Inhaltsverzeichnis:

19 Euro für Erwachsene, 17 Euro ermäßigt und dienstags ab 15 Uhr 10 Euro für alle: Das Städel Museum am Frankfurter Schaumainkai öffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, donnerstags sogar bis 21 Uhr, montags bleibt das Haus zu. Für die Sammlung sollten Sie zwei bis drei Stunden ansetzen; kommt eine Sonderausstellung dazu, wird daraus ein halber Tag.
Die Adresse lautet Schaumainkai 63 in 60596 Frankfurt am Main, am südlichen Mainufer gegenüber der Innenstadt. Getragen wird das Haus von einer privaten Stiftung bürgerlichen Rechts, die auf Johann Friedrich Städel zurückgeht. Zum Bestand gehören rund 3.100 Gemälde, mehr als 5.000 Fotografien und 660 Skulpturen, dazu eine Graphische Sammlung mit über 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken. Wer die Reise noch offen plant, findet in der Übersicht der Reiseregionen in Deutschland passende Anschlüsse.
Die Sammlung in fünf Bereichen: von Botticelli bis in die Gartenhallen
Gegliedert ist der Rundgang nach Epochen. Die Alten Meister decken die Zeit von 1300 bis 1800 ab, die Kunst der Moderne reicht von 1800 bis 1945, die Gegenwartskunst setzt ab 1945 ein. Dazu kommen die Graphische Sammlung, die in einem eigenen Präsenzsaal zugänglich ist, und die Fotografie. Insgesamt stehen mehr als 15.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche für gut 700 Jahre Kunstgeschichte zur Verfügung.

Drei Werke steuern viele Besucher gezielt an. In der Galerie der Alten Meister hängen Vermeers „Der Geograph“ und Botticellis „Idealbildnis einer Dame“. Das bekannteste Bild des Hauses ist Tischbeins „Goethe in der römischen Campagna“, eines jener Gemälde, die man aus Schulbüchern kennt, bevor man vor dem Original steht. An Wochenenden und zum Start großer Sonderausstellungen stehen Sie vor diesen Werken selten allein.
Der vierte Punkt ist kein Gemälde, sondern ein Raum: die Gartenhallen für die Gegenwartskunst. Sie liegen unter dem Städel-Garten, und weil Tageslicht durch runde Oberlichter in der Rasenfläche fällt, merkt man im Saal kaum, dass man sich unter der Erde befindet.

Der fünfte Punkt ist die Stifterfrage: Seit 2024 hat Johann Friedrich Städel einen eigenen Raum in der Sammlung, der die Herkunft des Hauses als Bürgerstiftung sichtbar macht. Wer Sammlungen dieser Größenordnung an einem einzigen Ort sucht, landet in Deutschland sonst schnell auf der Museumsinsel in Berlin.
Zwei Stunden oder ein halber Tag: Zeitbedarf und der Weg aufs Städel Dach
Wie lange Sie bleiben, hängt weniger vom Tempo ab als vom Anspruch. Für die Sammlung im Überblick reichen zwei bis drei Stunden. Wer zusätzlich eine Sonderausstellung mitnimmt und eine Pause im Café einlegt, sollte einen halben Tag einplanen. Ein Besuch in einer Stunde funktioniert bei dieser Fläche nicht.
Zum Rundgang gehört ein Ort, den viele übersehen: das Städel Dach. Der Zugang führt über die Galerie der Alten Meister und ist im Eintritt enthalten. Von oben geht der Blick über das Mainufer, den Holbeinsteg und die Hochhäuser der Innenstadt. Einen Aufzug gibt es dorthin nicht; der Denkmalschutz steht dem entgegen.

Wie die Sammlungspräsentation zur Kunst der Moderne im Haus aussieht, zeigt der Sammlungsfilm des Museums, der durch diesen Bereich führt.
Was der Eintritt kostet und wann er auf 10 Euro sinkt
Von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen zahlen Erwachsene 19 Euro, ermäßigt sind es 17 Euro. Der ermäßigte Satz gilt unter anderem für Studierende, Schüler, Auszubildende, Menschen mit einer Behinderung ab einem GdB von 50 und für Empfänger von Arbeitslosengeld, jeweils gegen Nachweis. Kinder unter 12 Jahren kommen kostenfrei hinein, Jugendliche von 12 bis 18 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen ebenfalls.
Der günstigste Zeitraum liegt am Dienstagnachmittag: zwischen 15 und 18 Uhr kostet der Eintritt 10 Euro, und zwar für die Dauerausstellung und für alle Sonderausstellungen. Gruppen ab zehn Personen zahlen nach Voranmeldung 17 Euro pro Person, dienstags ab 15 Uhr ebenfalls 10 Euro. Kitas und Schulklassen bis zur 6. Jahrgangsstufe sind frei, ab der 7. Jahrgangsstufe kostet der Besuch mit Lehrkraft 3 Euro pro Person, ebenso viel zahlen Studierendengruppen mit Dozent. Mit Frankfurt-Pass oder Kulturpass sinkt der Preis auf 1 Euro für Erwachsene und 0,50 Euro für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren.
Für Mehrfachbesuche lohnt der Blick auf die Frankfurter Karten: Die MuseumsuferCard bringt freien Eintritt in die Dauerausstellung, in Sonderausstellungen aus eigenem Bestand und aufs Städel Dach; große Sonderausstellungen mit internationalen Leihgaben sind ausgenommen. Das MuseumsuferTicket gilt für alle Sonderausstellungen des Hauses. Ein Familienticket für maximal zwei Erwachsene und bis zu sechs Kinder gibt es nur an der Tageskasse; alle Sätze stehen in den Ticketinformationen des Städel.
Sonderausstellungen mit festen Laufzeiten
Neben der Sammlung laufen mehrere Sonderausstellungen, und ihre Termine bestimmen oft, wann sich ein Besuch besonders anbietet. „Elmgreen & Dragset: Stillleben mit Gemüse“ ist vom 20.5.2026 bis 17.1.2027 zu sehen. „Bruegel: Printed“ begann am 18.6.2026 und endet bereits am 20.9.2026. Vom 17.9.2026 bis 17.1.2027 folgt „Maria Magdalena: Sin. Pray. Love.“, vom 2.12.2026 bis 28.2.2027 dann „SurFace: Über Haut“.
Im Herbst laufen mehrere davon parallel, was für einen einzigen, dafür längeren Besuch spricht. Weil das Dienstagsangebot ab 15 Uhr auch für Sonderausstellungen gilt, kostet ein solcher Doppelbesuch dann 10 statt 19 Euro.
Fotografieren, Garderobe und der Besuch mit Kindern
Private Aufnahmen sind in der Dauerausstellung und in den Sonderausstellungen erlaubt, solange Sie ohne Blitz arbeiten. Blitz, Stativ und Selfie-Stick sind untersagt. Wer Bilder kommerziell nutzen will, braucht vorab eine schriftliche Genehmigung.
Vor dem Rundgang steht die Garderobe. Sie ist kostenfrei, allerdings müssen Jacken, Rucksäcke, Schirme und alle Taschen, die größer als DIN A4 sind, abgegeben werden. Die Schließfächer brauchen eine Pfandmünze zu 1 oder 2 Euro, die Sie danach zurückbekommen. Das WLAN läuft kostenfrei und ohne Passwort unter dem Netznamen „Staedel_WiFi“; zur Sammlung gibt es die kostenfreie App „Städel Highlights“ für iOS, die Android-Fassung wird derzeit überarbeitet.
Familien kommen mit Kinderwagen über den Aufzug in die Ausstellungsräume, Abstellplätze sind vorhanden; bei starkem Andrang kann der Zugang mit Wagen geregelt werden. Für eine Pause steht das Städel Café bereit, Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Das Restaurant des Hauses ist wegen einer Renovierung geschlossen, und in den Ausstellungsräumen selbst sind Essen und Trinken nicht erlaubt.
Zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof an den Schaumainkai
Das Museum liegt am Museumsufer, jener Reihe von Häusern am südlichen Mainufer, zu der auch das Deutsche Filmmuseum und das Liebieghaus gehören. Vom Frankfurter Hauptbahnhof laufen Sie rund zehn Minuten zu Fuß, was für die Anreise mit der Bahn spricht.

Mit dem Nahverkehr halten die U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und U8 am Schweizer Platz, die Straßenbahnlinien 15 und 16 am Otto-Hahn-Platz. Wer mit dem Auto kommt, findet am Museum keine eigenen Parkplätze. In rund zehn Gehminuten Entfernung liegen die Parkhäuser Alt-Sachsenhausen, Am Theater und Untermainanlage. Öffentliche Behindertenparkplätze gibt es in der Holbeinstraße direkt am Haus.
Barrierefrei erreichbar ist das Gebäude über den Aufzug am Haupteingang, dessen Türen breit und dessen Bedienelemente tief angebracht sind. Barrierefreie Toiletten liegen im ersten Obergeschoss und im Untergeschoss, Sitzgelegenheiten stehen in allen Geschossen, Rollstühle und Rollatoren können Sie an der Garderobe ausleihen. Es gibt eine Begrüßung in Gebärdensprache, Texte in Leichter Sprache und barrierefreie Überblicksführungen; das Haus ist nach „Reisen für Alle“ zertifiziert. Begleitpersonen mit Merkzeichen B zahlen nichts, Assistenzhunde dürfen mit. Die eine Einschränkung bleibt das Städel Dach. Alle Angaben dazu stehen auf der Seite zur Barrierefreiheit im Städel.
Für wen sich das Städel Museum lohnt
Am meisten holen Kunstinteressierte heraus, die europäische Malerei über Jahrhunderte hinweg an einem Ort vergleichen wollen: Der Weg von den Alten Meistern bis in die Gegenwartskunst lässt sich hier in einem Rundgang gehen. Familien profitieren vom Preis, weil Kinder unter 12 Jahren frei sind und Jugendliche bis 18 Jahre in Begleitung ebenfalls, und wer Frankfurt ohne Auto besucht, kommt in zehn Minuten vom Hauptbahnhof her. Für einen Städtetrip mit kulturellem Schwerpunkt ist das Haus eines der naheliegendsten Ziele der Stadt.
Weniger passend ist der Besuch, wenn Sie nur eine Stunde Zeit haben, denn diese Fläche lässt sich in der Kürze nicht sinnvoll begehen; dann wählen Sie besser einen Bereich aus und lassen den Rest weg. Wer mit eingeschränkter Mobilität unterwegs ist und auf das Städel Dach möchte, stößt an eine harte Grenze, weil dorthin kein Aufzug führt. Und wer einen Ausflug ins Freie oder Bewegung für Kinder sucht, ist in einem Kunstmuseum ohnehin am falschen Platz. Hunde müssen draußen bleiben, zugelassen sind nur Assistenzhunde.
Zeitlich spricht vieles für Herbst und Winter, weil das Haus wetterunabhängig ist und nur das Dach im Freien liegt. Ruhig ist es am Donnerstagabend, wenn bis 21 Uhr geöffnet bleibt; das ist zugleich der praktischste Zeitraum für Berufstätige. Voll wird es an Wochenenden und zum Start großer Sonderausstellungen.
Häufige Fragen zum Städel Museum
Was kostet der Eintritt ins Städel Museum?
Erwachsene zahlen von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 19 Euro, ermäßigt sind es 17 Euro. Dienstags von 15 bis 18 Uhr kostet der Eintritt 10 Euro für die Dauerausstellung und alle Sonderausstellungen.
Kinder unter 12 Jahren sind frei, Jugendliche von 12 bis 18 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen ebenso. Gruppen ab zehn Personen zahlen 17 Euro pro Person.
Wann hat das Städel Museum geöffnet?
Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr. Montags bleibt das Museum geschlossen, an Weihnachten und Neujahr gelten Sonderöffnungszeiten.
Wie kommt man zum Städel Museum?
Vom Frankfurter Hauptbahnhof sind es rund zehn Minuten zu Fuß. Mit der U-Bahn fahren Sie mit U1, U2, U3 oder U8 bis Schweizer Platz, mit der Straßenbahn 15 oder 16 bis Otto-Hahn-Platz. Eigene Parkplätze hat das Museum nicht; die Parkhäuser Alt-Sachsenhausen, Am Theater und Untermainanlage liegen rund zehn Gehminuten entfernt.
Darf man im Städel fotografieren?
Private Aufnahmen ohne Blitz sind in der Dauerausstellung und in den Sonderausstellungen erlaubt. Blitz, Stativ und Selfie-Stick sind untersagt, eine kommerzielle Nutzung setzt eine vorherige schriftliche Genehmigung voraus.
Ist das Städel Museum barrierefrei?
Ja, mit einer Ausnahme. Ein Aufzug führt vom Haupteingang ins Haus, barrierefreie Toiletten gibt es in zwei Geschossen, Rollstühle und Rollatoren lassen sich an der Garderobe ausleihen, und Behindertenparkplätze liegen in der Holbeinstraße.
Begleitpersonen mit Merkzeichen B zahlen keinen Eintritt. Nicht barrierefrei erreichbar ist das Städel Dach.
Was sich mit dem Städel am Museumsufer verbinden lässt
Das Museum liegt so zentral, dass sich ein halber Tag gut ergänzen lässt. Weitere Ziele aus Kultur und Geschichte finden Sie in der Themenübersicht.
- Römerberg in Frankfurt, rund 1 Kilometer: der historische Platz auf der anderen Mainseite, zu Fuß erreichbar.
- Museumsufer mit Deutschem Filmmuseum und Liebieghaus, rund 1 Kilometer: die Nachbarhäuser am selben Uferweg.
- Alte Oper Frankfurt, rund 2 Kilometer: der Konzertbau am Opernplatz, passend für den Abend.
- Palmengarten Frankfurt, rund 3 Kilometer: der botanische Garten im Westend als Gegenprogramm im Freien.
- Opel-Zoo Kronberg, rund 18 Kilometer: der Tierpark am Taunusrand, sinnvoll als zweiter Tag mit Kindern.
Wie viel vom Tag übrig bleibt, hängt vom Besuchstag ab: Wer dienstags ab 15 Uhr kommt, hat bis 18 Uhr Zeit im Haus, wer donnerstags anreist, bis 21 Uhr. Das aktuelle Programm steht auf der Website des Städel Museums.
Angaben Stand September 2026. Quellen: staedelmuseum.de, Wikipedia/Wikidata, Städel Museum (Betreiber), Städel Museum, Ticketinformationen. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
