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Das Heimatmuseum „Dykhus“ auf Borkum zeigt in einem denkmalgeschützten Gulfhaus mehr als 300 Jahre Insel- und Seefahrtsgeschichte. Getragen und ehrenamtlich betreut wird es vom Heimatverein der Insel Borkum. Die Sammlung reicht von der Ortsgeschichte über Borkums Walfängerzeit bis zu Seefahrt, Seenotrettung und Inselnatur.
Die Museumsgeschichte
Der Heimatverein der Insel Borkum wurde 1921 gegründet. Von Beginn an bestand der Wunsch, das Inselleben sowie Natur und Geschichte Borkums in einem eigenen Museum zu zeigen. 1958 eröffnete das Heimatmuseum in einem Gulfhaus an der Roelof-Gerritz-Meyer-Straße – auf einer Warft am Fuß des ersten Deichs, der auf Borkum errichtet wurde, unweit des Alten Leuchtturms. Der Name „Dykhus“ bedeutet Deichhaus. Verwaltung und Pflege der Exponate liegen bis heute beim Heimatverein.
Die Highlights des Museums
Ein großer Teil der Ausstellungsstücke kam als Spende ins Museum. Die bekanntesten Exponate stehen in der Wal-Halle: Dort wird das rund 15 Meter lange Skelett eines Pottwals ausgestellt, der 1998 an der schleswig-holsteinischen Küste strandete und etwa 35 Tonnen wog. Ein zweites Walexponat kam 2019 hinzu – das Skelett eines Grindwals, der auf der Nachbarinsel Juist gestrandet war. Zu den Höhepunkten der Kunstsammlung zählt das Gemälde „Ausschleppen des Rettungsbootes“ des Marinemalers Leonhard Sandrock.
Besuch planen
Das Museum liegt zentral und ist gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Es eignet sich als Ausflugsziel bei jedem Wetter und bietet sich auch für einen Regentag im Sommerurlaub an. Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise stehen auf der offiziellen Seite des Heimatvereins; dort finden sich auch Hinweise zu Führungen und Sonderausstellungen.
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Für wen sich das Heimatmuseum Borkum lohnt
Das Heimatmuseum Dykhus passt gut zu Besuchern, die sich für die Insel- und Seefahrtsgeschichte Borkums interessieren und dafür kein großes Zeitfenster einplanen möchten. Die Wal-Halle mit dem rund 15 Meter langen Pottwalskelett und dem später hinzugekommenen Grindwalskelett bildet einen ungewöhnlichen Anziehungspunkt, der auch für Kinder eindrücklich sein dürfte. Da das Museum von einem ehrenamtlich arbeitenden Heimatverein getragen wird, bekommen Besucher zudem einen persönlichen Einblick in die lokale Geschichtsarbeit der Insel.
Weniger geeignet ist der Besuch für alle, die ein großes, modern inszeniertes Museum erwarten. Die Sammlung im historischen Gulfhaus ist überschaubar, und wer auf Action oder Wasseraktivitäten aus ist, findet hier naturgemäß kein passendes Angebot. Auch wer ausschließlich am Strand oder in der Natur unterwegs sein möchte, wird das Museum eher als kurze Ergänzung denn als Hauptziel des Aufenthalts betrachten.
Besonders sinnvoll ist ein Besuch an einem Regentag im Sommerurlaub, da sich das Museum ausdrücklich als wetterunabhängiges Ausflugsziel eignet. Da es zentral liegt und gut mit dem Fahrrad zu erreichen ist, lässt es sich unkompliziert mit anderen Programmpunkten auf der Insel verbinden. Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise sollten vorab auf der Website des Heimatvereins geprüft werden, da diese sich ändern können.