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Der Eintritt kostet 9,00 Euro für Erwachsene ab 16 Jahren und 2,50 Euro für Kinder von 5 bis 15 Jahren, jüngere Kinder und Hunde zahlen nichts. Im Sommer öffnet die Kasse täglich um 9:00 Uhr, der letzte Einlass ist um 17:00 Uhr. Auf 1.600 Metern führt der Weg dann durch eine Felsschlucht im Oberstdorfer Ortsteil Tiefenbach, über Stege und Treppen dicht über dem Wasser der Breitach. Für den Rundweg von der Walserschanz nach Tiefenbach brauchen Sie 60 bis 90 Minuten und überwinden dabei rund 50 Gitterroststufen und etwa 100 Stufen aus Beton und Stein.
Planbar ist der Besuch damit, beliebig nicht: Ohne feste, knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle sollten Sie nicht starten, Kinderwagen und Buggys sind auch zusammengeklappt nicht zugelassen, und mit Rollstuhl oder Rollator ist der Weg nicht zu schaffen. Dafür bleibt die Schlucht fast das ganze Jahr begehbar, im Winter mit Eisvorhängen und zweimal in der Woche bei Fackelschein. Wie sich ein solcher Abstecher in eine längere Tour einfügt, zeigt die Übersicht zu Reisen in Deutschland.
Der Klammweg von der Walserschanz nach Tiefenbach
Zwei Zugänge führen in die Schlucht. Der untere beginnt am Eingangsgebäude in der Klammstraße 47 in 87561 Tiefenbach, direkt neben dem Parkplatz P1. Der obere Zustieg liegt an der Walserschanz an der Grenze zum Kleinwalsertal; vom Parkplatz P2 sind es rund 30 Minuten Fußweg bis zur oberen Kasse. Wer oben startet, geht mit dem Gefälle und kommt dort heraus, wo Kiosk und Toiletten stehen.
Für den Rundwanderweg von der Walserschanz nach Tiefenbach rechnen Sie mit 60 bis 90 Minuten, für denselben Weg hin und zurück besser mit zwei Stunden. Toiletten gibt es nur an den beiden Eingängen, nicht in der Klamm.
Essen und Trinken gibt es außerhalb der Schlucht: einen Kiosk am Haupteingang P1, einen Automatenkiosk am P2. Auf den Wanderrouten rundherum liegen die Alpe Dornach mit Restaurant und Spielplatz, die Alpe Hinterenge I mit Brotzeiten und Kuchen sowie die Alpe Hinterenge II, auch Müllers Alp genannt, rund eine Stunde Gehzeit ab P1. Mit Einkehr wird aus dem kurzen Klammweg ein halber Wandertag.

Der Zwing und der Schrattenkalk, den die Breitach freigelegt hat
Die engste Stelle trägt den alten Namen Zwing. Dort stehen Felswände von knapp 90 Metern Höhe stellenweise nur 2 Meter auseinander, und der Blick nach oben endet an einem schmalen Streifen Himmel. Insgesamt hat sich der Fluss rund 100 Meter tief in den Berg gesägt.
Das Gestein heißt Schrattenkalk, es entstand vor rund 125 Millionen Jahren und ist über 100 Meter mächtig. Das Bayerische Landesamt für Umwelt führt die Schlucht als eines der schönsten Geotope Bayerns, zusätzlich steht sie als Naturdenkmal unter Schutz. An den Wänden ist ablesbar, wie das Wasser die Schichten ausgewaschen und Überhänge stehen gelassen hat.

Auch die Tierwelt zeigt sich: Alpensalamander kriechen bei Regen auf den Weg. Sie sind langsam und leicht zu übersehen, ein Blick nach unten schadet dort nicht, wo der Kies feucht glänzt.

Wie ein Genossenschaftsverein die Schlucht ab 1904 begehbar machte
Betrieben wird die Klamm bis heute vom BREITACHKLAMMVEREIN eG, einer eingetragenen Genossenschaft, die 1904 gegründet wurde. Auf Betreiben des Pfarrers Johannes Schiebel begann die Erschließung am 25. Juli 1904, geplant vom Ingenieur Franz Xaver Ammann. Am 4. Juni 1905 war der Weg fertig, die Baukosten lagen bei 16.302 Mark. Heute kommen rund 300.000 Menschen im Jahr.
Dass der Weg noch steht, ist nicht selbstverständlich. Im September 1995 verschüttete ein Felssturz von rund 50.000 Kubikmetern die Schlucht, im März 1996 brach das aufgestaute Wasser durch. Beim Alpenhochwasser am 23. August 2005 stieg die Breitach auf einen Rekordwasserstand von 6,6 Metern. Daraus erklärt sich, warum die Klamm witterungs- oder ereignisbedingt jederzeit kurzfristig schließen kann.
Wie die Erschließung damals ablief und wie der Klammweg heute aussieht, zeigt ein Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks.
Schuhe, Leine und Kraxe: was der Weg verlangt
Der Untergrund wechselt zwischen Beton, Holz und Kies, er ist teils uneben, teils rutschig und an vielen Stellen eng; dazu kommen steilere Passagen und niedrige Felsvorsprünge, an denen große Menschen den Kopf einziehen. Feste, knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle sind deshalb keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Drohnen sind verboten.
Hunde dürfen kostenfrei mit, bleiben aber ganzjährig an der Leine; in der Klamm und im Walserbus wird zusätzlich ein Maulkorb empfohlen. Kotbeutel bringen Sie selbst mit, unterwegs gibt es keine.
Kinder, die schon selbst laufen, kommen gut durch. Kinderwagen und Buggys sind auch zusammengeklappt nicht zugelassen, erlaubt sind nur Kraxen; darin achten Sie auf die tiefen Felsvorsprünge.

Eisvorhänge im Winter und die Fackelwanderungen am Abend
Im Winter friert das Spritzwasser an den Wänden fest. In der unteren Klamm bilden sich Eisvorhänge, erstarrte Wasserfälle und Eiszapfen. Geöffnet ist dann ab 9:00 Uhr, der letzte Einlass ist schon um 16:00 Uhr, geschlossen wird um 16:30 Uhr. Kommt Schnee dazu oder wächst das Eis zu stark, bleibt die Klamm zu.
Zwischen Weihnachten und etwa Mitte oder Ende Februar führt der Verein dienstags und freitags ab 19:00 Uhr Fackelwanderungen durch die untere Klamm. Start ist das Eingangsgebäude Tiefenbach, die Runde dauert 1 bis 1,5 Stunden auf rund 2 Kilometern, Erwachsene zahlen 14,00 Euro inklusive Fackel, Kinder von 5 bis 15 Jahren 6,00 Euro. Gebucht wird nur online; ob der Abend stattfindet, entscheidet sich am Veranstaltungstag um 10 Uhr. Gruppen buchen eine eigene Runde ab 250,00 Euro Grundpreis.
Das Saisonende liegt am Sonntag nach den bayerischen Herbstferien. Im November ist werktags wegen Reparaturarbeiten geschlossen, an Wochenenden sind Sonderöffnungen möglich, und auch im Frühjahr gibt es Schließzeiten. Wer den Besuch in die bunte Jahreszeit legen will, findet weitere Ausflugsziele im Herbst in unserer Übersicht.
Parken, Busse und die Kassenzeiten in Tiefenbach
Am P1 in Tiefenbach kostet der Pkw 5,00 Euro je Tag, das Motorrad 2,00 Euro und das Wohnmobil 8,00 Euro, für Wohnmobile gilt ein Nachtparkverbot. Am P2 zahlen Sie 5,00 Euro je Pkw. An beiden Parkplätzen und an der oberen Kasse wird nur Bargeld angenommen; ein Parkleitsystem an der B 19 zeigt, welcher Platz frei ist.
Mit dem Auto fahren Sie von Oberstdorf Richtung Fischen und biegen nach dem Kreisverkehr am Geiger-Gebäude links nach Tiefenbach ab; zum P2 geht es im selben Kreisverkehr auf die B 19 Richtung Kleinwalsertal, dann rund 10 Minuten weiter. Ohne Auto nehmen Sie die Bahn bis Oberstdorf und dort die Buslinie 44 zum P1 oder die Linie 1, den Walserbus, zur Walserschanz; mit dem GUT-Ticket ist die Fahrt kostenfrei. Sportlich geht es mit den Radwegen im Allgäu weiter.
Bei den Zeiten lohnt ein zweiter Blick: Die obere Klamm öffnet erst gegen 9:15 Uhr, die obere Kasse schließt schon um 16:45 Uhr, während die untere Klamm im Sommer bis 17:30 Uhr offen bleibt. Tickets gibt es vorab online, ohne Ausdruck und ohne Zeitfenster, gültig nur für den gebuchten Tag; im Sommer etwa 4 bis 5 Tage im Voraus, im Winter 1 bis 2 Tage. An schönen Sommertagen und in den Ferien ist der Andrang hoch, am frühen Vormittag geht es ruhiger zu. Ob heute geöffnet ist, steht tagesaktuell beim Betreiber.
Für wen sich die Breitachklamm lohnt
Am meisten holen Wanderer heraus, die eine kurze, aber trittsichere Strecke suchen und festes Schuhwerk dabeihaben: In gut anderthalb bis zwei Stunden sehen Sie eine Schlucht, wie sie in dieser Enge selten begehbar ist, und können den Weg nach oben oder unten verlängern. Familien mit Kindern, die selbst laufen, fahren preislich gut: 2,50 Euro ab 5 Jahren, darunter frei. Und für Fotografie ist die Klamm dankbar, weil Fels, Wasser und Licht auf engem Raum zusammenkommen; im Winter kommen Eisformen dazu, bei der Fackelwanderung die Abendstimmung.
Weniger geeignet ist der Besuch für alle, die auf rollende Hilfsmittel angewiesen sind. Mit Rollstuhl oder Rollator ist der Weg nicht möglich, Kinderwagen und Buggys bleiben draußen. Auch wer Ruhe sucht, sollte die Ferienzeiten und die Mittagsstunden meiden. Wellness, Kultur oder Programm für Regentage bietet die Klamm nicht, sie ist ein reiner Outdoor-Weg, und im Frühjahr sowie im November an Werktagen bleibt sie ohnehin geschlossen.
Am besten passt ein Besuch in den Sommer, wenn die Alpen ringsum geöffnet haben, oder in den Winter, wenn das Eis steht. Der Herbst funktioniert bis zum Saisonende, das Frühjahr ist die schwächste Zeit. Wer mehr in dieser Richtung sucht, wird bei unseren Zielen zu Natur und Wandern fündig.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt in die Breitachklamm?
Ab 16 Jahren kostet der Eintritt 9,00 Euro. Für Kinder zwischen 5 und 15 Jahren sind es 2,50 Euro, jüngere kommen frei hinein. Gruppen ab 10 Personen, Gäste mit Allgäu-Walser-Pass und Erwachsene mit Schwerbehindertenausweis zahlen 8,50 Euro, Kinder mit diesem Pass 2,00 Euro.
Hunde sind kostenfrei, dazu kommt das Parken mit 5,00 Euro je Pkw und Tag.
Wann hat die Breitachklamm geöffnet?
Im Sommer täglich ab 9:00 Uhr mit letztem Einlass um 17:00 Uhr, die untere Klamm schließt um 17:30 Uhr. Im Winter beginnt der Betrieb ebenfalls um 9:00 Uhr, der letzte Einlass ist um 16:00 Uhr, Schluss um 16:30 Uhr.
Im November ist werktags geschlossen, an Wochenenden sind Sonderöffnungen möglich; auch im Frühjahr gibt es Schließzeiten.
Wie lange dauert der Weg durch die Breitachklamm?
Der Klammweg misst rund 1.600 Meter. Für den Rundwanderweg von der Walserschanz bis Tiefenbach planen Sie 60 bis 90 Minuten ein, für Hin- und Rückweg auf derselben Strecke etwa zwei Stunden. Unterwegs liegen rund 50 Gitterroststufen und etwa 100 Stufen aus Beton und Stein.
Ist die Breitachklamm mit Kinderwagen oder Rollstuhl möglich?
Nein. Kinderwagen und Buggys sind auch zusammengeklappt nicht zugelassen, mit Rollstuhl oder Rollator ist ein Besuch nicht möglich. Erlaubt sind Kraxen, achten Sie darin auf niedrige Felsvorsprünge.
Sind Hunde in der Breitachklamm erlaubt?
Ja, kostenfrei und ganzjährig an der Leine. In der Klamm und im Walserbus wird ein Maulkorb empfohlen, in den Bussen des Kleinwalsertals und auf der Linie 1 gelten Leinen- und Maulkorbpflicht. Kotbeutel bringen Sie bitte selbst mit.
Wie kommt man zur Breitachklamm und wo parkt man?
Die Adresse lautet Klammstraße 47, 87561 Tiefenbach bei Oberstdorf. Der Parkplatz P1 liegt direkt am Haupteingang, vom P2 an der Walserschanz sind es rund 30 Minuten Fußweg zur oberen Kasse.
Ohne Auto fahren Sie mit der Bahn bis Oberstdorf und weiter mit der Buslinie 44 oder der Linie 1. An beiden Parkplätzen wird nur bar bezahlt.
Was sich mit der Breitachklamm verbinden lässt
- Oberstdorf, rund 4 Kilometer entfernt: Ausgangsort für Bahnanreise, Busse und Unterkünfte, Informationen dazu beim örtlichen Tourismusbüro.
- Söllereck mit Söllereckbahn, rund 2 Kilometer entfernt: Bergbahn mit Wanderwegen, die sich gut an einen Vormittag in der Klamm anschließt.
- Riezlern im Kleinwalsertal, rund 5,5 Kilometer entfernt: erster Ort hinter der Grenze, erreichbar mit dem Walserbus vom P2.
- Sturmannshöhle Obermaiselstein, rund 5,7 Kilometer entfernt: Schauhöhle als zweites Ziel unter Tage für denselben Tag.
- Nebelhorn, rund 8,6 Kilometer entfernt: Gipfelziel über Oberstdorf, weitere Anregungen für die Region gibt der Tourismusverband Allgäu.
Angaben Stand September 2026. Quellen: breitachklamm.com, Wikipedia/Wikidata, BREITACHKLAMMVEREIN eG (Betreiber), Tourismus Oberstdorf. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
