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Das Irrland in Kevelaer-Twisteden am Niederrhein ist kein Freizeitpark im üblichen Sinn: Es gibt keine Achterbahn, kein Riesenrad und kein einziges motorisiertes Fahrgeschäft. Stattdessen stehen auf einem Gelände zwischen 30 und 40 Hektar Kletterburgen, Hüpfkissen, Wasserrutschen, Sandstrände, Bauernhoftiere und begehbare Flugzeuge. Der Parkplan, der am Eingang ausgegeben wird, führt mit Stand August 2026 insgesamt 93 nummerierte Attraktionen in drei Parkteilen auf. Das Tagesticket kostet 12,50 Euro pro Person, unabhängig vom Alter, vom Zweijährigen bis zur Großmutter.
Zwei Dinge entscheiden über den Tag, und beide muss man vorher wissen. Erstens: Tickets gibt es ausschließlich online, eine Tageskasse existiert nicht. Wer ohne Ticket anreist, steht vor dem Tor. Zweitens: Der Park richtet sich ausdrücklich an Familien mit Kindern bis zwölf Jahre; Jugendliche ab 13 und Erwachsenengruppen ohne Kinder werden nur in Ausnahmefällen und nach Absprache eingelassen. Wer beides beachtet, bekommt für 12,50 Euro einen kompletten Ausflugstag mit einer Aufenthaltsdauer, die realistisch bei sechs bis acht Stunden liegt.
Was Irrland von einem Freizeitpark unterscheidet
Die offizielle Selbstbezeichnung lautet „Die Bauernhof-Erlebnisoase“, und das ist keine Marketingfloskel, sondern eine ziemlich präzise Beschreibung des Konzepts. Der Park entstand 1999, als das Landwirtsehepaar Johannes und Josefine Winkels-Tebartz-van Elst neben dem eigenen Hof ein Maislabyrinth anlegte. Aus dem Nebenerwerb wurde ein Vollbetrieb: 2010 übernahm die Familie Gelände und Gebäude des benachbarten Blumen- und Vogelparks Plantaria, wodurch sich die Fläche laut Wikipedia „fast verdoppelte“. 2012 kam der 18 Meter hohe Airport-Power-Tower dazu. Der Name des Parks stammt bis heute vom ursprünglichen Irrgarten im Maisfeld.
Bei der Größe widersprechen sich die Quellen. Wikipedia nennt rund 30 Hektar, das Kevelaerer Blatt schrieb im Mai 2025 von einem „40 Hektar großen Kinderparadies“. Verlässlich ist nur die Größenordnung: Es ist ein sehr weitläufiges Gelände, für das man mit Kleinkindern gut und gerne einen Bollerwagen einpackt. Dieselbe Lokalreportage nennt rund eine Million Besucher im Jahr, bis zu 8.000 Gäste an Spitzentagen, etwa 25.000 Jahreskarteninhaber sowie 70 feste und 160 saisonale Mitarbeitende. Rund 40 Prozent der Gäste kommen demnach aus den Niederlanden und Belgien, was man an Wochenenden auf dem Parkplatz und in der Warteschlange am Kiosk hört.

Der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Park wie dem Phantasialand in Brühl: Im Irrland gibt es nichts, was einen transportiert. Kein Fahrgeschäft nimmt einem das Bespielen ab. Kinder klettern, rutschen, hüpfen, graben, treten Gokart und waten durch Wasser – alles mit eigener Muskelkraft. Wer Nervenkitzel und Loopings sucht, ist hier falsch. Wer Kinder bis etwa zwölf Jahre ohne Bildschirm auspowern will, ist genau richtig. Am nächsten kommt dem Konzept innerhalb von NRW der Erlebnisbauernhof Gertrudenhof in Hürth, allerdings in deutlich kleinerem Maßstab.
Die Altersgrenze steht so auf der offiziellen Seite mit den wichtigen Hinweisen: „Irrland ist ein Park, der sich ausschließlich an Familien mit Kindern, Kindergärten und Schulklassen (5. Klasse) bis 12 Jahre richtet.“ Für 13- bis 18-Jährige gilt Einlass nur im Ausnahmefall mit vorheriger Absprache und in Begleitung Erwachsener. Reine Jugend- oder Erwachsenengruppen kommen nicht hinein. Das klingt streng, hält den Park aber tatsächlich frei von Gruppen, die Kleinkinder von den Geräten drängen.
Eintritt, Tickets und Öffnungszeiten (Stand August 2026)
Die Preisstruktur ist ungewöhnlich einfach: Es gibt praktisch nur einen Tarif. Ob zweijähriges Kind oder erwachsene Begleitperson – jeder zahlt denselben Betrag. Rabatte für Kinder oder Senioren existieren nicht, dafür liegt der Grundpreis weit unter dem üblichen Niveau eines Freizeitparks.
| Ticket | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Online-Tagesticket (2 bis 99 Jahre) | 12,50 € pro Person | gilt für jedes Alter gleich |
| Kinder unter 2 Jahren | kostenlos | Altersnachweis erforderlich |
| Geburtstagskinder (2 bis 12 Jahre) | kostenlos | am Geburtstag, mit Nachweis kein Ticket nötig |
| Jahreskarte | 50,00 € pro Person | rechnet sich ab dem vierten Besuch |
| Gruppen ab 20 zahlenden Personen | 9,00 € pro Person | Mo–Fr außer feiertags, Anmeldung mindestens einen Tag vorher |
| Schwerbehinderte ab 80 GdB | 12,50 € pro Person | zusätzlich Verzehrgutschein über 2,50 € |
| Rollstuhlfahrer (Merkzeichen aG, Bl) | kostenlos | kein Ticket erforderlich |
| Parken | kostenlos | Parkplätze P1 bis P3, separater Busparkplatz |
Der wichtigste Satz auf der Seite Öffnungszeiten und Preise lautet: „Bitte beachten Sie, dass es vor Ort keine Tickets gibt. Der Einlass ist nur mit Online-Ticket oder Jahreskarte möglich.“ Das ist der teuerste Fehler, den man bei diesem Ausflug machen kann – eine Familie, die 90 Minuten anreist und keine Tickets gekauft hat, fährt wieder nach Hause. Kaufen Sie die Tickets also am Vorabend, laden Sie sie aufs Handy und machen Sie zusätzlich einen Screenshot: Das Mobilfunknetz am Parkplatz ist an vollen Tagen überlastet.
| Zeitraum Saison 2026 | Öffnungszeiten |
|---|---|
| 14.03.2026 bis 24.10.2026 | 9:00 bis 18:00 Uhr |
| 25.10.2026 bis 01.11.2026 (Herbstbetrieb) | 9:00 bis 17:00 Uhr |
| 02.11.2026 bis Saisonstart 2027 | geschlossen |
Irrland ist ein reiner Saisonbetrieb von Mitte März bis Anfang November und hat in dieser Zeit täglich geöffnet, auch an Feiertagen. Die genannten Termine gelten für die Saison 2026; die Daten verschieben sich jedes Jahr, prüfen Sie sie vor der Fahrt auf der offiziellen Seite. Im Winter ist der Park zu – wer für die kalte Jahreszeit Alternativen sucht, findet sie in unserer Übersicht zu Herbst- und Winterausflügen für Familien.
Die drei Parkteile: Nord, Süd und West
Hier liegt die eigentliche Unsicherheit für Erstbesucher, und sie kostet regelmäßig einen halben Tag. Das Gelände besteht aus drei getrennten Parkteilen, die durch zwei Tunnel miteinander verbunden sind. Wer die Tunnel nicht findet, spielt den ganzen Tag in einem Drittel des Parks und fährt nach Hause, ohne die anderen beiden gesehen zu haben. Der Parkplan zählt in den drei Teilen zusammen 93 nummerierte Attraktionen – deutlich mehr als die „über 80″, die in Presseartikeln und auf Portalen kursieren. Auf dem Plan steht allerdings „Änderungen unter Vorbehalt“, und vier der 93 Punkte sind als „im Bau“ markiert.
| Parkteil | Attraktionen | Charakter | Beispiele vom Parkplan |
|---|---|---|---|
| Irrland Nord | 28 | Bauernhof, Tiere, Indoor-Spielscheunen | Kuhstall mit Melkhaus, Mais-Schwimmbad, Kleinkinder-Spielscheune, Strohpyramiden-Labyrinth, Tonis Baumhaus |
| Irrland Süd | 19 | Römer-Thema, Labyrinthe, Wasser | Kolosseum, Südsee mit Sandstrand, Bambus-Irrgarten, Burgruine mit 60-Meter-Tunnel, Piazza della Fontana |
| Irrland West | 46 | Airport, große Kletter- und Sprunganlagen | Airport-Power-Tower, Riesenspielwiese, Festung Troja, Circus Maximus (indoor), Affeninsel, Klötzchenhalle |
Irrland West ist mit 46 Nummern der mit Abstand größte Teil und enthält auch den zweiten Zugang, den Airport-Ein- und -Ausgang. Nord ist der ursprüngliche Hofbereich mit den meisten Tierstationen und den überdachten Scheunen. Süd ist der kompakteste Teil und stark vom römischen Gestaltungsthema geprägt.
Die Tunnel sind für die Wegplanung wichtiger, als es zunächst klingt. Sie sind die einzigen Übergänge zwischen Nord und dem Süd-/West-Teil, und sie sind der Punkt, an dem sich Bollerwagen und Kinderwagen stauen. Wenn Sie mit einem Bollerwagen anreisen, planen Sie den Tag so, dass Sie jeden Tunnel möglichst nur einmal pro Richtung passieren, statt zwischen den Parkteilen hin und her zu pendeln.

Ein Detail für Genaue: Auf dem fotografierten Parkplan ist in Irrland West die Nummer 9 verdeckt und nicht sicher lesbar. Die 46 stammt aus der Legende des Plans, nicht aus eigener Nachzählung. Wer es exakt braucht, zählt vor Ort selbst nach – ändert am Umfang des Parks aber nichts.
In welcher Reihenfolge Sie die Parkteile angehen sollten
Der häufigste Planungsfehler besteht darin, direkt hinter dem Eingang stehen zu bleiben. Die erste Attraktion, die ein Kind sieht, hält es zwei Stunden fest. Deshalb lohnt sich eine grobe Route, die sich am Alter der Kinder orientiert.
Mit Kindern unter vier Jahren
Bleiben Sie schwerpunktmäßig in Irrland Nord. Dort liegen die Kleinkinder-Spielscheune als Indoor-Bereich, der Kleinkinder-Spielbereich unter der Weide, der Schweinestall mit den Ferkeln, die Kälberfütterung und die Big-Bobbycar-Rennbahn. Das Mais-Schwimmbad – ein Becken, das statt mit Wasser mit Mais gefüllt ist – funktioniert in dieser Altersgruppe besonders gut, weil es weder nass noch gefährlich ist. Ein zweiter, kürzerer Abstecher nach West zum Kleinkinder-Fahrzeugpark und zum Bobbycardorf Nauticus reicht dann für den Tag.
Mit Kindern von vier bis acht Jahren
Starten Sie in West, weil dort mit 46 Nummern die größte Dichte an Kletter-, Sprung- und Wasseranlagen liegt, und zwar direkt am Morgen, wenn die Anlagen noch leer sind. Riesenspielwiese, Festung Troja mit dem Riesensprungkissen, Trojanisches Pferd und das Meer des Odysseus mit einer Million Bällen decken einen halben Tag ab. Nach dem Mittagessen wechseln Sie durch den Tunnel nach Süd: Kolosseum, Bambus-Irrgarten und die Südsee mit Sandstrand sind der ruhigere Nachmittagsteil. Nord kommt zum Schluss, wenn die Kinder müde sind und Tiere gucken wollen.
Mit Kindern von neun bis zwölf Jahren
Für die obere Altersgruppe sind die großen Anlagen in West der Kern des Tages. Der Airport-Power-Tower ist mit rund 18 Metern der höchste Punkt des Parks; die Edelstahlrutsche daran ist das, was am ehesten an ein Fahrgeschäft erinnert. Dazu kommen die Speed-Seilbahn auf der Riesenspielwiese, die Römische Pendelschaukel, der Hügel des Sisyphos und die Mega Wasserrutschen. In Süd ergänzen der Gladiatoren-Aquädukt mit zwei Wasserrutschen und die Ballflut-Soccer-Arena. Ehrlich bleibt trotzdem: Ab etwa elf Jahren wird die Luft dünner, und mit 13 endet der Zutritt regulär ohnehin.

Wasserattraktionen: warum Wechselkleidung Pflicht ist
Der Parkplan markiert 14 der 93 Attraktionen als Wasserattraktion. Das ist der Punkt, an dem Familien regelmäßig unvorbereitet ankommen: Man plant einen Spielplatzbesuch und steht dann vor einem Kind, das komplett durchnässt ist. Handtuch, Wechselkleidung und Badesachen gehören auch dann ins Gepäck, wenn Sie nicht baden wollen. An heißen Tagen sind Badeschuhe oder gleich barfuß die praktischste Lösung.
Die größten Wasserbereiche verteilen sich über alle drei Parkteile. In Nord liegen das Römische Aquädukt mit Doppel-Wasserrutsche, der Feuerwehreinsatz und die Aquakamikaze, eine Rutsche von rund 70 Metern Länge. In Süd sind es die Südsee mit Sandstrand, die Römische Wasserstraße mit einem etwa 50 Meter langen Flusslauf, die Piazza della Fontana und das Wasserlabyrinth am Kolosseum. In West kommen die Mega Wasserrutschen, die Flughafen-Feuerwehr mit einer 100-Meter-Wasser-Wellen-Rutsche, Mare Nostrum mit Flößen sowie ein großer Wasserspielplatz mit Sand und Matsch dazu.

Die Becken sind flach angelegt und auf Planschen ausgelegt, nicht auf Schwimmen. Trotzdem gilt dieselbe Aufsichtspflicht wie überall: Es gibt kein Badeaufsichtspersonal wie im Freibad. Zwei der Wasserattraktionen in Süd – die Römische Ausgrabungsstätte und Aqua Ludis – sind auf dem Plan als „im Bau“ gekennzeichnet und standen im August 2026 noch nicht zur Verfügung.
Der Airport-Bereich und die begehbaren Flugzeuge
Der Flughafenbereich in Irrland West ist das visuelle Markenzeichen des Parks und laut Wikipedia „der erste bespielbare Flughafen der Welt“. Statt eines nachgebauten Terminals stehen hier ausgemusterte, ausgeschlachtete Verkehrsflugzeuge auf der Wiese, dazu ein Schriftzug „Irrland International“ und der Rutschturm im Tower-Design.

Der Reiz für Kinder liegt darin, dass die Maschinen nicht abgesperrt sind. Man geht die Treppe hoch, durch die Kabine und bis ins Cockpit, wo die Instrumententafel erhalten geblieben ist. Für Kinder, die ein Flugzeug bisher nur von außen oder vom Fensterplatz kennen, ist das der ungewöhnlichste Teil des Tages – und für Eltern eine der wenigen Stationen, an denen man selbst gerne mitgeht.

Neben den großen Maschinen stehen kleinere Spielgeräte im selben Thema: Kleinkinder-Flugzeuge zum Einsteigen, der „Bruchpilot“ auf Basis einer Antonow 2, ein Helikopter mit Aussichtsplattform und Rutsche sowie der Discoflieger mit Spiegeln und einer Evakuierungsrutsche. Das Beitragsbild dieses Artikels zeigt eine dieser Maschinen, die vollständig als Papagei lackiert wurde und über einen Holzaufgang und eine Rutsche bespielbar ist.

Am Airport gibt es außerdem den zweiten Ein- und Ausgang des Parks. Das ist beim Verlassen relevant: Wenn Sie am Nachmittag ohnehin in West sind, sparen Sie sich mit dem Airport-Ausgang den Rückweg quer über das Gelände – vorausgesetzt, Sie haben sich beim Parken gemerkt, wo Ihr Auto steht.
Tiere: der Bauernhof-Teil des Parks
Der Tierbestand ist kein Zoo im engeren Sinn, sondern eine Mischung aus echtem Landwirtschaftsbetrieb und Schaubereich. In Nord stehen der Kuhstall mit Melkhaus, in dem live gemolken wird, die Kälberaufzucht mit Mithilfe beim Füttern, der Schweinestall mit Ferkeln, eine kleine Tierscheune mit Ziegen und Hühnern, eine Kaninchenmühle und ein Eichhörnchengehege. Dazu kommt eine Reitanlage im Freien.
In West liegen die eher zooartigen Stationen: die Storchenwiese, die Affeninsel mit Pavianen, der Schwanensee, eine Ziegenwiese zum Streicheln und Füttern sowie der Antike Bauernhof. Wer den Schwerpunkt bewusst auf Tierbeobachtung legen möchte, ist in einem klassischen Tierpark besser aufgehoben – etwa im Zoo Krefeld, der rund 45 Autominuten entfernt liegt. Im Irrland sind die Tiere Beiwerk zum Spielen, nicht der Hauptzweck.

Für die Tierbereiche gilt die wichtigste Regel des Parks, und sie wird oft übersehen: Hunde dürfen nicht mit. Die Park- und Hausordnung ist eindeutig – „Haustiere werden nicht eingelassen!“ Ausgenommen sind ausschließlich Blinden- und Assistenzhunde, und auch die nur nach vorheriger Absprache per E-Mail. Es gibt keine Hundeboxen am Eingang und keine Betreuung. Wer mit Hund anreist, muss ihn im Auto lassen, und das verbietet sich an Sommertagen von selbst.
Essen, Kioske und der eigene Grillplatz
Hier liegt das stärkste Unterscheidungsmerkmal gegenüber jedem klassischen Freizeitpark: Eigenes Essen ist ausdrücklich erlaubt, und man kann sich sogar einen eigenen, abschließbaren Grillplatz mieten. In einem gewöhnlichen Park zahlt eine vierköpfige Familie für Mittagessen und Getränke leicht mehr als für den Eintritt. Im Irrland kann sie stattdessen eine Kühlbox mitbringen.
Die Kioske im Park
Der Parkplan verzeichnet sechs Gastronomiepunkte, aber nur drei davon sind als täglich geöffnet ausgewiesen. Die übrigen drei öffnen nur temporär, also an starken Tagen. Wer sich fest auf Pizza aus der Trattoria eingestellt hat, kann an einem ruhigen Dienstag im September vor verschlossener Klappe stehen.
| Code | Kiosk | Angebot | Geöffnet |
|---|---|---|---|
| K1 | Kiosk am Haupteingang | Getränke, Eis, Süßigkeiten | täglich |
| K2 | Circus Maximus | Getränke, Eis, Süßigkeiten, Pommes & Co, Pizza | täglich |
| K3 | Trattoria | Getränke, Eis, Süßigkeiten, Pizza, Pasta, Paninis | temporär |
| K4 | Reithalle | Getränke, Eis, Süßigkeiten, Pommes & Co | täglich |
| K5 | Osteria | Getränke, Eis, Süßigkeiten, Paninis, Pommes & Co | temporär |
| K6 | Kiosk am Airport | Getränke, Süßigkeiten | temporär |
An den geöffneten Kiosken befinden sich laut Plan auch die Erste-Hilfe-Stationen, zusätzlich zu einer am Haupteingang. Das ist praktisch zu wissen, bevor man mit einem aufgeschürften Knie das halbe Gelände absucht.
Grillplätze mieten: Villen, Pavillons und Fässer
Grillen ist im Irrland möglich, aber an eine Bedingung geknüpft. Auf der offiziellen Seite zum Thema Grillen steht wörtlich: „Bitte beachtet bei eurem Besuch, dass das Grillen im Park nur mit einem gebuchten Grillplatz möglich ist.“ Freies Grillen irgendwo auf der Wiese ist also nicht vorgesehen. Die Plätze werden vorab online gebucht und sind an Wochenenden und warmen Sommertagen schnell vergriffen.
Es gibt drei Kategorien, die sich im Grad der Abgeschlossenheit unterscheiden:
- Villen – verfügen „neben einem umzäunten abschließbaren Außenbereich auch über einen abschließbaren Innenbereich“. Die geeignetste Variante für größere Gruppen und für Wetter, das kippen kann.
- Pavillons – bieten „einen abschließbaren Außenbereich mit überdachten Sitzmöglichkeiten“.
- Fässer – haben „Sitzmöglichkeiten im abschließbaren Fass, sowie einen abschließbaren Außenbereich“.
Die einzelnen Plätze tragen Namen statt Nummern, etwa Villa Herkules, Villa Aeroporto, Pavillon Mare Nostrum oder Fass Dolio Vinum. Ausgestattet sind sie alle gleich: „Alle Plätze haben ausreichend Schwenkgrills, Tische und Bänke.“ Man muss also weder Grill noch Kohleschale mitschleppen.

Was mitgebracht werden darf und was nicht, ist klar geregelt. Eigenes Grillgut ist erlaubt: „Ja, ihr habt die Möglichkeit euer eigenes Grillgut mitzubringen.“ Ein eigener Grill dagegen nicht – „die Mitnahme eines eigenen Grills ist nicht erlaubt“. Ebenfalls tabu sind Gasflaschen und flüssige Anzünder. Grillkohle und Anzünder gibt es an den Kiosken zu kaufen. Kühlboxen dürfen mit, eine Kühlmöglichkeit vor Ort gibt es nicht, ebenso wenig Strom oder eine eigene Toilette am Platz. Die Plätze stehen ab 10 Uhr zur Verfügung, der Schlüssel ist bis 17:30 Uhr zurückzugeben.
Konkrete Preise für die Grillplätze veröffentlicht der Park auf dieser Seite nicht; sie ergeben sich erst im Buchungsprozess auf irrland.de. Wichtig, weil es regelmäßig missverstanden wird: Der gebuchte Grillplatz ersetzt kein Eintrittsticket. Jede Person braucht zusätzlich ein Online-Tagesticket oder eine Jahreskarte.
Schatten, Sitzplätze und was bei Regen bleibt
Der Park ist über die Jahre stark bepflanzt worden, und das merkt man an heißen Tagen. Pergolen, Bäume, Ziegeldächer und Schattensegel verteilen sich besonders dicht über das römisch gestaltete Areal. Trotzdem ist ein großer Teil des Geländes offene Wiese und Sand: Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser sind bei Sommerwetter keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.

Zum Verhalten des Parks bei Dauerregen gibt es keine offizielle, belastbare Aussage – weder zu Schließungen noch zu Erstattungen. Was sich dagegen aus dem Parkplan direkt ablesen lässt, ist der Bestand an überdachten und geschlossenen Bereichen. Vier Stationen sind ausdrücklich als Indoor gekennzeichnet: die Kleinkinder-Spielscheune und das Indoor-Boule in Nord sowie der Circus Maximus als XXL-Indoor-Kletterspaß und die Klötzchenhalle in West. Dazu kommen die Bauernhoftenne mit dem Bällebad, der Kuhstall und die überdachten Sitzbereiche.
Realistisch heißt das: Ein Schauer lässt sich problemlos aussitzen, ein Regentag mit einem sehr aktiven Achtjährigen wird trotzdem kurz. Wenn die Vorhersage durchgehend Regen zeigt, ist ein reiner Indoor-Ausflug wie das Kindermuseum in Wuppertal die verlässlichere Wahl. Für die Grillplätze gilt in dieser Frage übrigens dasselbe wie oben: Villen mit Innenbereich sind die einzige wetterfeste Variante.
Anreise, Parken und öffentliche Verkehrsmittel
Die Navigationsadresse lautet Am Scheidweg 1, 47624 Kevelaer-Twisteden. Twisteden liegt am unteren Niederrhein, wenige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt. Die offizielle Anfahrtsseite des Parks nennt keine Autobahnabfahrt, sondern nur die Adresse. Die Wallfahrtsstadt Kevelaer beschreibt die Anreise auf ihrer Anfahrtsseite so: „Wenn Sie über die A57 anreisen, verlassen Sie die Autobahn an der Abfahrt Sonsbeck / Kevelaer (Nr. 5)“. Kevelaer liegt zudem an der Bundesstraße 9. Für Twisteden selbst folgen Sie ab Kevelaer der Beschilderung; verlassen Sie sich für das letzte Stück auf das Navigationsgerät, nicht auf grobe Richtungsangaben.
Rechnen Sie auf den letzten Kilometern Zeit ein. Die Zufahrt führt über schmale Landstraßen mit unübersichtlichen Kurven, auf denen Traktoren und Landmaschinen unterwegs sind und Überholen häufig nicht möglich ist. An Ferien- und Wochenendtagen kommt der Rückstau vor dem Parkplatz dazu.
Parken ist kostenlos. Der Parkplan weist drei Parkflächen P1 bis P3 sowie einen separaten Busparkplatz aus. An starken Tagen füllen sie sich früh, was das stärkste Argument dafür ist, kurz nach der Öffnung um 9 Uhr da zu sein – nicht wegen der Warteschlange am Einlass, sondern wegen des Fußwegs vom letzten freien Stellplatz.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise möglich, aber unbequem. Nächster Bahnhof ist Kevelaer an der linksniederrheinischen Strecke, wo der Niers-Express (RE 10) von Kleve über Krefeld nach Düsseldorf hält. Von dort gibt es zwei Optionen: einen Bürgerbus für maximal acht Personen, der stündlich fährt – laut Park allerdings „An Sonn- und Feiertagen sowie samstags nachmittags fährt der Bürgerbus nicht!“ – sowie einen Linienbus als Airport Shuttle, ebenfalls stündlich, jedoch ohne Platzgarantie. Für eine Familie mit Bollerwagen und Kühlbox ist das Auto praktisch alternativlos.
Packliste und Praxistipps für den Besuchstag
- Online-Ticket vorab kaufen, aufs Handy laden und zusätzlich als Screenshot sichern.
- Wechselkleidung und Handtuch pro Kind, auch bei bedecktem Wetter. 14 Wasserattraktionen erledigen den Rest.
- Bollerwagen für Verpflegung, Wechselsachen und müde Kleinkinder. Auf dem weitläufigen Gelände die sinnvollste Investition.
- 1-Euro-Münze für die Tretfahrzeuge: Sie sind mit einem Pfandsystem wie bei Einkaufswagen gesichert.
- Kühlbox mit eigenem Essen, wenn Sie die Kioskpreise sparen wollen. Glasflaschen sind nicht erlaubt.
- Sonnenschutz: Creme, Kopfbedeckung, Trinkflasche. Große Teile des Geländes sind offene Wiese.
- Robuste Kleidung und Schuhe, die Sand, Matsch und Stroh abkönnen. Badeschuhe sind an heißen Tagen praktisch.
- Treffpunkt vereinbaren, bevor Sie durch den ersten Tunnel gehen – auf 30 bis 40 Hektar mit drei Parkteilen findet man sich sonst nicht wieder.
Zur Barrierefreiheit gibt der Park selbst die ehrlichste Auskunft: „Für Rollstuhlfahrer ist das Irrland nur eingeschränkt (mit Begleitung) geeignet.“ Sandwege erschweren das Fahren und Schieben erheblich. Positiv ist, dass Rollstuhlfahrer kein Ticket benötigen und dass der Plan eine Behindertentoilette samt Wickelstation ausweist. Schließfächer gibt es ebenfalls.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt im Irrland?
Das Online-Tagesticket kostet 12,50 Euro pro Person für alle von 2 bis 99 Jahren, Kinder unter zwei Jahren kommen kostenlos hinein (Stand August 2026). Die Jahreskarte liegt bei 50 Euro und lohnt sich damit ab dem vierten Besuch. Geburtstagskinder zwischen 2 und 12 Jahren zahlen am Geburtstag mit Nachweis nichts.
Kann man Tickets vor Ort kaufen?
Nein. Es gibt keine Tageskasse. Der Einlass ist ausschließlich mit einem vorab gekauften Online-Ticket oder einer Jahreskarte möglich – das gilt auch dann, wenn Sie einen Grillplatz gebucht haben.
Für welches Alter ist der Park geeignet?
Für Kinder bis zwölf Jahre, entsprechend bis etwa Klasse 5. Jugendliche von 13 bis 18 Jahren dürfen nur in Ausnahmefällen nach vorheriger Absprache und in Begleitung Erwachsener hinein, Jugend- oder reine Erwachsenengruppen gar nicht. Der Schwerpunkt der Attraktionen liegt bei Kindern zwischen drei und zehn Jahren.
Wie lange sollte man einplanen?
Bei 93 Attraktionen auf drei Parkteilen ist ein ganzer Tag realistisch. Sechs bis acht Stunden sind normal, und selbst dann sieht man nicht alles. Wer nur einen halben Tag hat, sollte sich bewusst auf einen Parkteil beschränken, statt hetzend durch die Tunnel zu laufen.
Dürfen Hunde mit in den Park?
Nein. Die Hausordnung ist eindeutig: „Haustiere werden nicht eingelassen!“ Ausgenommen sind ausschließlich Blinden- und Assistenzhunde, für die eine vorherige Absprache per E-Mail erforderlich ist. Eine Betreuungsmöglichkeit am Eingang gibt es nicht.
Darf man eigenes Essen mitbringen?
Ja, eigenes Essen und eigenes Grillgut sind erlaubt, Kühlboxen ebenfalls. Grillen selbst ist allerdings nur auf einem vorab gebuchten Grillplatz gestattet, und ein eigener Grill darf nicht mitgebracht werden. Schwenkgrills, Tische und Bänke stellt der Park an allen Grillplätzen.
Gibt es Achterbahnen oder Fahrgeschäfte?
Nein. Irrland verzichtet bewusst auf motorisierte Fahrgeschäfte. Was dem am nächsten kommt, sind die große Edelstahlrutsche am Airport-Power-Tower, die Speed-Seilbahn auf der Riesenspielwiese und die Wasserrutschen. Alles andere funktioniert über eigene Bewegung.
Lohnt sich der Besuch bei schlechtem Wetter?
Eingeschränkt. Vier Bereiche sind laut Parkplan echte Indoor-Attraktionen – Kleinkinder-Spielscheune, Indoor-Boule, Circus Maximus und Klötzchenhalle –, dazu kommen überdachte Scheunen und Sitzbereiche. Ein Schauer ist damit kein Problem. Eine offizielle Aussage des Parks dazu, wie bei Dauerregen oder Unwetterwarnungen verfahren wird, liegt nicht vor; fragen Sie im Zweifel direkt beim Park nach.
Wann hat der Park geöffnet?
In der Saison 2026 vom 14. März bis 24. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr, im Herbstbetrieb vom 25. Oktober bis 1. November von 9 bis 17 Uhr. Danach ist bis zum Saisonstart im Frühjahr geschlossen. Die Termine ändern sich jährlich.
Für wen sich die Fahrt nach Twisteden lohnt
Irrland ist ein Ziel für Familien mit Kindern zwischen etwa drei und zehn Jahren, die einen ganzen Tag draußen verbringen wollen und dabei bereit sind, selbst mitzulaufen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für einen Park dieser Größe ungewöhnlich: 12,50 Euro Eintritt, kostenloses Parken und die Erlaubnis, das Mittagessen selbst mitzubringen, ergeben für eine vierköpfige Familie einen Tagesausflug unter 60 Euro. Wer zusätzlich einen Grillplatz bucht, macht daraus ohne großen Aufwand einen Kindergeburtstag.
Nicht der richtige Ort ist der Park für Jugendliche, für Erwachsene ohne Kinder, für Hundebesitzer und für alle, die Fahrgeschäfte erwarten. Auch bei durchgehendem Regen oder mit einem Rollstuhl auf Sandwegen wird der Tag anstrengender als geplant. Und wer den Schwerpunkt auf Tiere legen möchte, findet in einem Tierpark wie in Odenkirchen das passendere Angebot.
Für die Planung bleiben drei Punkte: Ticket vorher online kaufen, früh anreisen und sich gleich am Eingang klarmachen, dass es drei Parkteile und zwei Tunnel gibt. Alle Preis- und Zeitangaben in diesem Artikel entsprechen dem Stand August 2026 – prüfen Sie sie vor der Fahrt auf irrland.de, weil sich Saisontermine und Tarife jedes Jahr ändern.