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Die Romantische Straße gehört zu den bekanntesten Ferienstraßen Deutschlands. Auf rund 460 Kilometern verbindet sie Würzburg im Norden mit Füssen am Alpenrand und führt dabei durch Franken, das Taubertal, das Nördlinger Ries, Schwaben und das Allgäu. Entlang der ausgeschilderten Route reihen sich mittelalterliche Städte, Kirchen und Schlösser aneinander.
Die Strecke lässt sich mit dem Auto, per Rad oder in Etappen mit Bus und Bahn zurücklegen. Wer Zeit mitbringt, plant für die gesamte Route mehrere Tage ein und übernachtet in den Altstädten entlang des Weges.
Highlights entlang der Strecke
Von Würzburg durch das Taubertal
Ausgangspunkt im Norden ist Würzburg mit der Residenz, die zum UNESCO-Welterbe zählt, der Festung Marienberg und der Alten Mainbrücke. Von dort folgt die Route dem Taubertal nach Süden. In Baden-Württemberg liegen Stationen wie Bad Mergentheim mit dem Deutschordensschloss, bevor die Strecke wieder nach Bayern führt. Ein Höhepunkt ist Rothenburg ob der Tauber mit seiner geschlossenen mittelalterlichen Altstadt und der begehbaren Stadtmauer.
Dinkelsbühl, Nördlingen und Augsburg
Die ehemalige Reichsstadt Dinkelsbühl hat ihren mittelalterlichen Stadtkern mit dem gotischen Münster St. Georg bewahrt. Nördlingen im Nördlinger Ries ist von einer vollständig erhaltenen und begehbaren Stadtmauer umgeben. Weiter südlich folgt Augsburg, eine der ältesten Städte Deutschlands, mit der Fuggerei, dem Rathaus samt Goldenem Saal und der Maximilianstraße. Weitere Ziele in der Region beschreibt der Beitrag zu den Städtetrips in Bayern.
Vom Pfaffenwinkel bis ans Alpenrand
Über Friedberg und Landsberg am Lech erreicht die Route den Pfaffenwinkel. Bei Steingaden steht die Wieskirche, eine Rokoko-Wallfahrtskirche, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört. Den südlichen Abschluss bilden Schwangau und Füssen mit Schloss Neuschwanstein und dem benachbarten Schloss Hohenschwangau, die beide oberhalb des Ortes liegen. In Füssen selbst überragen das Hohe Schloss und das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang die Altstadt.
Praktische Hinweise für die Reise
Für Rundfahrten und Radtouren eignen sich vor allem die Monate von Mai bis Oktober. Im Advent locken Weihnachtsmärkte wie der Reiterlesmarkt in Rothenburg. Würzburg, Augsburg und Füssen sind an das Bahnnetz angebunden; für die Strecken dazwischen ist ein eigenes Fahrzeug oder das Rad praktisch. Viele Altstädte sind verkehrsberuhigt, sodass sich das Parken auf ausgewiesenen Flächen am Rand der Zentren anbietet. Öffnungszeiten und Eintrittspreise der einzelnen Sehenswürdigkeiten ändern sich und sollten vor dem Besuch geprüft werden. Wer die Region rund um Füssen mit dem Rad erkunden möchte, findet Anregungen bei den Radwegen im Allgäu.
Weitere Informationen
- Offizielle Website der Romantischen Straße
- Ferienstrassen.info: Ferienstraßen in Deutschland
- Wikipedia: Romantische Straße
Für wen sich eine Reise auf der Romantischen Straße lohnt
Die Romantische Straße passt zu Reisenden, die deutsche Kulturgeschichte und historische Stadtbilder in Etappen erleben möchten. Mittelalterliche Altstädte wie Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl und Nördlingen, dazu die Residenz in Würzburg und die Schlösser bei Füssen, reihen sich auf rund 460 Kilometern zu einer dichten Folge an Baudenkmälern und UNESCO-Welterbestätten. Auch Städtereisende kommen auf ihre Kosten, da sich Stationen wie Augsburg mit seiner Fuggerei und dem Rathaus gut in die Route einbauen lassen, ebenso wie Bad Mergentheim mit seinem Deutschordensschloss im Taubertal.
Wer dagegen Natur, Wassersport oder Action sucht, findet auf der Strecke wenig: Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Architektur und Stadtgeschichte, nicht auf Landschaft oder sportlicher Betätigung. Auch für einen einzelnen Kurztrip eignet sich die Route kaum, da sich ihr Reiz erst über mehrere Stationen und Tage erschließt.
Am besten lässt sich die Strecke zwischen Mai und Oktober bereisen, wenn Wetter und Öffnungszeiten für Rundfahrten und Radtouren geeignet sind. Wer die vollen Altstädte in der Hochsaison meiden möchte, plant Rothenburg und Füssen am besten unter der Woche und am frühen Vormittag ein. Für Autofahrer empfiehlt sich das Parken auf ausgewiesenen Flächen am Rand der oft verkehrsberuhigten Zentren.