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Am Steinhuder Meer kostet der Zugang zum Wasser nichts: Uferwege, der 32 Kilometer lange Rundweg und die Badeinsel vor Steinhude sind frei zugänglich, die Badeinsel täglich ab etwa 7:30 Uhr bis Sonnenuntergang. Bezahlt wird nur für drei Dinge: die Überfahrt zur Insel Wilhelmstein mit 10,00 Euro hin und zurück für Erwachsene, den Eintritt in die dortige Festung mit 5,00 Euro und das Parken, am großen Platz am Bruchdamm 10,00 Euro für den Tag.
Rund 30 Kilometer nordwestlich von Hannover breitet sich der See über 29,1 Quadratkilometer zwischen Steinhude im Süden und Mardorf im Norden aus. Für die Planung zählt vor allem seine Tiefe: im Mittel 1,35 Meter, an der tiefsten Stelle 2,9 Meter. Daraus folgt, was hier geht und was nicht. Segeln, Surfen, flaches Baden und lange Uferwege ja, Tauchen oder Sprungtürme nein. Ringsum liegt der Naturpark Steinhuder Meer mit 42.600 Hektar. Dieser Beitrag sortiert Rundweg, Schifffahrt, Badestellen, Parkgebühren und Saison so, dass sich daraus ein halber oder ein ganzer Tag planen lässt.
Der Rundweg um das Meer: 32 Kilometer fast ohne Steigung
Einmal herum sind es 32 Kilometer, und dabei kommen höchstens 15 Höhenmeter zusammen. Mit dem Rad rechnen Sie mit rund drei Stunden reiner Fahrzeit; mit Pausen an Türmen, Stegen und Strandabschnitten wird daraus ohne Weiteres ein ganzer Tag. Etwa 47 Prozent der Strecke sind asphaltiert, 24 Prozent Schotter, 17 Prozent schmalere Pfade, der Rest verläuft auf Straßen. Ausgeschildert ist die Runde in beide Richtungen, Sie können also je nach Wind entscheiden, ob Sie im Uhrzeigersinn starten.
Für Menschen mit Gehbehinderung ist der Weg als teilweise barrierefrei zertifiziert: stufenlos und mindestens 250 Zentimeter breit. Wer die volle Runde nicht fahren möchte, teilt sie auf. In den Sommermonaten nimmt der Fahrradbus der Linie 835 Räder mit und verkehrt rund um das Meer, sodass sich eine Hälfte fahren und die andere abkürzen lässt. Zu Fuß ist die ganze Strecke an einem Tag sportlich; sinnvoller sind Teilstücke, etwa das Ufer zwischen Steinhude und Mardorf.

Mit den Auswanderer-Booten zur Insel Wilhelmstein
Knapp einen Kilometer vor dem Ufer liegt die Insel Wilhelmstein, ab 1761 von Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe als Festung angelegt und heute die kleinste bewohnte Insel Deutschlands. Hin kommen Sie nur über das Wasser. Ab Steinhude legen die Boote an den Strandterrassen in der Meerstraße 2 ab, ab Mardorf am Warteweg; die Fahrt dauert etwa 25 Minuten.
Für die Überfahrt gibt es zwei Wege. Die hölzernen Auswanderer-Boote fahren vom 20. März bis 31. Oktober ohne festen Fahrplan und legen erst ab zehn Erwachsenen ab, wetterabhängig; Hin- und Rückfahrt kosten 10,00 Euro, Kinder von 4 bis 13 Jahren zahlen 6,00 Euro, einfache Fahrten 5,00 beziehungsweise 3,00 Euro. Die Fahrgastschiffe der Steinhuder Personenschifffahrt fahren dagegen nach Fahrplan, in der Hauptsaison vom 1. Mai bis 30. September; die Preise beginnen bei 8,00 Euro für Erwachsene und 3,00 Euro für Kinder und reichen je nach Route bis 22,00 Euro, eine Rundfahrt dauert rund anderthalb Stunden. Hunde kosten 1,00 bis 2,00 Euro, Fahrräder 4,00 bis 10,00 Euro. Eigene Boote und Stand-up-Paddel sind zur Insel zugelassen.

Auf der Insel kostet die Festung 5,00 Euro Eintritt, Kinder von 4 bis 13 Jahren zahlen 2,00 Euro, unter vier Jahren ist der Besuch frei, Gruppen ab zehn Personen zahlen 4,00 Euro je Person und 1,50 Euro je Kind. Geöffnet ist vom 20. März bis 31. Oktober 2026 täglich von 10:30 bis 17:00 Uhr. Ein Kiosk versorgt Tagesgäste, und im Inselhotel mit zwei Gästehäusern lässt sich übernachten. Hunde dürfen mit auf die Insel, in die Festung jedoch nicht.
Wie der Saisonstart am See abläuft, vom Auslaufen der Schiffe über die Gastronomie bis zu den Naturschutzflächen, zeigt eine Reportage des NDR.
Vogelbeobachtung, Bohlenwege und die Regeln im Naturpark
Der flache See ist Rast- und Brutgebiet für Wasservögel, und der Rundweg ist darauf eingerichtet: Bohlenwege und Plattformen führen in die Uferbereiche, dazu kommen Aussichtstürme und geschlossene Beobachtungsstände, unter anderem der Winzlarer und der Mardorfer Turm. Ein Fernglas bringt hier mehr als ein langes Objektiv. Haubentaucher etwa sind vom Ufer aus gut zu beobachten, halten aber Abstand.

Die Kernzonen des Naturschutzgebiets dürfen nicht betreten werden; Wege, Stege, Türme und Plattformen sind die zugelassenen Standorte, Hunde bleiben an der Leine. Welche Flächen gesperrt sind und wann geführte Touren starten, steht beim Naturpark Steinhuder Meer in Trägerschaft der Region Hannover. Vergleichbare Wander- und Naturziele im Inland zeigt die Themenseite Natur und Wandern.
Baden auf der Badeinsel und am Strand bei Mardorf
Die Badeinsel vor Steinhude misst 35.000 Quadratmeter und kostet keinen Eintritt. Geöffnet ist sie täglich ab etwa 7:30 Uhr bis Sonnenuntergang, nachts bleibt sie geschlossen. Sandstrand, Liegewiese, Spielplatz und eine flach abfallende Uferzone machen sie zur ersten Adresse für Familien mit kleinen Kindern; Zuwegung und WCs sind barrierefrei. Grillen ist nicht gestattet. Hunde dürfen im Rahmen eines Testprojekts nur von Februar bis zum 30. Juni und nur angeleint mit, in den Sommerferien also nicht.
Am Nordufer bei Mardorf liegt der Badestrand Weiße Düne, meist ruhiger als Steinhude. Weil das Wasser im Schnitt nur 1,35 Meter tief steht, erwärmt es sich früh im Jahr, wird bei Wind aber ebenso schnell trüb und unruhig. Derselbe Wind macht den See zum Segel- und Surfrevier: Boote sind fast immer auf dem Wasser zu sehen, auch außerhalb der Badesaison. Weitere Ziele am und im Wasser sammelt die Themenseite Wasser und Strand.

Parken am Bruchdamm, Steinhude und die Anreise ohne Auto
Der Parkplatz am Bruchdamm in Steinhude hat rund 1.000 Stellplätze, dazu Behindertenparkplätze und kostenfreie Flächen für Reisebusse. Das Tagesticket kostet 10,00 Euro, kassiert wird von 9:00 bis 18:00 Uhr, nachts ist das Parken frei. Wer einen blauen oder orangefarbenen Schwerbehindertenausweis vorlegt, parkt kostenlos. Das WC am Platz ist von April bis September von 6:00 bis 20:00 Uhr offen, von Oktober bis März von 9:00 bis 18:00 Uhr; der barrierefreie Teil lässt sich mit dem Euroschlüssel öffnen. Für E-Autos stehen Ladesäulen der Stadtwerke Wunstorf bereit. Ortsmitte, Anleger und Promenade erreichen Sie von dort zu Fuß.
Ohne Auto wird es umständlicher, aber es geht: Steinhude hat keinen eigenen Bahnhof. Nächste Bahnhöfe sind Wunstorf, rund 8 Kilometer entfernt, und Neustadt am Rübenberge, von beiden fahren Busse an den See; die Haltestelle am Bruchdamm liegt etwa 450 Meter vom Parkplatz entfernt. Im Sommer ergänzt der Fahrradbus der Linie 835 das Angebot, und die Meerhopper genannten Schiffe verbinden Steinhude, den Wilhelmstein und Mardorf, sodass sich Hin- und Rückweg unterschiedlich legen lassen.
Im Ort selbst führt die Promenade an Lokalen vorbei, in denen der geräucherte Aal als örtliche Spezialität auf der Karte steht. Im Scheunenviertel liegen das Fischer- und Webermuseum sowie die Tourist-Information in der Meerstraße 15-19 mit Radkarten, Büchern, Kartenvorverkauf und einer Ladestation für E-Bikes; zwei Kurzzeitparkplätze davor sind mit Parkscheibe 30 Minuten frei. Auf der Badeinsel gibt es ein Bistro, auf dem Wilhelmstein einen Kiosk, auf den Fahrgastschiffen eine Bordgastronomie.
Für wen sich das Steinhuder Meer lohnt
Am meisten holen Radfahrer und Wanderer heraus, die eine flache, durchgehend ausgeschilderte Runde suchen und keine Steigungen brauchen: 32 Kilometer, maximal 15 Höhenmeter, ein Teil davon barrierefrei zertifiziert. Ebenso gut passt der See für Familien mit kleinen Kindern, weil die Badeinsel nichts kostet, flach ins Wasser führt und Spielplatz sowie Bistro gleich daneben liegen. Und für alle, die Vögel beobachten wollen, steht mit Türmen, Bohlenwegen und Beobachtungsständen eine Infrastruktur bereit, die man selten so dicht am Wasser findet.
Weniger geeignet ist der See, wenn Sie tiefes Wasser zum Schwimmen suchen: Im Mittel steht es nur 1,35 Meter hoch, Sprungtürme und Tauchreviere gibt es nicht. Hundehalter stoßen im Hochsommer an Grenzen, weil die Badeinsel Hunde nur bis Ende Juni und nur angeleint zulässt. Und wer ohne Auto an Randzeiten anreist, muss mit Umstiegen rechnen, weil der Ort keinen Bahnhof hat. Familien, die Fahrgeschäfte oder Tiere erwarten, sind im Heide Park Soltau oder im Serengeti-Park Hodenhagen besser aufgehoben.
Zeitlich ist der Sommer die stärkste Phase, dann ist Steinhude an warmen Wochenenden allerdings voll und das Nordufer bei Mardorf die ruhigere Wahl. Frühjahr und Herbst gehören dem Rundweg und der Vogelbeobachtung, im Winter ruhen Schifffahrt und Festung weitgehend. Weitere Ziele im Inland sammelt die Übersicht Reisen in Deutschland.
Häufige Fragen zum Steinhuder Meer
Kostet der Besuch am Steinhuder Meer Eintritt?
Nein. See, Uferwege, der 32 Kilometer lange Rundweg und die Badeinsel Steinhude sind kostenfrei zugänglich.
Eintritt fällt nur für die Festung Wilhelmstein an, 5,00 Euro für Erwachsene. Dazu kommen die Bootsfahrt und das Parken, am Bruchdamm 10,00 Euro für das Tagesticket.
Wie kommt man auf die Insel Wilhelmstein?
Nur per Boot, ab Steinhude von den Strandterrassen in der Meerstraße 2 oder ab Mardorf vom Warteweg. Die Fahrt dauert etwa 25 Minuten.
Hin- und Rückfahrt kosten 10,00 Euro für Erwachsene und 6,00 Euro für Kinder von 4 bis 13 Jahren. Die Auswanderer-Boote legen erst ab zehn Erwachsenen ab; eigene Boote und Stand-up-Paddel sind zugelassen.
Wann hat die Festung Wilhelmstein geöffnet?
Vom 20. März bis 31. Oktober 2026 täglich von 10:30 bis 17:00 Uhr.
Erwachsene zahlen 5,00 Euro, Kinder von 4 bis 13 Jahren 2,00 Euro, unter vier Jahren ist der Eintritt frei. Für Gruppen ab zehn Personen gelten 4,00 Euro je Person.
Wo kann man am Steinhuder Meer baden?
Auf der Badeinsel Steinhude mit 35.000 Quadratmetern, Sandstrand, Liegewiese und Spielplatz. Der Zugang ist frei, geöffnet ist ab etwa 7:30 Uhr bis Sonnenuntergang, die Uferzone fällt flach ab.
Am Nordufer bei Mardorf liegt zusätzlich der Badestrand Weiße Düne.
Wie kommt man ohne Auto ans Steinhuder Meer?
Steinhude hat keinen eigenen Bahnhof. Nächste Bahnhöfe sind Wunstorf, rund 8 Kilometer entfernt, und Neustadt am Rübenberge, von dort geht es mit dem Bus weiter.
Im Sommer fährt zusätzlich der Fahrradbus der Linie 835 rund um das Meer, und die Meerhopper-Schiffe verbinden Steinhude, den Wilhelmstein und Mardorf.
Was sich mit dem Steinhuder Meer verbinden lässt
- Insel Wilhelmstein mit Festung, 0,9 Kilometer: die Inselfestung von 1761 mitten im See, erreichbar mit den Booten ab Steinhude oder Mardorf.
- Mardorf mit dem Badestrand Weiße Düne, 2,7 Kilometer: das ruhigere Nordufer, gut als zweite Station einer Radrunde.
- Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge, 9,8 Kilometer: Renaissanceanlage mit Park, passend als Programm bei Regen.
- Kloster Loccum, 12,3 Kilometer: Zisterzienseranlage westlich des Sees, ein ruhiger Halbtagesausflug.
- Herrenhäuser Gärten in Hannover, 26,1 Kilometer: die barocke Gartenanlage der Landeshauptstadt, gut mit der Anreise zu verbinden.
Fahrpläne, Preise und aktuelle Hinweise zu Schifffahrt, Badeinsel und Festung stehen bei der Steinhuder Meer Tourismus GmbH, weitere Ziele im Bundesland beim Reiseland Niedersachsen.
Angaben Stand September 2026. Quellen: steinhuder-meer.de, Wikipedia/Wikidata, Steinhuder Meer Tourismus GmbH, Naturpark Steinhuder Meer, Region Hannover. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
