zugleich aber den Fragen von Umwelt und Wirtschaftlichkeit stellen.

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