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Der Neue Leuchtturm ist das Wahrzeichen von Borkum und schon von Weitem an seinem rot-weißen Anstrich zu erkennen. Er steht im Westen der ostfriesischen Insel, ist begehbar und bietet von oben einen weiten Blick über Borkum und die Nordsee. Errichtet wurde er 1879, nachdem der Alte Leuchtturm der Insel abgebrannt war.

Nach dem Brand von 1879 neu errichtet
Der Vorgängerbau, der Alte Leuchtturm Borkum, fiel einem Feuer zum Opfer. Als Ersatz entstand 1879 der Neue Leuchtturm; seit dem 15. November 1879 ist er in Betrieb. Überliefert ist eine sehr kurze Bauzeit von nur wenigen Monaten. Möglich war das, weil ein Neubau ohnehin bereits geplant war und der Brand das Vorhaben lediglich beschleunigte.
Der runde Backsteinturm gehört zu den drei Leuchttürmen der Insel und regelt bis heute den Schiffsverkehr vor der Emsmündung. Seine Nennreichweite wird mit 24,4 Seemeilen angegeben, das entspricht rund 45 Kilometern.
315 Stufen bis zur Aussicht
Wer den Turm besteigen möchte, hat 315 Treppenstufen bis zur Aussichtsplattform vor sich. Von oben reicht der Blick über die Dünen und Strände Borkums, bei klarer Sicht bis weit auf die offene Nordsee. Wie der Leuchtturm auf Norderney ist auch der Neue Leuchtturm ein beliebtes Fotomotiv der Ostfriesischen Inseln.
Der Aufstieg wird durch mehrere Nischen und Absätze unterbrochen, die eine kurze Verschnaufpause erlauben. Angebrachte Schautafeln informieren dabei über die Geschichte und Entwicklung des Leuchtturms.
Besuch und Öffnungszeiten
Ein Aufstieg ist nur tagsüber möglich. In der Hauptsaison von Juni bis September ist der Turm täglich geöffnet. Von Mitte März bis Ende Mai sowie im Oktober bleibt er mittwochs und sonntags geschlossen. In den Wintermonaten von November bis Mitte März ist ein Besuch in der Regel mittwochs, samstags und sonntags möglich. Für einen weiten Blick lohnt sich ein klarer Tag; die genauen Zeiten und der Eintritt sollten vor dem Besuch geprüft werden.
Lässt sich der Turmbesuch mit weiteren Zielen verbinden: Hinweise zur Anreise nach Borkum und zu einer geführten Wattwanderung runden einen Tag auf der Insel ab.
Der Neue und der Alte Leuchtturm
Auf Borkum treffen zwei Leuchttürme mit sehr unterschiedlichem Charakter aufeinander. Der Alte Leuchtturm, ein quadratischer Backsteinturm im Ortskern, zählt zu den ältesten Bauwerken der Insel und ist heute außer Betrieb. Der Neue Leuchtturm dagegen ist das aktive Seezeichen und zugleich der Aussichtsturm für Gäste. Wer sich für die Inselgeschichte interessiert, findet im Heimatmuseum Borkum weitere Hintergründe.
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Für wen sich der Neue Leuchtturm Borkum lohnt
Der Neue Leuchtturm eignet sich für Besucher, die sich für Bautechnik und die Geschichte der Insel interessieren. Nach dem Brand des Alten Leuchtturms 1879 in kurzer Zeit neu errichtet, ist er bis heute aktives Seezeichen und zugleich Aussichtsturm; Schautafeln auf dem Weg nach oben erklären die Entwicklung des Bauwerks. Wer die 315 Stufen bis zur Plattform schafft, hat einen weiten Blick über Dünen, Strände und die offene Nordsee.
Weniger geeignet ist der Aufstieg für Menschen mit eingeschränkter Kondition oder Mobilität, da es keinen Aufzug gibt und die vielen Stufen durchgehend zu Fuß bewältigt werden müssen. Auch spontane Besuche außerhalb der Öffnungszeiten sind nicht möglich, da ein Aufstieg nur tagsüber erlaubt ist.
Am ehesten lohnt sich der Besuch an einem klaren Tag, wenn die Sicht bis weit auf die Nordsee reicht, und in der Hauptsaison von Juni bis September, wenn der Turm täglich geöffnet ist. Außerhalb dieser Zeit lohnt ein Blick auf die wechselnden Öffnungstage, da der Turm von Mitte März bis Ende Mai sowie im Oktober an zwei Wochentagen und im Winter nur an drei Tagen zugänglich ist. Wer schon auf Borkum ist, verbindet den Aufstieg gut mit einer Wattwanderung oder der Anreise-Information zur Insel.