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Die Zugspitze ist mit 2962 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg Deutschlands. Sie liegt im Wettersteingebirge, einem Teil der Nördlichen Kalkalpen, südlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Der Gipfelbereich verläuft genau auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Dank Zahnradbahn und Seilbahnen ist der höchste Punkt des Landes bequem erreichbar – für Bergsteiger bleibt er zugleich ein anspruchsvolles Ziel.
Deutschlands höchster Gipfel
Die Zugspitze hat drei Gipfel. Der höchste ist der Ostgipfel mit 2962 Metern; auf ihm steht das vergoldete Gipfelkreuz, das den höchsten Punkt Deutschlands seit 1851 markiert. Der Grenzverlauf zwischen Deutschland und Österreich zieht sich über den Berg, sodass der Gipfel von beiden Ländern aus erschlossen ist. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über die Alpen und bis in vier Länder: Neben Deutschland und Österreich sind auch Italien und die Schweiz zu erkennen. Am Gipfel befinden sich außerdem das Münchner Haus, eine Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins, und eine meteorologische Station.
Der Nördliche Schneeferner: Gletscher auf dem Zugspitzplatt
Unterhalb des Gipfels erstreckt sich das Zugspitzplatt, ein weites Hochkar. Hier liegt der Nördliche Schneeferner, einer der wenigen verbliebenen Gletscher Deutschlands. Wie andere Alpengletscher ist er in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Das Zugspitzplatt trägt bis in den Frühsommer Schnee und bildet die Grundlage für das höchstgelegene Skigebiet des Landes.
Auf den Gipfel: Zahnradbahn und Seilbahnen
Auf die Zugspitze führen von deutscher Seite eine Zahnradbahn und eine Seilbahn, von österreichischer Seite eine weitere Seilbahn:
- Die 1930 eröffnete Bayerische Zugspitzbahn fährt als Zahnradbahn von Garmisch-Partenkirchen über Grainau und den Eibsee hinauf zum Zugspitzplatt. Von dort bringt die Gletscherbahn die Fahrgäste zum Gipfel.
- Die Seilbahn Zugspitze startet am Eibsee und überwindet den Weg bis knapp unter den Gipfel in einer einzigen Fahrt.
- Von Ehrwald auf der österreichischen Seite führt die Tiroler Zugspitzbahn auf den Berg.
Fahrpläne, Preise und mögliche Betriebspausen der Bergbahnen ändern sich regelmäßig und sollten vor dem Ausflug auf den offiziellen Seiten geprüft werden.
Skigebiet Zugspitzplatt
Das Skigebiet auf dem Zugspitzplatt ist das höchstgelegene in Deutschland. Durch die Höhenlage und den Gletscher ist es besonders schneesicher und in der Regel von Spätherbst bis in den Frühsommer geöffnet. Mehrere Liftanlagen erschließen Abfahrten unterschiedlicher Schwierigkeit; Bergrestaurants und Sonnenterrassen bieten Gelegenheit für eine Pause. Erreichbar ist das Skigebiet mit denselben Bergbahnen wie der Gipfel.
Wandern, Bergsteigen und Geschichte
Die erste gesicherte Besteigung der Zugspitze gelang 1820 dem Vermessungsoffizier Josef Naus mit zwei Begleitern. Für größere Besuchergruppen wurde der Gipfel erst mit dem Bau der Bergbahnen ab 1926 erreichbar. Wer heute zu Fuß aufsteigen möchte, wählt meist einen der klassischen Anstiege durch das Reintal, durch das Höllental oder über das österreichische Schneekar. Alle drei Routen sind lang, hochalpin und erfordern Kondition, Trittsicherheit und gute Ausrüstung; Teilstücke führen über Klettersteige. Deutlich einfachere Wanderungen sind rund um den Eibsee und in den Tälern bei Garmisch-Partenkirchen möglich.
Beste Reisezeit und Praktisches
Den Gipfel erreicht man das ganze Jahr über mit den Bergbahnen. Im Sommer stehen Aussicht, Wandern und Bergtouren im Vordergrund, im Winter der Skibetrieb auf dem Zugspitzplatt. Weil auf knapp 3000 Metern auch im Sommer niedrige Temperaturen, Wind und rasche Wetterwechsel möglich sind, gehören warme Kleidung und Sonnenschutz ins Gepäck. Vor der Fahrt lohnt ein Blick auf die aktuelle Wetter- und Betriebslage.
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