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Der Tierpark Hellabrunn ist der Zoo der Landeshauptstadt München. Er liegt im Süden der Stadt in den Isarauen, einem Landschaftsschutzgebiet direkt an der Isar. 1911 eröffnet, gilt Hellabrunn als der weltweit erste Geo-Zoo: Die Tiere sind hier nicht nach biologischer Systematik, sondern nach ihrer geografischen Herkunft angeordnet. Ein Rundgang wird dadurch zu einer Reise über die Kontinente – von der Polarwelt über Afrika und Asien bis nach Amerika und Australien.

Ein Zoo, geordnet nach Kontinenten
Die Besonderheit von Hellabrunn liegt im Geo-Zoo-Prinzip: Auf rund 40 Hektar sind die Gehege nicht nach Tiergruppen, sondern nach Erdteilen gegliedert. Wer durch den Park geht, wandert so nacheinander durch die Lebensräume Europas, Asiens, Afrikas, Amerikas und Australiens sowie durch eine ausgedehnte Polarwelt. Ein großzügiges Giraffengehege gehörte zu den frühen Anlagen, mit denen dieses Ordnungsprinzip in München umgesetzt wurde. Das Gelände ist naturnah angelegt und geht an mehreren Stellen in die Auenlandschaft der Isar über.
Von der Polarwelt bis in die Tropen
In der Polarwelt lassen sich Eisbären und Pinguine beobachten; an einem Becken führt der Weg an einer Sichtscheibe vorbei, sodass die Tiere unter Wasser zu sehen sind. Der Afrikabereich umfasst das Elefantenhaus sowie Anlagen für Löwen, Zebras und weitere Savannenbewohner. Im Urwaldhaus und den zugehörigen Außenanlagen leben Menschenaffen wie Gorillas und Orang-Utans, die dort klettern und sich beschäftigen können. Der Amerikabereich zeigt unter anderem Alpakas, Bisons und Humboldt-Pinguine.
Begehbare Voliere und Aquarium
Ein Höhepunkt ist die große, begehbare Voliere: Besucherinnen und Besucher bewegen sich hier ohne trennende Gitter zwischen den Vögeln auf angelegten Pfaden. Das Aquarium führt durch mehrere Becken mit tropischen Fischen, Korallen und Haien. Zusammen mit den überdachten Tierhäusern gibt es damit auch bei kühlem oder regnerischem Wetter einiges zu sehen.
Tierpark Hellabrunn mit Kindern
Für Familien ist der Kinderzoo mit Streichelbereich ein beliebter Anlaufpunkt; dazu kommen ein großer Spielplatz und gastronomische Angebote für eine Pause. Ein besonderes Erlebnis sind die öffentlichen Fütterungen und Tiertrainings, bei denen die Tierpfleger Wissenswertes über ihre Schützlinge erzählen. Die genauen Uhrzeiten wechseln, ein Blick auf das aktuelle Tagesprogramm vor dem Besuch lohnt sich daher.
Beste Reisezeit
Ein Besuch lohnt sich das ganze Jahr über. Im Frühjahr gibt es bei vielen Arten Nachwuchs zu sehen, im Sommer lädt das Gelände an der Isar zu einem längeren Aufenthalt ein. Im Winter geht es ruhiger zu; einige Tiere halten sich dann allerdings vor allem in den Innenanlagen auf.