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Vier Kilometer Ostseestrand liegen in Eckernförde unmittelbar vor der Stadt, und der Zugang zum Wasser kostet nichts zusätzlich. Übernachtungsgäste zahlen die Kurabgabe von 3,00 Euro je Person und Tag zwischen dem 1. April und dem 15. Oktober, im Winterhalbjahr 2,00 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind davon befreit. Wer mit dem Zug ankommt, steht nach wenigen Minuten Fußweg am Hafen, und von dort bis zum Hauptstrand bleibt es eine Strecke, die sich zu Fuß erledigen lässt.
Die Hafenstadt am inneren Ende der Eckernförder Bucht im Kreis Rendsburg-Eckernförde bringt drei Dinge auf engem Raum zusammen: Sandstrand, einen Hafen mit Kuttern und Traditionsseglern und eine Altstadt, deren Geschichte mehr als 700 Jahre zurückreicht. Dieser Beitrag sortiert, was der Strandtag kostet, wo Sie parken, wann Wochenmarkt ist und was übrig bleibt, wenn der Wind von See kommt. Wer mehrere Küstenziele nebeneinanderlegen möchte, findet sie in der Übersicht zum Thema Wasser und Strand.

Vier Kilometer Sand: Hauptstrand, Hundestrand und Südstrand
Der Strand teilt sich in zwei größere Abschnitte. Der Hauptstrand misst etwa drei Kilometer und schließt direkt an die Promenade an, der Südstrand kommt auf etwa einen Kilometer; dazwischen ist ein eigener Hundestrand ausgewiesen. In der Badesaison sind DLRG-Wachstationen besetzt, Toiletten und Spielplätze verteilen sich über die Abschnitte, darunter ein Spielschiff für kleinere Kinder.
Zwischen der Taverna Kreta und dem Meerwasser-Wellenbad liegt der Aktivstrand. Dort stehen Felder für Beachvolleyball und Fußball, dazu Stationen für Wassersport und frei nutzbare Sitzgelegenheiten. Wer ohne eigene Ausrüstung anreist, bedient sich an der SportBox am Strand: Bälle, Boule und Fitnessgeräte lassen sich dort kostenlos ausleihen.

Strandkörbe gehören nicht zum freien Angebot. Der Abendkorb kostet 6,00 Euro, die Wochenmiete liegt bei 80,00 Euro; gebucht wird über die BeachNow-App oder in der Tourist-Information. Hunde dürfen auf den ausgewiesenen Abschnitt zwischen Haupt- und Südstrand, außerhalb davon gelten die städtischen Regeln.
Weil der Hauptstrand unmittelbar an der Promenade liegt, bleiben die Wege vom Parkplatz bis zum Sand kurz; zu einzelnen barrierefreien Zugängen und zu Strandrollstühlen gibt die Tourist-Information Auskunft. Zur Verpflegung reihen sich Lokale am Hafen und an der Strandpromenade, unter anderem im Abschnitt zwischen Taverna Kreta und Wellenbad. Am Südstrand lassen sich zusätzlich Grillstationen buchen, was den Strandtag bis in den Abend verlängert, ohne dass Sie den Platz wechseln müssen.
Kurabgabe, ostseecard und was am Strand zusätzlich anfällt
Die Kurabgabe wird je Person und Tag berechnet und gilt in dieser Höhe seit dem 1. April 2023: 3,00 Euro vom 1. April bis 15. Oktober und 2,00 Euro vom 16. Oktober bis 31. März. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen nichts. Ein gesonderter Strandeintritt kommt nicht dazu; Hafen, Promenade und Altstadt sind ohnehin frei zugänglich.
Im Beitrag enthalten ist die ostseecard. Sie bringt Übernachtungsgästen die ganzjährig kostenlose Fahrt mit den Stadtbussen und freien Strandzugang in 18 teilnehmenden Ostseebädern zwischen Glücksburg und Travemünde. Die Einzelheiten führt die Eckernförde Touristik und Marketing GmbH.
Wie der Südstrand nach den Dünen- und Naturschutzmaßnahmen aussieht, zeigt ein Film des Ostseebads aus dem Sommer 2025.
Durch die Altstadt zu St. Nicolai, Kirchplatz und Rathausmarkt
Mitten in der Fußgängerzone steht die St.-Nicolai-Kirche, eine Backsteinhallenkirche, deren Bau um 1210 begann. Der Zugang kostet nichts, das Turmcafé bittet um eine kleine Spende. Vom Kirchplatz sind es wenige Schritte zum Rathausmarkt und von dort noch einmal wenige bis an den Hafen, wo Kutter und Traditionssegler am Kai festmachen.

An zwei Tagen der Woche bekommt die Innenstadt einen anderen Takt: Mittwochs und samstags bauen von 7:00 bis 13:00 Uhr rund 40 Stände auf Rathausmarkt und Kirchplatz auf. Dienstags kommt ein Markt auf dem Marktplatz im Wohngebiet Wilhelmsthal dazu. Wer an Markttagen mit dem Auto kommt, sollte den Andrang in der Innenstadt einplanen; die Markttermine führt die Stadt Eckernförde.
Auf der anderen Seite der Förde liegt Borby mit seiner Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert, deren Turm weit über die Bucht zu sehen ist. Die Uferpromenade dort führt an einer Kaimauer entlang, in die Fischreliefs gehauen sind. Von April bis September startet am Ostsee Info-Center der Fischkutter ECKE 4 zu Fangfahrten auf die Bucht; eine reguläre Fährlinie gibt es ab Eckernförde nicht. Für Altstadt, Hafen und Hauptstrand reicht ein Tag; wer Wellenbad, Wochenmarkt und Ausflüge in die Bucht mitnehmen will, plant zwei bis drei Tage ein.

Das Meerwasser-Wellenbad, wenn der Wind auffrischt
Das Wellenbad steht in der Preußerstraße 1 unmittelbar am Strand. Alle 30 Minuten läuft der Wellenbetrieb, dazu kommt eine Rutsche von 75 Metern Länge. Geöffnet ist im Sommerbetrieb montags bis freitags von 06:00 bis 21:00 Uhr, samstags und sonntags von 09:00 bis 18:00 Uhr. Damit deckt das Haus die frühen Stunden vor dem Strandtag ebenso ab wie einen verregneten Nachmittag.
Erwachsene ab 16 Jahren zahlen 6,00 Euro ohne und 7,50 Euro mit Wellenbetrieb, Kinder von 3 bis 15 Jahren 3,00 beziehungsweise 4,50 Euro, die Sauna kostet 19,00 Euro. An den Warmbadetagen Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag kommt ein Zuschlag von 2,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder dazu. Samstags gilt ein Familientarif, bei dem 3 Stunden zum Preis von 2,5 Stunden berechnet werden.
Mit Bahn, Bus oder Auto in die Eckernförder Bucht
Regionalzüge im Nah.SH-Netz halten am Bahnhof Eckernförde an der Strecke zwischen Kiel und Flensburg; für Tagesausflüge ist das Schleswig-Holstein-Ticket die günstige Variante. In die Bucht hinein fahren die Regionalbuslinien 700 bis 746. Mit gültiger ostseecard ist die Fahrt in den Stadtbussen ganzjährig frei, ein Mietwagen ist für den Aufenthalt also nicht nötig.
Mit dem Auto führt der Weg über die B76 aus Richtung Kiel und Schleswig sowie über die B203; autofrei ist der Ort nicht. Das Parkhaus am Noor in der Noorstraße hat rund um die Uhr geöffnet und kostet 2,00 Euro je Stunde, dort stehen 6 Ladesäulen mit 12 Anschlüssen zu je 22 Kilowatt. Kostenfrei parken Sie am Grünen Weg, von dem aus es 5 bis 10 Gehminuten bis zum Hauptstrand sind. Am Rathaus sind die ersten 30 Minuten frei, an den Strandparkplätzen kostet die Stunde 2,00 Euro und wird über die easypark-App bezahlt. Wohnmobile steuern den Stellplatz am Noor an.
Die Tourist-Information sitzt in der Stadthalle, Am Exer 1, ein zweiter Info-Point liegt in der Kieler Straße 59. Vom 22. Juni bis 30. August ist täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, im Winterhalbjahr montags bis freitags von 09:00 bis 16:00 Uhr.
Sprottentage, Green Screen und die ruhigen Monate
Der Veranstaltungskalender hängt an Hafen und Küste. Zu Pfingsten laufen die Sprottentage am Hafen, über das Jahr verteilt folgen das Piratenspektakel, das Innenstadtfest, das Kunst- und Kulturfest im Kurpark und das Strandgut Elektrofestival am Strand. Jährlich kommt zudem das Green Screen Naturfilmfestival mit Naturfilmen in die Stadt.
Im November folgen an vier Samstagen die Langen Nächte, in der Adventszeit der Weihnachtsmarkt. Am vollsten ist es in den Sommerferien und an den Markttagen Mittwoch und Samstag, Frühjahr und Herbst bleiben ruhiger, und im Winterhalbjahr sinkt zugleich die Kurabgabe. Wer die Ostseeküste mit anderen Regionen vergleichen möchte, findet Anregungen in der Übersicht zu Reisen in Deutschland; das Angebot des Landes bündelt die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein.
Für wen sich Eckernförde lohnt
Familien bekommen hier kurze Wege: Strand, Spielplätze, Wellenbad und Innenstadt liegen so dicht beieinander, dass sich der Tag ohne Auto einteilen lässt. Wer solche Ziele an der Ostsee gegeneinander abwägt, findet die Argumente gebündelt im Beitrag zum Ostsee-Urlaub mit Kindern. Ebenso gut passt der Ort für Bahnreisende, weil Bahnhof, Altstadt und Strand in Gehweite liegen, und für Tagesgäste aus Kiel und Schleswig, die einen Strandnachmittag mit einem Bummel verbinden.
Weniger passend ist Eckernförde für alle, die große Museen und ein dichtes Kulturprogramm suchen; dafür ist der Ort zu klein, die Sammlungen liegen im Umland. Auch wer einen einsamen Naturstrand erwartet, ist hier falsch: Der Hauptstrand liegt unmittelbar an der Stadt, hinter den Strandkörben beginnt die Promenade. Etwas mehr Weite und Wind bietet zum Beispiel die Insel Fehmarn. Und wer mit dem Auto anreist und knapp kalkuliert, sollte die Parkgebühr mitrechnen, denn in Strandnähe kostet die Stunde 2,00 Euro.
Die beste Zeit ist der Sommer, weil dann Wassertemperatur, Strandbewachung und Veranstaltungen zusammenkommen. Frühjahr und Herbst liefern ruhigere Abschnitte und günstigere Sätze, der Winter taugt für Spaziergänge, den Weihnachtsmarkt und einen Nachmittag im Wellenbad.
Häufige Fragen zu Eckernförde
Was kostet die Kurabgabe in Eckernförde?
Sie beträgt 3,00 Euro je Person und Tag vom 1. April bis 15. Oktober und 2,00 Euro vom 16. Oktober bis 31. März. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen nichts. Enthalten ist die ostseecard mit freier Fahrt in den Stadtbussen.
Kostet der Strand in Eckernförde Eintritt?
Nein, der Zugang zum Strand ist ohne zusätzliche Gebühr möglich; Übernachtungsgäste zahlen die Kurabgabe. Strandkörbe kosten extra: 6,00 Euro für den Abendkorb, 80,00 Euro für die Woche. Gebucht wird über die BeachNow-App oder in der Tourist-Information.
Wie lang ist der Strand in Eckernförde?
Insgesamt rund vier Kilometer. Der Hauptstrand misst etwa drei Kilometer, der Südstrand etwa einen Kilometer, dazwischen liegt ein ausgewiesener Hundestrand.
Wo kann man in Eckernförde parken?
Das Parkhaus am Noor ist rund um die Uhr geöffnet und kostet 2,00 Euro je Stunde. Der Parkplatz Grüner Weg ist kostenfrei und 5 bis 10 Gehminuten vom Hauptstrand entfernt, am Rathaus sind die ersten 30 Minuten frei. An den Strandparkplätzen werden 2,00 Euro je Stunde über die easypark-App fällig.
Wann ist Wochenmarkt in Eckernförde?
Mittwochs und samstags von 7:00 bis 13:00 Uhr auf Rathausmarkt und Kirchplatz mit rund 40 Ständen. Dienstags gibt es zusätzlich einen Markt auf dem Marktplatz im Wohngebiet Wilhelmsthal.
Was kostet das Meerwasser-Wellenbad?
Erwachsene ab 16 Jahren zahlen 6,00 Euro ohne und 7,50 Euro mit Wellenbetrieb, Kinder von 3 bis 15 Jahren 3,00 beziehungsweise 4,50 Euro. Die Sauna kostet 19,00 Euro, an Warmbadetagen kommen für Erwachsene 2,50 Euro Zuschlag dazu.
Was sich mit Eckernförde verbinden lässt
- Hüttener Berge mit dem Aschberg, 13 Kilometer: hügeliges Waldgebiet im Binnenland, gut für einen Wandertag abseits der Küste.
- Schleswig mit Schloss Gottorf, 18 Kilometer: Landesmuseen in der Schlossanlage an der Schlei.
- Wikinger Museum Haithabu bei Schleswig, 18 Kilometer: rekonstruierte Häuser am Ufer und Funde aus der Handelssiedlung.
- Ostseebäder Strande und Schwedeneck, 22 Kilometer: kleinere Strandorte an der Kieler Förde für einen Tapetenwechsel am Wasser.
- Kiel mit Innenhafen, 26 Kilometer: Landeshauptstadt mit Fördeschifffahrt, dazu das Ausflugslokal Seeburg in Kiel direkt an der Förde.
Angaben Stand September 2026. Quellen: ostseebad-eckernfoerde.de, Wikipedia/Wikidata, Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, Stadt Eckernförde. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
