Schloss Charlottenburg

Schloss Charlottenburg, Blick von der Strassenseite auf den barocken Ehrenhof
I, Times, Berlin Charlottenburger Schloss Strassenseite, CC BY-SA 3.0

Das Schloss Charlottenburg ist das groesste erhaltene Schloss Berlins und die bedeutendste Schlossanlage der ehemaligen brandenburgischen Kurfuersten, preussischen Koenige und deutschen Kaiser in der Stadt. Es liegt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf; der Haupteingang befindet sich an der Suedseite und ist vom Spandauer Damm aus zu erreichen. Hinter dem Schloss erstreckt sich ein weitlaeufiger Garten entlang der Spree, der zu jeder Jahreszeit zu Spaziergaengen einlaedt.

Schloss Charlottenburg auf einen Blick
Ort
Berlin, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandauer Damm
Epoche
Barock, mit spaeteren Erweiterungen in Rokoko und Klassizismus (ab 1695)
Bauherrin
Sophie Charlotte, Kurfuerstin von Brandenburg und ab 1701 erste Koenigin in Preussen
Bereiche
Altes Schloss und Neuer Fluegel (Knobelsdorff-Fluegel)
Garten
Barocker Schlossgarten nach franzoesischem Vorbild, im Norden englischer Landschaftspark
Traeger
Stiftung Preussische Schloesser und Gaerten Berlin-Brandenburg (SPSG)
Zusammenstellung der Redaktion nach Angaben der SPSG.

Geschichte: von Lietzenburg zu Charlottenburg

Der aelteste Teil der Anlage entstand zwischen 1695 und 1699 als Sommerresidenz fuer Sophie Charlotte, damals Kurfuerstin von Brandenburg und ab 1701 erste Koenigin in Preussen. Zunaechst hiess der Bau Schloss Lietzenburg. Nach dem fruehen Tod Sophie Charlottes im Jahr 1705 benannte ihr Gemahl Schloss und angrenzende Siedlung ihr zu Ehren in Charlottenburg um. Unter spaeteren Herrschern, darunter Friedrich der Grosse, wurde die Anlage mehrfach erweitert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschaedigt und in den Jahrzehnten nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Altes Schloss und Neuer Fluegel

Der Gebaeudekomplex gliedert sich in zwei Hauptteile. Im barocken Alten Schloss, dem tuermgekroenten Mittelbau um 1700, sind die Paraderaeume, das Porzellankabinett, die Schlosskapelle sowie Stuecke aus dem Kronschatz und der Silberkammer der Hohenzollern zu sehen. Der Neue Fluegel im Osten, auch Knobelsdorff-Fluegel genannt, entstand unter Friedrich dem Grossen und zeigt dessen Wohn- und Festraeume sowie eine bedeutende Sammlung franzoesischer Malerei des 18. Jahrhunderts. Aktuelle Oeffnungszeiten und Eintrittspreise nennt die Stiftung Preussische Schloesser und Gaerten (SPSG) auf ihrer offiziellen Seite.

Schlossgarten mit Belvedere, Mausoleum und Neuem Pavillon

Der Schlossgarten wurde als erster Garten in Deutschland nach franzoesischem Vorbild angelegt. Der suedliche Teil ist streng symmetrisch gegliedert, mit einer Fontaene und einem Broderieparterre; im Norden loesen sich die geometrischen Formen zugunsten eines englischen Landschaftsparks auf, in dem verschlungene Wege, ein See und weite Wiesenflaechen zum Verweilen einladen. Der Zugang zum Garten ist kostenfrei.

Im Park stehen drei sehenswerte Gartengebaeude, die saisonal (etwa April bis Oktober) geoeffnet sind:

  • Belvedere – ehemaliges Teehaus mit Aussichtsturm, heute mit einer Sammlung Berliner Porzellans (KPM)
  • Mausoleum – Grabstaette mehrerer Mitglieder des Hauses Hohenzollern, darunter Koenigin Luise
  • Neuer Pavillon – von Karl Friedrich Schinkel errichtetes Sommerhaus an der Spree mit Kunst aus der Schinkelzeit

Anreise mit oeffentlichen Verkehrsmitteln

Das Schloss ist gut mit dem Nahverkehr erreichbar. Mit der U-Bahn faehrt man mit der Linie U7 bis Richard-Wagner-Platz oder mit der U2 bis Sophie-Charlotte-Platz; von beiden Bahnhoefen sind es rund zehn bis fuenfzehn Minuten zu Fuss. Mit der S-Bahn steigt man am Bahnhof Westend (Ringbahn) aus. Die Buslinien M45, 109 und 309 halten unmittelbar am Schloss an der Haltestelle Luisenplatz / Schloss Charlottenburg. Parkplaetze sind rund um den Spandauer Damm nur begrenzt vorhanden.

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Offizielle Informationen und Quellen