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Die Badeplätze am Walchensee kosten keinen Eintritt, das Parken dagegen schon: 1,00 Euro je angefangene halbe Stunde, 8,00 Euro für das Tagesticket, kassiert wird täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr. Der See liegt rund 80 Kilometer südlich von München auf 800,8 Metern Höhe, misst 16,3 Quadratkilometer und fällt an der tiefsten Stelle auf 189,5 Meter ab. Im Sommer erreicht das Wasser 17 bis 22 Grad, im Frühjahr und im Herbst 10 bis 16 Grad. Für einen Badeplatz, ein Stück Uferweg und die Auffahrt mit der Herzogstandbahn sollten Sie einen ganzen Tag einplanen.
Das Ufer misst 27 Kilometer und ist fast durchgehend begehbar, sechs Badeplätze verteilen sich darauf, vom Kiesstrand auf der Halbinsel Zwergern bis zur Surfer-Wiese. Motorboote sind auf dem Wasser verboten, entsprechend ruhig bleibt der See auch an vollen Tagen. Gebadet wird ohne Aufsicht, Feuer, Grillen und Campieren sind untersagt. Wer ohne Auto kommt, fährt mit der Bahn über Tutzing nach Kochel am See und steigt dort in den RVO-Bus 9608 Richtung Garmisch-Partenkirchen um. Vergleichbare Ziele für Wanderungen und Tage am Wasser sammelt unsere Themenseite Natur und Wandern.
Ein Alpensee mit 189,5 Metern Tiefe und einem Kraftwerk am Ufer
Mit 16,3 Quadratkilometern Fläche, also rund 1.627 Hektar, gehört der See zu den größten der Bayerischen Voralpen, und er ist vor allem tief: 189,5 Meter an der tiefsten Stelle, im Mittel immer noch 80,8 Meter. Daraus ergeben sich 1.324 Millionen Kubikmeter Wasser in einem Becken von rund 5 Kilometern Länge und bis zu 4 Kilometern Breite. Diese Wassermasse erwärmt sich langsam, weshalb selbst im Hochsommer selten mehr als 22 Grad erreicht werden.
Am See hängt ein Kraftwerk: Das Walchenseekraftwerk arbeitet seit 1924 und nutzt rund 200 Meter Höhenunterschied zum tiefer gelegenen Kochelsee, über sechs Druckrohrleitungen den Hang hinunter. Gespeist wird der See unter anderem von der Obernach sowie von Rißbach- und Isarwasser, das über Stollen hereinkommt; natürlich abfließen kann er über die Jachen. Zahlen zur Bau- und Betriebsgeschichte führt der Wikipedia-Artikel zum Walchensee auf.
Mitten im Becken liegt die Insel Sassau, 2,9 Hektar groß, 367 Meter lang und 12 Meter über dem Wasserspiegel. Sie ist Naturschutzgebiet und damit kein Ausflugsziel für Badegäste. See- und Inselfläche gehören dem Freistaat Bayern und werden von den Bayerischen Staatsforsten verwaltet, während die Gemeinde Kochel am See die touristische Betreuung übernimmt.
Sechs Badeplätze am Ufer und was sie unterscheidet

Der bequemste Einstieg ins Wasser liegt in Einsiedl: flacher Kiesstrand, Parkplatz daneben, dazu Boot-, Kanu-, SUP- und Fahrradverleih sowie ein Kiosk. Ähnlich flach geht es an der Halbinsel Zwergern ins Wasser, ebenfalls über Kies. Am Maibaum gibt es einen Ruder- und Tretbootverleih, aber nur wenige Stellplätze. Die Surfer-Wiese ist der am besten ausgestattete Platz mit kostenpflichtigem Parken, Mobil-Toiletten, Verleih und Kiosk. Ruhiger sind das Südufer entlang der Mautstraße und das Nordost-Ufer bei Urfeld.
Eintritt kostet keiner dieser Plätze. Dafür fehlt fast überall, was ein Freibad bietet: Badeaufsicht gibt es nirgends, WC-Anlagen, Duschen und Gastronomie fehlen an den meisten Plätzen; einen Kiosk gibt es an der Surfer-Wiese und in Einsiedl, Mobil-Toiletten an der Surfer-Wiese. Wer im Frühjahr oder Herbst kommt, trifft auf 10 bis 16 Grad Wassertemperatur, im Sommer sind es 17 bis 22 Grad. Die Übersicht über alle Badeplätze führt die Tourist Information im Zwei-Seen-Land fest.
Wie sich Seebecken, Ortschaften und die Berge ringsum zueinander verhalten, zeigt der Imagefilm der Tourist Information Kochel am See mit Aufnahmen von Walchensee, Kochelsee und Herzogstand.
Feuer, Motorboote, Hunde: was am Wasser gilt

Auf dem See gilt ein Motorbootverbot, gepflegt wird das Gewässer als Landschaftsschutzgebiet. Am Ufer sind Feuer, Grillen und Campieren verboten, und zwar an allen Badeplätzen. Hunde dürfen weder an die Badestrände noch ins Wasser; mitfahren dürfen sie dagegen in der Herzogstandbahn, für 5,00 Euro bei Berg- und Talfahrt oder 3,00 Euro bei der Einzelfahrt. Wer mit Hund unterwegs ist, weicht also auf die Uferwege abseits der Strände aus.
Mit der Herzogstandbahn in vier Minuten zum Fahrenberg

Die Herzogstandbahn ist eine Pendelbahn und fährt vom Ort Walchensee zur Bergstation am Fahrenberg, Fahrzeit rund vier Minuten je Richtung. Im Sommerbetrieb läuft sie täglich von 9:00 bis 17:15 Uhr, die letzte Bergfahrt startet um 17:00 Uhr; verbindlich sind immer die an der Talstation ausgehängten Zeiten. Oben bewirtet ein Bergrestaurant, dienstags bleibt es geschlossen. Von der Bergstation führt der Weg weiter auf den Grat zwischen Herzogstand und Heimgarten.
Berg- und Talfahrt kosten Erwachsene 21,00 Euro, mit der digitalen Gästekarte der Gemeinde Kochel am See 20,00 Euro. Kinder von 6 bis 15 Jahren zahlen 6,00 Euro, unter 6 Jahren ist die Fahrt frei. Senioren ab 60 Jahren und Gruppen ab 15 Personen zahlen je 19,00 Euro, mit Gästekarte 18,00 Euro, Menschen mit Behinderung ab einem GdB von 50 kommen für 14,00 Euro hinauf. Die Einzelfahrt liegt bei 12,00 Euro für Erwachsene und 4,00 Euro für Kinder, eine 10er-Punktekarte bei 90,00 Euro. Im Winter kostet der Tagesskipass ab 9:00 Uhr 24,00 Euro, für Kinder 18,50 Euro.
Bei der Mitnahme ist die Bahn streng: Fahrräder, Fahrradanhänger, große Kinderwagen, Drohnen, Gleitschirme und Drachen bleiben unten, Rollstühle und zusammengeklappte Buggys dürfen mit. Der Privatparkplatz an der Talstation kostet 7,00 Euro je Fahrzeug. Aktuelle Betriebszeiten stehen bei der Herzogstandbahn.
Windsurfen, SUP und Tauchen: wo welcher Sport erlaubt ist
Surfen ist nicht überall zulässig. Ausdrücklich erlaubt ist es an der Surfer-Wiese, am Maibaum und an der Halbinsel Zwergern dagegen verboten. Kurse für SUP, Windsurfen und Wingfoil werden in Urfeld und beim Windsurfcenter angeboten. Wer taucht, findet Plätze wie die Galerie, den Steinbruch und den Bootssteg Urfeld; die Tiefe des Sees und die niedrigen Temperaturen setzen dabei die Maßstäbe für Ausrüstung und Erfahrung. Weil Motorboote fehlen, teilen sich Surfbretter, Ruderboote und Schwimmer die Fläche ohne Motorenlärm.
Anfahrt über Kochel, Parkgebühren und der Andrang an Sommerwochenenden
Aus München führt die A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen bis zur Ausfahrt Kochel am See, weiter geht es über die B11 an den See. Aus Innsbruck fahren Sie über die B2 via Mittenwald und Wallgau, aus Füssen mautfrei über die B179 via Reutte, Garmisch-Partenkirchen und Wallgau. Ohne Auto bleibt die Kombination aus Bahn bis Kochel am See und RVO-Bus 9608 bis zur Haltestelle Walchensee-Herzogstandbahn.
Das Parken ist geregelt: 24 von über 40 Parkflächen im Gemeindegebiet sind gebührenpflichtig, kassiert wird täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr, sofern vor Ort nichts anderes ausgeschildert ist. Kurzparken kostet 1,00 Euro je angefangene halbe Stunde, ab 4 Stunden greift das Tagesticket für 8,00 Euro. Am Parkplatz der Tourist Information Walchensee stehen maximal 2 Stunden kostenfrei zur Verfügung, angemeldete Elektrofahrzeuge parken seit dem 1. April 2025 die ersten 180 Minuten gebührenfrei. Die Regeln im Detail führt die Gemeinde Kochel am See auf. Dazu kommt seit dem 1. Januar 2025 ein Tageskurbeitrag von 1,00 Euro ab 16 Jahren, erhoben dort, wo Tagesgäste gezielt touristische Einrichtungen nutzen; öffentliche Wanderwege bleiben frei.
An sonnigen Sommerwochenenden ist der Andrang hoch und die Parkflächen sind früh belegt, weshalb eine frühe Anfahrt oder der Bus die ruhigere Wahl ist. Bei Dauerregen bleibt am See wenig übrig, weil Ufer, Wege und Bahn komplett im Freien liegen; als Ersatzprogramm bieten sich dann Städte an, wie sie unsere Übersicht zu Städtetrips in Bayern vorstellt.
Für wen sich der Walchensee lohnt
Am meisten holen Wassersportler heraus. Windsurfen, Wingfoil, SUP und Tauchen sind hier nicht Beiwerk, sondern der Kern des Angebots, mit festen Kursstandorten in Urfeld und Tauchplätzen wie Galerie und Steinbruch. Für Bergwanderer verkürzt die Herzogstandbahn den Aufstieg erheblich und gibt den Grat zwischen Herzogstand und Heimgarten als Tagesziel frei. Und wer schlicht kostenlos im klaren Wasser baden will, findet mit Einsiedl und der Halbinsel Zwergern flache Kiesstrände ohne Kasse und ohne Freibadbetrieb.
Weniger passend ist der See für alle, die mit Hund ans Wasser wollen: An den Badestränden und im Wasser sind Hunde nicht erlaubt. Wer Komfort erwartet, sollte die Erwartungen ebenfalls senken, denn die meisten Badeplätze haben weder WC-Anlagen noch Duschen oder Gastronomie, und eine Badeaufsicht gibt es nirgends. Auch günstig ist der Tag nur, solange das Auto stehen bleibt: 8,00 Euro Tagesticket, an der Talstation 7,00 Euro je Fahrzeug, dazu 21,00 Euro für die Bergbahn summieren sich für eine Familie spürbar.
Die beste Zeit ist der Sommer, wenn das Wasser 17 bis 22 Grad erreicht; Frühjahr und Herbst sind mit 10 bis 16 Grad eher etwas für Wanderer und für ruhige Uferstunden. Im Winter bleibt vor allem die Bahn mit dem Skibetrieb am Berg, der See selbst tritt dann in den Hintergrund.
Häufige Fragen zum Walchensee
Was kostet Parken am Walchensee?
Kurzparken kostet 1,00 Euro je angefangene halbe Stunde, das Tagesticket für 4 bis 24 Stunden 8,00 Euro. Gebührenpflichtig ist täglich die Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr.
Der Privatparkplatz an der Talstation der Herzogstandbahn kostet 7,00 Euro je Fahrzeug. Angemeldete Elektrofahrzeuge stehen die ersten 180 Minuten frei.
Kann man im Walchensee baden und kostet das Eintritt?
Baden ist erlaubt und kostenlos, alle Badeplätze sind frei zugänglich: Surfer-Wiese, Maibaum, Halbinsel Zwergern, Einsiedl, das Südufer an der Mautstraße und das Nordost-Ufer bei Urfeld.
Eine Badeaufsicht gibt es nicht, WC-Anlagen, Duschen und Gastronomie fehlen an den meisten Plätzen. Im Sommer liegt die Wassertemperatur bei 17 bis 22 Grad.
Was kostet die Herzogstandbahn?
Berg- und Talfahrt kosten Erwachsene 21,00 Euro, mit Gästekarte 20,00 Euro. Kinder von 6 bis 15 Jahren zahlen 6,00 Euro, unter 6 Jahren fahren sie frei, die Einzelfahrt für Erwachsene kostet 12,00 Euro.
Im Sommer fährt die Bahn täglich von 9:00 bis 17:15 Uhr, die letzte Bergfahrt geht um 17:00 Uhr.
Wie tief ist der Walchensee?
Maximal 189,5 Meter, im Mittel 80,8 Meter. Die Fläche beträgt 16,3 Quadratkilometer, das Ufer misst 27 Kilometer, der Wasserspiegel liegt auf 800,8 Metern Höhe.
Im Becken stehen 1.324 Millionen Kubikmeter Wasser.
Wie kommt man ohne Auto an den Walchensee?
Mit der Bahn über Tutzing nach Kochel am See und weiter mit dem RVO-Bus 9608 in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Für die Bergbahn steigen Sie an der Haltestelle Walchensee-Herzogstandbahn aus.
Was sich mit dem Walchensee verbinden lässt

Der See füllt einen ganzen Tag, liegt aber mitten in einer Reihe weiterer Ziele. Diese fünf bieten sich als Fortsetzung an:
- Herzogstand, 3 Kilometer entfernt: der Hausberg über dem Nordufer, mit der Bahn und einem Gratweg als Halbtagesprogramm.
- Kochelsee und Walchenseekraftwerk in Kochel am See, 7 Kilometer: der flachere Nachbarsee und das Kraftwerk am Ende der Druckrohrleitungen.
- Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen, 22 Kilometer: die Schlucht der Partnach, gut als Programm an einem kühleren Tag.
- Eibsee, 31 Kilometer: der Bergsee am Fuß der Zugspitze, mit Rundweg am Ufer.
- Zugspitze, 33 Kilometer: der höchste Berg Deutschlands, eher ein eigener Tag als eine Anschlussstation.
Weitere Ziele in Bayern und den übrigen Bundesländern finden Sie in unserer Übersicht zum Reisen in Deutschland.
Angaben Stand September 2026. Quellen: zwei-seen-land.de, Wikipedia/Wikidata, Zwei-Seen-Land, Tourist Information Kochel am See, Gemeinde Kochel am See, Parkraumkonzept. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
