Altstadt von Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber: Siebersturm (links) und Kobolzeller Tor (rechts) am Plönlein
Berthold Werner, Rothenburg BW 4, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Rothenburg ob der Tauber ist eine Kleinstadt mit rund 11.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Taubertal in Mittelfranken. Die Stadt liegt an der Romantischen Straße und an der Burgenstraße und gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen Bayerns. Grund dafür ist die Altstadt: Sie zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbildern Deutschlands, mit einer nahezu vollständig erhaltenen Stadtmauer, engen Gassen, Fachwerkhäusern und einem historischen Marktplatz.

Rothenburg ob der Tauber auf einen BlickZum ausführlichen Reiseprofil
Stärken
Kultur & Geschichte 5/5 · Städtetrip & Shopping 5/5
Beste Zeit
Frühling und Sommer und Winter
Aufwand
ganzer Tag · günstig · drinnen und draußen
Andrang
Hoch an sonnigen Tagen, in den Ferien und zur Adventszeit
Rothenburg ob der Tauber auf einen Blick
Lage
Kleinstadt in Mittelfranken (Bayern), im Taubertal
Route
An der Romantischen Straße und der Burgenstraße
Altstadt
Eine der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Deutschlands
Stadtmauer
Nahezu vollständig erhalten und in weiten Teilen begehbar
Wahrzeichen
Plönlein, Marktplatz mit Rathaus und die alten Stadttürme
Bekannt für
Ganzjähriges Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt und Deutsches Weihnachtsmuseum
Überlieferung
Die Sage vom Meistertrunk aus dem Dreißigjährigen Krieg
Öffnungszeiten, Veranstaltungstermine und Eintrittspreise bitte vor dem Besuch offiziell prüfen.

Die mittelalterliche Altstadt und ihre Stadtmauer

Der Stadtkern von Rothenburg wird bis heute von einer fast durchgehend erhaltenen Stadtmauer umschlossen. Über einen überdachten Wehrgang lassen sich weite Teile der Mauer zu Fuß begehen; von dort öffnen sich Blicke auf die Dächer, Türme und Tore der Stadt. Zahlreiche Türme und mehrere alte Stadttore, darunter das Rödertor, der Siebersturm und das Kobolzeller Tor, sind erhalten geblieben. Wer die Altstadt zu Fuß erkundet, stößt hinter fast jeder Ecke auf gepflasterte Gassen und historische Bürgerhäuser.

Marktplatz, Rathaus und die Sage vom Meistertrunk

Der Marktplatz bildet das Zentrum der Altstadt. Hier steht das Rothenburger Rathaus, das aus einem gotischen und einem jüngeren Bauteil im Stil der Renaissance besteht. Der Rathausturm kann über eine Treppe bestiegen werden und bietet oben einen weiten Blick über die Stadt und das Taubertal. Am Platz befindet sich außerdem die ehemalige Ratstrinkstube mit einer Kunstuhr.

Mit dem Marktplatz verbunden ist die Sage vom Meistertrunk. Nach der Überlieferung soll die Stadt im Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben sein, weil ein Ratsherr die Aufgabe bewältigte, einen mächtigen Humpen Wein in einem Zug zu leeren. An der Kunstuhr der Ratstrinkstube erinnern mehrmals täglich zwei Figuren an diese Geschichte; das historische Festspiel Der Meistertrunk greift die Sage ebenfalls auf.

Das Plönlein

Das Plönlein ist eines der meistfotografierten Motive der Stadt. An dieser Stelle gabelt sich die Gasse: Ein schmales Fachwerkhaus mit Brunnen steht zwischen zwei alten Stadttoren, dem Siebersturm auf der einen und dem tiefer gelegenen Kobolzeller Tor auf der anderen Seite. Das Zusammenspiel aus Fachwerk, Toren und der abfallenden Gasse macht den Reiz dieses Ortes aus.

Weihnachtsstadt: Käthe Wohlfahrt und das Weihnachtsmuseum

Rothenburg ist über die Region hinaus als Weihnachtsstadt bekannt. Das ganzjährig geöffnete Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt in der Altstadt bietet weihnachtliche Dekoration und Handwerk aus Deutschland. Im selben Haus informiert das Deutsche Weihnachtsmuseum über die Geschichte des Weihnachtsschmucks und alter Bräuche. In der Adventszeit findet zusätzlich der Rothenburger Weihnachtsmarkt, der Reiterlesmarkt, in den Gassen der Altstadt statt.

An der Romantischen Straße

Rothenburg gilt als eine der Hauptstationen der Romantischen Straße, die von Würzburg bis nach Füssen führt. Die Stadt lässt sich daher gut mit weiteren Zielen entlang der Route verbinden. Rund um die Altstadt lädt das Taubertal zu Wanderungen und Radtouren ein; markierte Wege verlaufen entlang des Flusses und durch die umliegende Landschaft.

Die beste Reisezeit

Rothenburg lässt sich zu jeder Jahreszeit besuchen. Im Frühjahr und Sommer sind die Gassen, der Wehrgang und das Taubertal besonders gut zu erkunden; an sonnigen Tagen und in den Ferien ist die Altstadt allerdings stark besucht. Die Adventszeit mit dem Reiterlesmarkt und dem Weihnachtsdorf zieht viele Gäste an. Wer es ruhiger mag, wählt die Nebensaison oder die frühen Vormittagsstunden.

Was Sie in Rothenburg nicht verpassen sollten

  • Ein Rundgang auf dem Wehrgang der Stadtmauer
  • Der Aufstieg auf den Rathausturm mit Blick über die Altstadt
  • Das Plönlein zwischen Siebersturm und Kobolzeller Tor
  • Der Marktplatz mit der Kunstuhr der Ratstrinkstube
  • Das Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt und das Deutsche Weihnachtsmuseum
  • Ein Spaziergang oder eine Radtour im Taubertal

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Für wen sich ein Besuch in Rothenburg ob der Tauber lohnt

Am meisten profitieren Besucher, die ein geschlossenes mittelalterliches Stadtbild zu Fuß erkunden möchten: Die fast vollständig erhaltene Stadtmauer mit begehbarem Wehrgang, das vielfotografierte Plönlein zwischen Siebersturm und Kobolzeller Tor sowie der Marktplatz mit dem Rathausturm und der Sage vom Meistertrunk lassen sich alle innerhalb der kompakten Altstadt verbinden. Wer die Vorweihnachtszeit mag, findet mit dem ganzjährig geöffneten Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt, dem Deutschen Weihnachtsmuseum und dem Reiterlesmarkt ein zusätzliches, saisonales Angebot, und Reisende auf der Romantischen Straße können den Ort gut mit weiteren Stationen der Route verbinden.

Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, sollte wissen, dass die Altstadt an sonnigen Tagen und in den Ferien stark besucht ist. Auch für Action, Wassersport oder Naturerlebnisse abseits kurzer Spaziergänge und Radtouren im Taubertal bietet Rothenburg wenig – der Schwerpunkt liegt klar auf Stadtbild und Geschichte, nicht auf Aktivitäten oder Naturerlebnissen.

Frühjahr und Sommer eignen sich am besten, um Wehrgang und Taubertal ohne winterliche Einschränkungen zu erkunden, während die Adventszeit mit Reiterlesmarkt und Weihnachtsdorf einen eigenen, festlichen Charakter hat. Wer den größten Andrang meiden möchte, plant den Rundgang über Wehrgang, Plönlein und Marktplatz für die frühen Vormittagsstunden oder die Nebensaison ein.

Reiseprofil: Rothenburg ob der Tauber
Wofür sich das Ziel eignet
Familie & Kinder
3/5
Action & Abenteuer
2/5
Wellness & Erholung
0/5
Kultur & Geschichte
5/5
Natur & Landschaft
2/5
Wasser & Strand
1/5
Städtetrip & Shopping
5/5
Kulinarik & Genuss
1/5
Preis-Leistung und Fotomotiv
Preis-Leistung
4/5
Fotomotiv
5/5
Beste Reisezeit
Frühling
ideal
Sommer
ideal
Herbst
gut
Winter
ideal
Gut zu wissen
Zeitbedarf
Halber Tag bis ganzer Tag
Budget
Rundgang durch Gassen und Wehrgang weitgehend kostenlos, Rathausturm und Museen kostenpflichtig
Wetter
Gemischt – Altstadt und Wehrgang im Freien, Museen unter Dach
Andrang
Hoch an sonnigen Tagen, in den Ferien und zur Adventszeit
Übernachtung
Als Tagesausflug erreichbar, im Rahmen einer Rundreise entlang der Romantischen Straße auch als Zwischenstopp mit Übernachtung
Barrierearm / Kinderwagen
Nein – Wehrgang und Rathausturm nur über Treppen, Altstadtgassen teils gepflastert
Hunde
Vor dem Besuch beim Betreiber prüfen
Anreise
Auto entlang der Romantischen oder der Burgenstraße
An sonnigen Tagen und in den Ferien ist die Altstadt stark besucht, frühe Vormittagsstunden sind ruhiger.
Redaktionelle Einschätzung der Inlandstourismus.de-Redaktion, Stand September 2026. Preise, Öffnungszeiten und Andrang können abweichen – Angaben ohne Gewähr.

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