Inhaltsverzeichnis:
Die Alte Oper am Opernplatz gehört zu den bekanntesten Bauwerken von Frankfurt am Main. Trotz ihres Namens ist sie heute kein Opernhaus mehr, sondern eines der großen Konzert- und Veranstaltungshäuser Deutschlands. In dem repräsentativen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert finden Konzerte, Kongresse und weitere Veranstaltungen statt. Auch über die Grenzen der Stadt hinaus ist das Haus als Kulturstandort bekannt.

Geschichte: Bau und Eröffnung 1880
Errichtet wurde das Haus zwischen 1873 und 1880 nach Plänen des Berliner Architekten Richard Lucae im Stil der Neorenaissance. Die feierliche Eröffnung fand im Oktober 1880 statt. Über dem Eingang steht bis heute der Wahlspruch „Dem Wahren Schönen Guten“. In den Jahrzehnten nach der Eröffnung entwickelte sich die Alte Oper zu einer bedeutenden Bühne, auf der namhafte Komponisten und Musiker auftraten. 1937 wurde hier Carl Orffs „Carmina Burana“ uraufgeführt.

Zerstörung und Wiederaufbau
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Alte Oper durch Luftangriffe schwer zerstört und brannte aus. Über Jahrzehnte blieb sie eine Ruine im Zentrum der Stadt, die im Volksmund als „schönste Ruine Deutschlands“ bezeichnet wurde. Zeitweise stand ein Abriss zur Debatte, doch schließlich setzte sich der Wiederaufbau durch, der auch durch Spenden aus der Bürgerschaft mitgetragen wurde. 1981 wurde das Gebäude als Konzert- und Kongresshaus wiedereröffnet. Hinter der wiederhergestellten historischen Fassade entstand dabei ein moderner Innenbau mit Konzertsälen und Räumen für Kongresse.
Konzerthaus statt Opernhaus
Anders als der Name vermuten lässt, werden in der Alten Oper keine Opern mehr aufgeführt. Der Opernbetrieb der Stadt findet in der Oper Frankfurt statt, dem Musiktheater der Städtischen Bühnen. Die Alte Oper versteht sich heute als Konzert- und Veranstaltungshaus. Auf dem Programm stehen klassische Konzerte ebenso wie Jazz, Pop und Chanson. Der große Saal und der kleinere Mozart Saal bieten Raum für Konzerte unterschiedlicher Größe; daneben wird das Haus für Kongresse, Tagungen und gesellschaftliche Anlässe genutzt.
Programm und Saison
Die Konzertsaison der Alten Oper wird im Spätsommer traditionell mit einem Festival eröffnet. Neben dem klassischen Programm gibt es Angebote, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten und junges Publikum an Musik heranführen sollen. Der aktuelle Spielplan, Programmhefte und Eintrittskarten sind über die offizielle Website des Hauses erhältlich.
Lage und Anreise
Die Alte Oper liegt zentral am Opernplatz im Frankfurter Bankenviertel. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie über die gleichnamige U-Bahn-Station Alte Oper gut zu erreichen; auch vom Hauptbahnhof ist es nur eine kurze Strecke. Wer mit dem Auto anreist, findet in den Parkhäusern der Innenstadt Stellplätze. Der Opernplatz selbst mit seinem Brunnen ist ein beliebter Treffpunkt und lässt sich gut mit einem Bummel durch die Innenstadt verbinden.
Passend dazu auf inlandstourismus.de
- Römerberg – historischer Mittelpunkt von Frankfurt
- Frankfurter Kranz – Kuchenklassiker aus Frankfurt
- Freizeittipps im Kreis Fulda (Hessen)
- Frauenkirche Dresden – nach dem Krieg wiederaufgebaut