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Das Gelände der XX. Olympischen Spiele von 1972 im Münchner Norden betreten Sie ohne Ticket: Parkwege, Olympiaberg und die Ufer des Olympiasees sind frei zugänglich, feste Öffnungszeiten hat das Außengelände nicht. Bezahlt wird nur, was hinter Türen liegt, also Führungen, die Olympia-Schwimmhalle, SEA LIFE und Veranstaltungen. Für einen Rundgang über Olympiaberg, Olympiasee und den Zeltdachbereich sollten Sie drei bis vier Stunden einplanen. Die Adresse lautet Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München, betrieben wird das Areal von der Olympiapark München GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Landeshauptstadt.
Für die Planung wichtiger als jede Sehenswürdigkeitenliste ist der Bauzustand. Der Olympiaturm ist seit dem 1. Juni 2024 wegen Sanierung gesperrt, Besucher sollen ihn voraussichtlich ab Oktober 2027 wieder betreten können. Das Olympiastadion ist seit Oktober 2025 geschlossen, die Wiederöffnung ist für den Sommer 2028 vorgesehen, die endgültige Fertigstellung für April 2029. Seit September 2026 wird zusätzlich das Zeltdach saniert. Der Park selbst bleibt offen, aber zwei der drei Bauwerke, wegen derer viele Gäste kommen, sehen Sie derzeit nur von außen.
Was vom Olympiagelände der Spiele 1972 heute noch steht
Auf rund 160 Hektar steht die Anlage, die Behnisch & Partner zusammen mit Frei Otto nach der Leitidee olympischer Spiele im Grünen entworfen haben: keine abgeschlossene Sportstadt, sondern ein Park, durch den Wege laufen und in dem die Bauten wie Landschaftsteile liegen. Genau das macht den Besuch heute aus, denn zwischen den großen Veranstaltungsstätten bewegen Sie sich auf einer öffentlichen Grünfläche.
Das verbindende Element ist das Zeltdach: 74.800 Quadratmeter lichtdurchlässiges Plexiglas hängen an 58 Stahlmasten und spannen sich über Stadion, Olympiahalle und Schwimmhalle. Aus der Nähe sehen Sie die Seilnetze und die Verankerungen im Boden, aus der Ferne ordnet die Konstruktion das gesamte Gelände. Darunter fassen das Olympiastadion 77.337 und die Olympiahalle 15.273 Plätze.

Der zweite prägende Bauteil besteht aus Erde. Der Olympiaberg wurde aus Kriegstrümmern aufgeschüttet und erhebt sich 60 Meter über das Umland, 565,1 Meter über Normalnull. Zwischen Berg und Dach liegt der Olympiasee: 8,6 Hektar Wasserfläche, 1.120 Meter lang, an der breitesten Stelle 223 Meter, am Ufer das Theatron als Freiluftbühne. Der Olympiaturm wiederum ist älter als die Spiele, er entstand von 1965 bis 1968 und wurde am 22. Februar 1968 eröffnet; mit 291,28 Metern ist er die weithin sichtbare Landmarke im Münchner Stadtbild.
Führungen durch Stadion und Anlage: Preise, Dauer und aktueller Stand
Die Innenbereiche von Stadion und OlympiaLobby sind nur mit Führung zugänglich, auf eigene Faust kommen Sie dort nicht hinein. Die StadionTour mit OlympiaLobby dauert rund 60 Minuten, Treffpunkt ist die Kasse Nord am Olympiastadion, geführt wird auf Deutsch und Englisch, für Gruppen auf Anfrage auch auf Französisch. Der Betreiberpreis liegt bei 6,00 Euro für Erwachsene und 4,00 Euro für Kinder, Schüler und Studierende mit Ausweis; Gruppen ab 20 Personen zahlen 4,00 Euro je Person bei einer Mindestpauschale von 80,00 Euro.
Solange das Stadion saniert wird, ist genau diese Tour nicht buchbar. Ersatzweise stehen die Waldi-Tour und die Architektur-Tour im Programm, die über das Gelände statt durch die Innenräume führen. Wer wegen einer Stadionführung anreist, prüft das Angebot deshalb besser vorab bei der Olympiapark München GmbH, denn der Tourplan ändert sich mit dem Baufortschritt.

Wie das Gelände zwischen Konzerten, Sportterminen und Alltagsbetrieb aussieht, zeigt der Jahresrückblick auf dem Kanal des Betreibers mit Aufnahmen von Zeltdach, See und Veranstaltungsflächen.
Olympiaberg: der Aussichtspunkt, der nichts kostet
Weil der Turm geschlossen ist, bleibt der Olympiaberg der Höhenpunkt, auf den Sie ohne Ticket kommen. Vom Seeufer führen geschwungene Wege und Treppen auf die Kuppe, die 60 Höhenmeter sind ohne Ausrüstung zu schaffen, verlangen aber ein Stück Steigung. Oben blicken Sie auf das Zeltdach und den See, dahinter auf die Münchner Hochhäuser, und bei Föhn steht die Alpenkette scharf am Horizont.
Der Zugang zum Berg ist unabhängig von Veranstaltungen frei und kostet nichts; eine Sicht in das Stadion gibt es von dort nicht. Wer Zeltdach und See auf ein Bild bringen will, findet auf der Kuppe die passende Höhe dafür.

Schwimmhalle, Biergarten und das Veranstaltungsjahr
Die Olympia-Schwimmhalle unter dem Zeltdach ist der Teil der Anlage, der im Alltag durchgehend in Betrieb ist: fünf Becken, darunter das 50-Meter-Hallenbecken, Sprungtürme mit 3, 5 und 10 Metern, ein Planschbereich für kleine Kinder sowie Sauna und Fitnessbereich. Wartungsfenster gibt es regelmäßig, zuletzt war die Halle wegen Revisions- und Reinigungsarbeiten von Montag, 24. August 2026, bis Montag, 14. September 2026, geschlossen. Ein Blick auf die Betreiberseite vor der Anreise erspart hier den Umweg.
Zur Verpflegung gibt es im Park das Restaurant am Olympiasee, das Restaurant Coubertin, das DECK21 auf der Dachterrasse und das Olympia Parkcafé. Der Biergarten am Hans-Jochen-Vogel-Platz öffnet von April bis Oktober bei passendem Wetter ab 11:30 Uhr. Das Restaurant 181 im Olympiaturm bleibt während der Turmsanierung zu. Wer den Abend in der Innenstadt ausklingen lassen will, ist vom Olympiazentrum in wenigen Stationen am Marienplatz und damit auch in der Nähe vom Hofbräuhaus München.
Über das Jahr verteilt kommen rund 4 Millionen Menschen auf das Gelände. Wiederkehrende Eigenveranstaltungen sind das Sommerfestival im Olympiapark, der Sommernachtstraum, das MASH Actionsport-Festival und das Osterfest. An diesen Tagen ist der Park voll, Parkplätze sind dann früh belegt und einzelne Flächen abgesperrt.
Die Sanierung im Zeitplan: Zeltdach, Turm und Stadion
Die größte Maßnahme betrifft das Dach. Seit September 2026 werden rund 78.700 Quadratmeter Plexiglasplatten ausgetauscht, das Projektvolumen liegt bei 298,4 Millionen Euro. Am Turm ist auch das Atrium betroffen, es ist seit Juni 2024 geschlossen, die Wiederöffnung war für Ende Mai 2026 geplant. Die Aussichtsplattformen des Turms liegen bei rund 190 Metern und bleiben bis zur Freigabe für Besucher ohne Zugang.
Fertig wird das alles nicht auf einmal: Der Turm ist für Oktober 2027 avisiert, das Stadion für den Sommer 2028, die Restarbeiten reichen bis April 2029. Den Stand der einzelnen Bauabschnitte dokumentieren die Stadtwerke München. Für den Besuch heißt das: Das Gelände funktioniert, die Innenräume nicht.
Anfahrt, Parken und Wege im Park
Am schnellsten sind Sie mit der U3 Richtung Moosach an der Station Olympiazentrum, von dort sind es rund 10 Minuten Fußweg. Näher liegen die Trambahnen: Linie 20 und 21 halten am Olympiapark West, Linie 27 am Petuelring, jeweils rund 5 Minuten zu Fuß. Der Bus 144 fährt bis an den Spiridon-Louis-Ring, den Olympiasee und den Olympiaberg, die Linie 173 bedient Olympiazentrum, Olympia-Eissportzentrum und Petuelring, die Linien 177 und 178 halten am Petuelring. Aus dem Umland kommen Sie mit der S1 bis Moosach oder mit der S8 über den Marienplatz und steigen dort auf die U3 um.
Mit dem Auto führt die Zufahrt vom Mittleren Ring an der Landshuter Allee über den Sapporobogen direkt in die Parkharfe, nicht durch das Wohngebiet. Dort kostet der Stellplatz 10,00 Euro je Tag für Pkw und 30,00 Euro für Wohnmobile. Das Parkdeck am Olympiaturm verlangt 5,00 Euro je Stunde und hat sechs Behindertenstellplätze, der Parkplatz am Olympia-Actionsportzentrum ebenfalls 5,00 Euro je Stunde, Busse zahlen dort 10,00 Euro je 60 Minuten bei fünf freien Anfangsminuten. Der Betreiber weist auf die begrenzte Zahl der Stellplätze hin und empfiehlt öffentliche Verkehrsmittel oder Park and Ride.
Auf dem Gelände helfen ausgeschilderte what3words-Adressen zu Parkplätzen, Toiletten und Shops weiter, dazu gibt es einen Lageplan zum Download und eine Webcam, mit der sich Wetter und Andrang vorab einschätzen lassen. Die Hauptwege sind befestigt und breit, der Olympiaberg dagegen nur über Steigungen erreichbar. Hunde führen Sie in der Grünanlage an der kurzen Leine auf den Wegen; Kinderspielplätze, die mit grünen Pollern markierten Spiel- und Liegewiesen sowie Zieranlagen sind gesperrt, in Stadion, Hallen und Turm ist das Mitführen von Tieren nicht erlaubt. Weitere Hinweise zum Besuch sammelt auch München Tourismus.
Für wen sich der Olympiapark München lohnt
Am meisten holen Architektur- und Sportgeschichtsinteressierte heraus, die das Gelände der Spiele von 1972 im Original sehen wollen: Zeltdach, Berg, See und Theatron ergeben auch ohne einen einzigen Innenraum einen vollen halben Tag. Ebenso passt der Park für Familien, Läufer und Radfahrer, die eine große frei zugängliche Fläche mit befestigten Wegen suchen, und für Konzertbesucher, die den Termin mit einem Rundgang verbinden. Als Baustein eines Städtetrips in Bayern braucht das Gelände keinen eigenen Reisetag.
Weniger geeignet ist der Besuch für alle, die wegen der Turmaussicht kommen: Der Olympiaturm bleibt voraussichtlich bis Oktober 2027 geschlossen. Auch wer eine Stadionführung buchen möchte, kommt derzeit nicht weiter, weil das Stadion bis voraussichtlich Sommer 2028 saniert wird. Bei Dauerregen bleibt wenig übrig, denn fast alles spielt sich im Außengelände ab; als Ausweichziel taugt dann die Schwimmhalle, sofern kein Wartungsfenster ansteht.
Zeitlich sind Frühjahr und Sommer die beste Wahl, weil Biergarten, Veranstaltungen und lange Abende zusammenkommen. Der Herbst funktioniert an klaren Föhntagen wegen der Fernsicht, der Winter ist die schwächste Zeit: Die Wege sind ungeschützt, und ohne Veranstaltung wirkt das Gelände leer. Weitere Ziele in ganz Deutschland finden Sie in der Übersicht Reisen in Deutschland.
Häufige Fragen
Kostet der Olympiapark München Eintritt?
Nein, das Parkgelände, der Olympiaberg und die Wege am Olympiasee sind frei zugänglich. Eintritt fällt nur für Führungen, die Schwimmhalle, SEA LIFE und Veranstaltungen an. Das Parken kostet in jedem Fall extra, in der Parkharfe etwa 10,00 Euro je Tag.
Ist der Olympiaturm geöffnet?
Nein. Der Turm ist seit dem 1. Juni 2024 wegen der Sanierung geschlossen, die Wiederöffnung für Besucher ist voraussichtlich ab Oktober 2027 vorgesehen. Er misst 291 Meter, die Aussichtsplattformen liegen bei rund 190 Metern.
Wie kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Olympiapark?
Mit der U3 Richtung Moosach bis Olympiazentrum, von dort rund 10 Minuten zu Fuß. Etwas kürzer ist der Weg von den Tramhaltestellen der Linien 20 und 21 am Olympiapark West mit rund 5 Minuten. Der Bus 144 hält direkt am Olympiasee und am Olympiaberg.
Wo kann man am Olympiapark parken und was kostet es?
Die Parkharfe kostet 10,00 Euro je Tag für Pkw und 30,00 Euro für Wohnmobile. Das Parkdeck am Olympiaturm und der Parkplatz am Actionsportzentrum verlangen je 5,00 Euro je Stunde. Der Betreiber weist auf die begrenzte Stellplatzzahl hin, an Veranstaltungstagen sind die Flächen früh belegt.
Kann man das Olympiastadion besichtigen?
Derzeit nicht. Das Stadion ist seit Oktober 2025 wegen der Sanierung geschlossen, die StadionTour ist nicht buchbar. Angeboten werden stattdessen die Waldi-Tour und die Architektur-Tour über das Gelände. Die Wiederöffnung des Stadions ist für den Sommer 2028 geplant.
Was sich mit dem Olympiapark verbinden lässt
Der Park liegt so, dass sich der Besuch ohne große Wege mit anderen Zielen im Münchner Norden koppeln lässt:
- BMW Welt und BMW Museum, rund 1 Kilometer: Ausstellungsgebäude und Museum des Autoherstellers, vom Park aus zu Fuß erreichbar.
- Schloss Nymphenburg, rund 4 Kilometer: Schlossanlage mit Park als ruhiger Gegenpol zum Veranstaltungsgelände.
- Englischer Garten in München, rund 4 Kilometer: der zweite große Park der Stadt, gut für einen langen Spaziergang am selben Tag.
- Allianz Arena, rund 8 Kilometer: das heutige Fußballstadion der Stadt, als zweiter Termin an einem Spieltag denkbar.
- Tierpark Hellabrunn, rund 8 Kilometer: Zoo an der Isar, als ganzer Tag für Familien planbar.
Angaben Stand September 2026. Quellen: olympiapark.de, Wikipedia/Wikidata, Olympiapark München GmbH (Betreiber), München Tourismus. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
