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Staumauer, Uferwege und die öffentliche Badestelle kosten am Möhnesee nichts, bezahlt wird das Parken: 6,00 Euro als Tagesticket, gültig am selben Tag auf allen kostenpflichtigen Plätzen rund um den See. Eine Rundfahrt mit dem Katamaran ab Sperrmauer beginnt bei 9,00 Euro für Erwachsene, abgefahren wird stündlich von 11:00 bis 16:00 Uhr. Der Stausee im Kreis Soest fasst 134,5 Millionen Kubikmeter auf 1.037 Hektar Wasserfläche, die Mauer von 1913 misst 650 Meter in der Krone und bis zu 40 Meter in der Höhe. Für das Bauwerk, ein Stück Uferweg und eine einstündige Fahrt reicht ein halber Tag.
Zwischen Soest und Arnsberg zieht sich das Wasser in Ost-West-Richtung durch den Naturpark Arnsberger Wald, rund 20 Kilometer von den Bergen entfernt, die die Ferienregion Sauerland prägen. Jener Überblick beschreibt die ganze Region mit ihren Städten und Wintersportorten; auf dieser Seite geht es um den See selbst: um Fahrplan und Fahrpreise der Möhneseeschifffahrt, um Parkgebühren, Badestellen, das Landschaftsinformationszentrum und um die Regeln, die auf einem Trinkwasserspeicher gelten.
Rund 40 Kilometer Uferlänge und Wege im Arnsberger Wald

Das Ufer misst rund 40 Kilometer, dazu kommen über 200 Kilometer markierte Wanderwege in der Umgebung. Daraus lassen sich kurze Feierabendrunden ebenso zusammensetzen wie Tagestouren mit Waldanteil. Fürs Rad ist die Strecke am Wasser weitgehend flach, an der tiefsten Stelle beim Linkturm steht das Wasser 36 Meter hoch über dem Grund. Weitere Touren dieser Art bündelt unsere Themenseite Natur und Wandern.
Ein Teil der Fläche ist geschützt: Der See ist Europäisches Vogelschutzgebiet, der Hevearm und der Hevesee sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen, ringsum liegt der Naturpark Arnsberger Wald. In diesen Abschnitten bleiben Sie auf den Wegen, und das Wasser ist dort kein Badegewässer. Die Angaben zu Schutzgebieten und Bauwerk führt der Wikipedia-Artikel zur Möhnetalsperre zusammen.
Die Staumauer von 1913 und ihre Bogenreihen

Gebaut wurde von 1908 bis 1913, bei der Einweihung war es die größte Stauanlage Europas. Geblieben sind 650 Meter Kronenlänge, bis zu 40 Meter Höhe und die charakteristische Landseite mit ihren Bogenreihen und den beiden Wehrtürmen. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz und ist kostenfrei und jederzeit zugänglich; über die Krone führt ein Weg, von dem aus Sie auf der einen Seite den Stausee und auf der anderen den Ausgleichsweiher sehen.

Ins Innere kommt nur, wer sich vorher beim Betreiber anmeldet. Der Ruhrverband bewirtschaftet die Anlage bis heute und nutzt sie vor allem, um die Wasserführung der Ruhr in trockenen Monaten zu stützen; unterhalb der Mauer speist der Ausgleichsweiher ein Wasserkraftwerk. Technische Daten und Anmeldung zur Besichtigung stehen beim Ruhrverband.
Mit dem Katamaran MS Möhnesee ab Sperrmauer

Die Anlegestelle liegt unterhalb der Mauer, der Weg dorthin führt an den Torhäusern vorbei. In der Fahrsaison 2026 startet die MS Möhnesee täglich stündlich von 11:00 bis 16:00 Uhr, die letzte Abfahrt ist um 16:00 Uhr. Der Katamaran nimmt 600 Fahrgäste auf und bedient die Anlegestellen Hevetal, Delecke und Körbecke, sodass sich eine Wanderung am Ufer gut mit einer Teilstrecke auf dem Wasser verbinden lässt.
Die einstündige Runde zum Hevetal und zurück kostet Erwachsene 15,00 Euro, Kinder von 5 bis 14 Jahren zahlen 7,50 Euro. Bis Delecke und zurück sind es 9,00 beziehungsweise 4,50 Euro, von Körbecke zur Sperrmauer 5,00 beziehungsweise 2,50 Euro. Das Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder liegt bei 38,00 Euro für die einstündige Rundfahrt und bei 53,00 Euro für die lange Variante. Ein Fahrrad kostet 2,00 Euro, ein Hund ebenfalls 2,00 Euro, allerdings werden nur trockene Tiere befördert. Den vollständigen Fahrplan führt die Möhneseeschifffahrt.
Eine Besonderheit ist das Andockmanöver auf offenem Wasser: Dabei steigen Fahrgäste zwischen dem Katamaran und dem Shuttleboot MS Körbecke um, das 50 Plätze hat. Die rund zweistündige Fahrt mit Umstieg kostet 21,00 Euro für Erwachsene und 10,50 Euro für Kinder, sie findet nur samstags, sonntags und an NRW-Feiertagen statt, und das nur für 50 Personen je Stunde mit Umstiegsticket. Wer das mitnehmen möchte, plant den Ausflug also auf ein Wochenende.
Wie die Anlage entstand, welche Aufgabe sie in der Wasserwirtschaft hat und wie das Umfeld aussieht, zeigt ein Film des Ruhrverbands.
Baden nur an den ausgewiesenen Stellen
Der See speichert Trinkwasser, deshalb gilt die Freizeitordnung des Ruhrverbandes: Geschwommen wird ausschließlich im Bereich der ausgewiesenen Badestellen und Badeanstalten, außerhalb davon besteht Badeverbot. Die öffentliche Badestelle Delecke am Nordufer ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt, von März bis September stehen Liegewiese und Steinsteg bereit. Eine Schwimmaufsicht gibt es dort nicht. Oberhalb liegen Gastronomie, Duschen und WC. Weitere Stellen sind die Badestelle Körbecke und das Strandbad Uferlos in Wamel. Vergleichbare Ziele sammelt die Themenseite Wasser und Strand.
Für Hunde heißt das: an Land ja, im See nein. Das Schwemmen von Tieren ist untersagt, an der Badestelle Delecke dürfen Hunde nicht ins Wasser, und auf die Schiffe kommen sie nur trocken. Windsurfen und Stand-up-Paddeln sind dagegen ganzjährig und ohne Entgelt zugelassen, Kitesurfen ist nicht gestattet. Der Zulaufbereich der Möhne in das Wameler Vorbecken ist gesperrt und mit Bojen markiert.
Vor Ort gibt es eine Segelschule, die Surfschule Wild Boards und eine Angelbootvermietung. Wer eigenes Gerät mitbringt, reinigt es vor dem Einsetzen: Gegen die invasive Quaggamuschel laufen Schutzmaßnahmen, die Hinweise des Ruhrverbandes sind zu beachten.
Das Liz in der Günner Mühle als Programm bei Regen
Das Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald, kurz Liz, sitzt in der ehemaligen Günner Mühle und erklärt in Erlebnisräumen, wie Talsperre, Wald und Wasserkreislauf zusammenhängen. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 14:00 bis 18:00 Uhr; montags bleibt das Haus zu, von November bis Februar zusätzlich samstags.
Erwachsene zahlen 5,00 Euro, Kinder von 6 bis 16 Jahren 3,50 Euro, die Familienkarte für höchstens zwei Erwachsene und drei Kinder kostet 12,00 Euro. Gruppen ab 10 Personen kommen für 4,50 Euro je Erwachsenem und 3,00 Euro je Kind hinein. Wer Eintritt zahlt, bekommt auf Wunsch eine Parkkarte und stellt das Auto am Liz kostenlos ab. Damit ist das Haus die naheliegende Alternative, wenn der Regen den Uferweg unattraktiv macht.
Anreise über Soest und das Tagesticket für 6,00 Euro
Mit dem Auto führt der Weg zur Sperrmauer in die Möhnestraße 10 in 59519 Möhnesee-Günne. Direkt unterhalb der Mauer liegen 600 kostenpflichtige Pkw-Stellplätze und Busparkplätze. Das Tagesticket kostet 6,00 Euro und gilt am selben Tag auf allen kostenpflichtigen Parkplätzen rund um den See, ein Standortwechsel kostet also nichts zusätzlich.
Wer die Gebühr sparen will, startet an einem der kostenfreien Wanderparkplätze, etwa Zum Tackeberg, Günner Hude, Bismarckturm, Drüggelter Kapelle, Brüningser Heide oder am Haus des Gastes in Körbecke. An der Kanzelbrücke in Wamel stehen drei kostenfreie Behinderten-Parkplätze. Eine Ladesäulenkarte für die Region führt der Kreis Soest, die Übersicht dazu hat die Tourismusgesellschaft Möhnesee.
Ohne Auto fahren Sie bis zum Bahnhof Soest und von dort mit der Buslinie C4 bis zur Haltestelle Möhnestraße am Liz in Günne; die Schiffsanlegestelle Delecke ist ebenfalls an den Nahverkehr angebunden. An warmen Wochenenden füllen sich Staumauer und Badestelle früh, weil der See für das östliche Ruhrgebiet das nächstgelegene große Wasser ist. Wer eine Alternative im Schnee sucht, ist in Winterberg besser aufgehoben.
Für wen sich der Möhnesee lohnt
Am meisten holen Tagesgäste aus dem Ruhrgebiet und der Soester Börde heraus: Wasser, Wald und kurze Wege liegen dicht beieinander, und außer dem Parkticket fällt für Staumauer, Uferweg und Badestelle nichts an. Radfahrende und Wandernde finden mit rund 40 Kilometern Uferlänge und über 200 Kilometern markierter Wege genug Material für Runden jeder Länge. Familien mit Schulkindern bekommen aus Rundfahrt und Liz einen gefüllten Tag, der auch bei wechselndem Wetter trägt. Und wer segelt, surft oder paddelt, hat auf 1.037 Hektar Platz.
Weniger passend ist der See für alle, die mit dem Hund ins Wasser möchten: Das Schwemmen von Tieren ist untersagt, an der Badestelle Delecke bleiben Hunde an Land, auf die Schiffe kommen nur trockene Tiere. Auch freies Baden an selbst gewählten Uferstellen gibt es nicht, Kitesurfen ebenso wenig. Ohne Auto wird die Anreise umständlich, sie läuft über den Bahnhof Soest und die Buslinie C4. Museen, Altstadt oder Sammlungen suchen Sie hier vergebens; dafür ist das benachbarte Soest zuständig.
Zeitlich passen Frühling, Sommer und Herbst gleichermaßen, der Winter fällt ab: Die Badestelle ist von März bis September zugänglich, und Schnee liegt eher in den Hochlagen weiter südlich. An warmen Wochenenden wird es rund um die Mauer voll, ruhiger bleibt es an den bewaldeten Südufern. Weitere Ziele nach Wetter, Dauer und Budget sortiert unser Ausflugsziel-Finder.
Häufige Fragen zum Möhnesee
Was kostet das Parken am Möhnesee?
Das Tagesticket kostet 6,00 Euro und gilt am selben Tag auf allen kostenpflichtigen Parkplätzen rund um den See. Am größten ist der Platz unterhalb der Staumauer mit 600 Pkw-Stellplätzen und eigenen Busparkplätzen.
Mehrere Wanderparkplätze sind kostenfrei, darunter Zum Tackeberg, Günner Hude, Bismarckturm, Drüggelter Kapelle und Brüningser Heide.
Was kostet eine Schifffahrt auf dem Möhnesee?
Für die einstündige Fahrt von der Sperrmauer ins Hevetal und zurück zahlen Erwachsene 15,00 Euro und Kinder von 5 bis 14 Jahren 7,50 Euro. Bis Delecke sind es 9,00 beziehungsweise 4,50 Euro, das Familienticket für die Stundenrunde kostet 38,00 Euro.
Gefahren wird täglich stündlich von 11:00 bis 16:00 Uhr ab Sperrmauer.
Darf man im Möhnesee baden?
Baden ist nur im Bereich der ausgewiesenen Badestellen und Badeanstalten erlaubt, außerhalb davon gilt Badeverbot. Die öffentliche Badestelle Delecke am Nordufer ist von März bis September frei zugänglich und kostet keinen Eintritt.
Eine Schwimmaufsicht gibt es dort nicht.
Sind Hunde am Möhnesee erlaubt?
An Land ja, im See nicht: Das Schwemmen von Tieren untersagt die Freizeitordnung, und an der Badestelle Delecke dürfen Hunde nicht ins Wasser. Auf den Schiffen werden ausschließlich trockene Hunde befördert, der Fahrpreis beträgt 2,00 Euro.
Wie kommt man ohne Auto an den Möhnesee?
Mit der Bahn bis zum Bahnhof Soest und weiter mit der Buslinie C4 bis zur Haltestelle Möhnestraße am Liz in Günne. Auch die Schiffsanlegestelle Delecke ist an den Nahverkehr angebunden.
Was sich mit dem Möhnesee verbinden lässt
- Arnsberg und der Naturpark Arnsberger Wald, 9,6 Kilometer entfernt: die Altstadt am Ruhrbogen und dahinter das Waldgebiet, das den See im Süden begrenzt.
- Soest mit Altstadt und St.-Patrokli-Dom, 10,2 Kilometer entfernt: der Gegenentwurf zum Wassertag, mit Grünsandstein und Wallanlagen.
- Wildwald Vosswinkel, 12 Kilometer entfernt: Wildgehege im Wald, geeignet als zweite Station für Familien.
- Bad Sassendorf, 13,4 Kilometer entfernt: Kurort in der Soester Börde mit Kurpark und Ortskern.
- Ferienregion Sauerland, 20 Kilometer entfernt: Wer aus dem Tag mehrere machen will, findet im Regionsüberblick Berge, Städte und Wintersportorte, während es hier um den See bleibt.
Angaben Stand September 2026. Quellen: moehnesee.de, Wikipedia/Wikidata, Ruhrverband, Betreiber der Möhnetalsperre, Wirtschafts- und Tourismus GmbH Möhnesee. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
