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Zwanzig Brücken, Fleete, deren Wasserstand mit der Tide steigt und fällt, und Speicher, in denen Kinder zwischen Kaffeesäcken und Fässern vieles anfassen und Gewürze riechen dürfen: Zwischen Baumwall und Oberhafen füllen Familien leicht einen halben oder ganzen Tag, und der Rundgang selbst kostet nichts. Am meisten haben Grundschulkinder von 6 bis 12 Jahren davon, für sie gibt es eine Entdeckertour und eine Museumsrallye. Kleinkinder zieht es eher auf die Spielplätze der HafenCity und auf die lange Rolltreppe der Elbphilharmonie. Zwei Erwachsene mit zwei Schulkindern zahlen für drei Museen und die Plaza zusammen 55 € Eintritt.
Geschichte und Architektur der Lagerhäuser erklärt unser Beitrag zur Speicherstadt Hamburg. Hier geht es um den Familientag: Stationen in sinnvoller Reihenfolge, Angebote zum Mitmachen, Toiletten, Wickelräume, Wege mit dem Kinderwagen und passende Ergänzungen in der Nachbarschaft.
Ab welchem Alter die Speicherstadt Kindern etwas bietet
Ein Mindestalter gilt weder für das Quartier noch für die Museen. Die Entdeckertour des Speicherstadtmuseums richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen, Spicy’s Gewürzmuseum hält sich für jede Altersstufe geeignet. Anders das Hamburg Dungeon am Kehrwieder: Unter 8 Jahren gibt es keinen Zutritt, unter 10 Jahren rät der Betreiber ab; alles Weitere steht im Artikel zum Dungeon.
Kleinkinder bis 5 Jahre haben am meisten von Bewegung und Sinneseindrücken: Spielflächen in Sandtorpark und Grasbrookpark, Rolltreppe und Rundgang auf der Plaza, Riechen bei Spicy’s, das Zollboot vor dem Zollmuseum. Führungen und Ausstellungstexte überfordern sie meist; im Speicherstadtmuseum gibt es für sie das Suchspiel „Augen auf im Museum“.
Grundschulkinder von 6 bis 12 Jahren sind die eigentliche Zielgruppe: Entdeckertour mit Kakaobohnen und Schatzsuche, Rallye mit „Kalle, de lütte Quartiersmann“, Schmuggelverstecke im Zollmuseum und die Drehorte der Kinderkrimiserie „Die Pfefferkörner“.
Teenager reizen eher Fotopunkte, die Beleuchtung am Abend, die Aussicht von der Plaza und die Fälle um Schmuggel und Drogenfunde im Zollmuseum. Ein reiner Architekturrundgang kann sie schnell langweilen.
Was ein Speicherstadt-Tag kostet: Eintritte, Familienrechnung, Spartipps
Brücken, Fleetufer, Spielplätze und die abendliche Beleuchtung sind frei zugänglich; Eintritt kosten nur die Häuser, jedes mit eigenen Altersgrenzen. Im Speicherstadtmuseum zahlen Erwachsene 6 €, ab dem 1. Januar 2027 6,50 €, Schüler 3 €, Kinder unter 6 Jahren nichts. Spicy’s verlangt 7 € für Erwachsene und 4 € für Kinder von 4 bis 15 Jahren, bis 3 Jahre ist der Besuch frei, das Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 15 €. Im Deutschen Zollmuseum zahlen Erwachsene 3 €, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.
Die Plaza der Elbphilharmonie kostet seit dem 5. Oktober 2026 Eintritt: 5 € regulär, 3 € von 3 bis 17 Jahren, jüngere Kinder brauchen kein Ticket. Ein vorab gebuchtes Ticket sichert den Einlass zur gewünschten Uhrzeit ohne Wartezeit; wer dabei ein Kundenkonto nutzt, erhält je Kauf 5 € Guthaben für Konzertkarten. Die Entdeckertour kostet 12 € für Erwachsene und 9 € für Kinder ab 5 Jahren, Schulkinder mit Hamburger Ferienpass 7,50 €; ob der Museumseintritt enthalten ist, klären Sie bei der Anmeldung. Der Ferienpass senkt im Speicherstadtmuseum auch den Eintritt für begleitende Erwachsene.
Rechnung für zwei Erwachsene und zwei Schulkinder von 6 und 10 Jahren zu Kassenpreisen 2026; frei sind im Speicherstadtmuseum nur Kinder unter 6 Jahren, das sechsjährige Schulkind zahlt deshalb den Schülerpreis:
| Station | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Speicherstadtmuseum | 2 × 6 € + 2 × 3 € | 18 € |
| Spicy’s Gewürzmuseum | Familienticket statt 22 € einzeln | 15 € |
| Deutsches Zollmuseum | 2 × 3 €, Kinder frei | 6 € |
| Elbphilharmonie Plaza | 2 × 5 € + 2 × 3 € | 16 € |
| Summe | ohne Fahrkarten und Essen | 55 € |
Mit der Hamburg CARD zahlt die Familie im Speicherstadtmuseum 14 € statt 18 € und im Zollmuseum dank 50 % Rabatt 3 € statt 6 €; bei Spicy’s bleibt das Familienticket günstiger. Zusammen spart sie so 7 €. Die Gruppenkarte für einen Tag kostet aber 24,90 €, also 8,50 € mehr als das HVV-Gruppen-Tagesticket, für die Museen der Speicherstadt allein lohnt sie sich nicht. Weitere Partner am selben Tag können das ändern, bei Kapitän Prüsse gelten die 20 % aber nur für Einzeltickets.
Ab dem 1. Januar 2027 steigt die Familienrechnung durch den höheren Erwachsenenpreis im Speicherstadtmuseum auf 56 €, die Ersparnis mit der Karte bleibt gleich. Mit der Entdeckertour statt des einfachen Museumsbesuchs zahlt die Familie für diese Station 42 €.
Rundgang, erster Teil: Plaza, Speicherstadtmuseum und Gewürze
Die Stationen folgen grob dem Weg von West nach Ost, die Abstände sind als Luftlinie angegeben. Das Quartier ist etwa 1,5 km lang.
Die Speicherstadt in drei Sätzen für Kinder
Die roten Speicher stehen auf rund 3,5 Millionen Pfählen aus Kiefernholz, die bis zu 12 Meter lang sind. Ab 1883 entstand hier im Freihafen ein Lager für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze, die in den Speichern zollfrei lagern und veredelt werden durften; daran erinnert heute das Zollmuseum in einem ehemaligen Zollamt. Seit dem 5. Juli 2015 gehören die Speicher mit dem Kontorhausviertel und dem Chilehaus zum Welterbe der UNESCO.
Elbphilharmonie Plaza: Rolltreppe und Rundblick
Die Plaza öffnet täglich um 10 Uhr und eignet sich als Startpunkt. Die 82 Meter lange, gebogene Rolltreppe, die „Tube“, fährt etwa 2,5 Minuten nach oben; auf 37 Metern Höhe führt ein Rundgang um das Gebäude, drinnen stehen ein Smart Table und digitale Schautafeln mit QR-Codes. Bis zu 17.000 Gäste kommen täglich, bei Überfüllung wird der Zutritt eingeschränkt. Bis zum Speicherstadtmuseum sind es 0,29 km Luftlinie.

Speicherstadtmuseum: anfassen und Kalle-Rallye lösen
Das Museum liegt Am Sandtorkai 36 im Block L, einem Speicher von 1888, und viele Dinge dürfen Kinder hier anfassen und ausprobieren. Einzelbesucher holen sich an der Kasse den Fragebogen für die Rallye mit Kalle, am Ende gibt es eine Urkunde. Jüngere Geschwister spielen parallel „Augen auf im Museum“.
Die Entdeckertour dauert rund 90 Minuten: Kinder von 6 bis 12 Jahren probieren Kakaobohnen und gehen auf Schatzsuche, ein Erwachsener kommt mit. Ohne Anmeldung beim Speicherstadtmuseum geht es nicht, die Termine stehen unten bei der Planung. Ältere Kinder nimmt der Speicherstadtrundgang mit Museumsführung mit, ebenfalls etwa 90 Minuten, sonntags um 11 Uhr.
Spicy’s: riechen, probieren, Gummibärchen
Nur 0,13 km Luftlinie weiter, Am Sandtorkai 34, liegt Spicy’s im 2. Stock. Riechen und Anfassen sind ausdrücklich erlaubt, die Probierstation bietet über 100 Gewürze und Mischungen. Kinder bekommen Gummibärchen zum Ticket, Erwachsene Pfeffer als Eintrittskarte, der Audioguide fürs eigene Smartphone ist kostenlos.
Unter den Gewürzen sind auch sehr scharfe wie Chilis, kleine Kinder probieren also besser nur, was Sie selbst gekostet haben. Zum Museum führt nur ein Treppenhaus, einen Aufzug gibt es nicht. Der Gewürzladen ist auch ohne Eintritt zugänglich, Hunde müssen draußen bleiben.
Rundgang, zweiter Teil: Brücken, Spielpark, Pfefferkörner und Zollboot
Kibbelsteg, Brücken und Fleete
Von Spicy’s sind es rund 0,24 km Luftlinie zum Kibbelsteg, einer 2002 neu gebauten Fußgängerbrücke auf zwei Ebenen, die über Zollkanal und Brooksfleet bis in die HafenCity führt. Von den 20 Brücken der Speicherstadt stehen 14 unter Denkmalschutz.
An den Fleeten sehen Kinder, wie die Tide wirkt: Mal steht das Wasser hoch, mal niedrig. Nur flache Barkassen passen unter den Brücken hindurch, und auch sie nur bei genug Wasser. Wie Fleete, Brücken und Speicherblöcke von oben zusammenhängen, zeigt ein Film der Hamburger Welterbekoordination.
Kinder, die gerade laufen lernen, nehmen Sie an Fleetufern und auf Brücken am besten an die Hand.

Spielpause in Grasbrookpark und Sandtorpark
Hinter dem Kibbelsteg liegt nach rund 0,4 km Luftlinie der Grasbrookpark: ein 7.100 m² großer, grüner Spielpark mit Wasserelementen, 2013 eröffnet und von Kindern aus dem Quartier mitgeplant. An Sommertagen ist er nahe der Belastungsgrenze, auch im Winter gut besucht. Im selben Quartier liegt der Sandtorpark von 2011 mit Spielflächen auf Wiesen und Hügeln.
Mehr Platz bietet der Lohsepark mit 4,4 ha Rasen und Spielmöglichkeiten, Jugendliche finden am Vasco-da-Gama-Platz Basketball. Vom Grasbrookpark sind es 0,27 km Luftlinie bis zum LEGO Discovery Centre.

Wasserschloss, Poggenmühlenbrücke und die Pfefferkörner
Zurück in der Speicherstadt, 0,68 km Luftlinie vom Grasbrookpark, steht an der Dienerreihe 4 das Wasserschloss zwischen zwei Fleeten. Hamburg Tourismus nennt es das meistfotografierte Gebäude des Viertels; das bekannte Motiv mit der Elbphilharmonie im Hintergrund entsteht auf der Poggenmühlenbrücke.
Fans der NDR-Kinderkrimiserie „Die Pfefferkörner“ erkennen hier das Teekontor „Krogmann“, das es nie gab. Das Hauptquartier der jungen Detektive liegt seit Staffel 9 auf einem Dachboden am Brooktorkai 15, neben dem Fleetschlösschen, das ebenfalls Drehort war. Hamburg Tourismus beschreibt dazu eine 5 km lange Pfefferkörner-Route.
Deutsches Zollmuseum mit dem Zollboot „Oldenburg“
Nur 0,1 km Luftlinie vom Wasserschloss zeigt das Deutsche Zollmuseum im ehemaligen Zollamt Kornhausbrücke, Alter Wandrahm 16, auf 800 m² rund 1.000 Exponate, dazu Film- und Hörstationen und Schmuggelverstecke. Das Haus ist barrierefrei und montags geschlossen.
Am Zollkanal liegt das Zollboot „Oldenburg“, 1976 in Dienst gestellt und seit 2005 Museumsboot, das Sie zu den Öffnungszeiten betreten können. Gruppen ab 10 Personen buchen dienstags bis freitags die Kinderführung „Zoll ist toll“, auch als Kindergeburtstag. Bis zum Chocoversum und zur U1 Meßberg sind es 0,3 km Luftlinie.

Toiletten, Wickeln, Kinderwagen und Essen im Quartier
Im Kern der Speicherstadt gibt es keine öffentliche Toilette, der Toilettenfinder der Stadtreinigung meldet rund um Wasserschloss und Zollmuseum im Umkreis von 500 m keine. Rund um die Uhr offen ist die Anlage an der U-Bahn Überseequartier (0,50 €, barrierefrei, ohne Wickeltisch); die an der U-Bahn Baumwall war im Oktober 2026 als geschlossen gemeldet. Mit Plaza-Ticket nutzen Sie die Toiletten an der Westspitze der Plaza, barrierefrei über die Fahrstuhlgruppe B.
Zum Wickeln verlassen Sie das Quartier: Wickelräume liegen im Westfield Hamburg-Überseequartier in den Toiletten auf Level -2, dort gibt es auch einen Trinkbrunnen. Öffentliche Anlagen mit Wickeltisch stehen Am Niederhafen (Vorsetzen 70, täglich 10 bis 21 Uhr, 1 €), an der Michaeliskirche und an den Landungsbrücken bei Brücke 4.
Mit dem Kinderwagen bremsen in der Speicherstadt Kopfsteinpflaster und die Steigungen der Fußgängerbrücken. In der HafenCity sind die Wege eben, Plätze und Promenaden über Rampen erreichbar. Zur Plaza fahren Sie mit den Aufzügen der Fahrstuhlgruppe A, oben nimmt das Einlasspersonal den Wagen an. Bei Spicy’s tragen Sie das Kind die Treppe hinauf. Das Westfield verleiht Kinderwagen, kostenlose Schließfächer in begrenzter Zahl hat die Elbphilharmonie im Erdgeschoss.
Kindergerichte weist keine Speisekarte im Quartier aus. Für Familien naheliegend ist das kleine Fleetschlösschen am Brooktorkai 17 mit Fisch, Pommes und Terrasse am Wasser; die Küche öffnet am Wochenende um 11 Uhr, werktags um 11:30 Uhr. Auf der Plaza verkauft „Deck & Deli“ von 11 bis 20 Uhr Gebäck und Eis zum Mitnehmen, die Kaffeerösterei am Kehrwieder 5 hat täglich von 10 bis 18 Uhr ein Café, das Westfield über 40 Gastronomiebetriebe. Das Wasserschloss serviert samstags und sonntags Frühstück, das Restaurant hat montags und dienstags Ruhetag.
Beste Zeit, Regenplan und zwei Tagesvorschläge
Ferien, Termine und Andrang
Die Entdeckertour findet nur an einzelnen Tagen statt. 2026 setzte das Speicherstadtmuseum sie fast täglich in den Hamburger Herbstferien an, dazu am Nikolaustag und zwischen den Jahren; weitere Führungen gibt es je nach Nachfrage. Die aktuellen Termine stehen auf der Website des Museums, in den Ferien sind einzelne Termine früh ausgebucht. An Wochenenden und in den Ferien ist im Quartier viel los, die Plaza begrenzt dann den Zutritt. Ruhige Tageszeiten nennt kein Betreiber. Mehr Ideen sammeln unsere Herbst- und Winterausflüge für Familien.
Wenn es regnet
Bei Regen verbinden Sie Speicherstadtmuseum, Spicy’s und Zollmuseum, dazu kommen der Welterbe-Infopoint im Kesselhaus (Am Sandtorkai 30, montags geschlossen) und die Innenplaza der Elbphilharmonie. Im Kaispeicher B, 0,25 km Luftlinie vom Wasserschloss, öffnet das Internationale Maritime Museum täglich von 10 bis 18 Uhr, mit einer Schnitzeljagd für Kinder über sieben Decks; das Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder kostet 38 €. Weitere Ziele unter Dach: Miniatur Wunderland, Chocoversum, LEGO Discovery Centre.
Abends: Beleuchtung und Fleete bei Hochwasser
Jeden Abend ab der Dämmerung bis kurz nach Mitternacht sind Fassaden, Brücken und Fleete beleuchtet. Seit 2001 hat der Verein Licht-Kunst-Speicherstadt rund 1.200 Leuchten installiert, seit 2025 trägt die HHLA die Verantwortung. Im Herbst und Winter wird es früh dunkel, dann sehen auch jüngere Kinder die Lichter noch vor dem Schlafengehen.

Vom Wasser aus zeigt eine Barkassenfahrt ab den Landungsbrücken die Fleete, etwa mit Kapitän Prüsse ab Brücke 3. Ob das Boot in die Speicherstadt einfährt, entscheidet der Wasserstand; prüfen Sie die Hochwasserzeiten vorab beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.
An Bord der Prüsse-Barkassen gibt es Toiletten; was die Fahrten kosten und wie lange sie dauern, steht in unserem Artikel zur Hafenrundfahrt.
Halber Tag mit Kleinkind und Schulkind
Für ein dreijähriges und ein siebenjähriges Kind mit Kinderwagen; tragen müssen Sie nur die Treppe bei Spicy’s hinauf:
- Um 10 Uhr auf die Plaza: Rolltreppe, Rundgang, Blick über die Speicher.
- Speicherstadtmuseum: Kalle-Rallye für das Schulkind, Suchspiel für das Kleinkind.
- Spicy’s mit Familienticket, riechen und Gummibärchen.
- Über den Kibbelsteg in den Grasbrookpark zum Spielen.
- Mittagessen und Wickeln im Westfield, Rückfahrt ab U4 Überseequartier.
Ganzer Tag mit Grundschulkind und Teenager
Für ein achtjähriges Kind und ein Geschwisterkind von 13 Jahren:
- Vormittags Plaza mit Zeitfenster, danach Speicherstadtmuseum; an einem gebuchten Termin die Entdeckertour für das jüngere Kind.
- Mittagspause im Fleetschlösschen, mit Blick auf das Pfefferkörner-Hauptquartier nebenan.
- Fotos am Wasserschloss, danach Zollmuseum und Zollboot bis 17 Uhr, außer montags.
- Bei Regen das Maritime Museum oder das Miniatur Wunderland, für den Teenager auch das Dungeon.
- In der Dämmerung über die beleuchteten Brücken zurück zur U-Bahn.
Anreise mit U-Bahn, Bus, Fähre und Auto
Die U3 fährt in 6 Minuten vom Hauptbahnhof Süd nach Baumwall (Elbphilharmonie), von dort sind es etwa 5 Minuten zu Fuß zum Speicherstadtmuseum. Von U4 Überseequartier und U1 Meßberg gehen Sie jeweils etwa 10 Minuten bis zum Kesselhaus; Meßberg liegt nah an Zollmuseum und Chocoversum. Alle U-Bahn-Haltestellen der Innenstadt sind barrierefrei. Metrobus 2 und Bus 111 halten Am Sandtorkai (Elbphilharmonie), Bus 6 Auf dem Sande nahe Spicy’s; die HVV-Fähre 72 fährt von den Landungsbrücken zum Anleger Elbphilharmonie.
Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos, das Kinderticket für 6- bis 14-Jährige kostet 1,50 € pro Fahrt oder 3 € pro Tag. Das Tagesticket für 8,20 € gilt für eine Person und bis zu drei Kinder von 6 bis 14 Jahren, das Gruppen-Tagesticket für 16,40 € für bis zu fünf Personen; online und per App sind beide 7 % günstiger. Mit dem Deutschlandticket fahren Kinder ab 6 Jahren nicht kostenlos mit.
Straßenparkplätze sind knapp. Das Contipark-Parkhaus Speicherstadt, Am Sandtorkai 6, hat 814 Stellplätze und eine Einfahrtshöhe von 1,95 m und kostet 3 € je angefangene Stunde, höchstens 28 € für 24 Stunden. Vom Parkhaus Rödingsmarkt führt der Weg über die Fußgängerbrücke am Binnenhafen zum Speicherstadtmuseum. Wegen der Kaimauersanierung ist die westliche Niederbaumbrücke von der U Baumwall Richtung HafenCity bis Februar 2028 für Autos, Busse und Räder gesperrt, zu Fuß kommen Sie in beide Richtungen hinüber; die Haltestelle Am Kaiserkai wird in Richtung HafenCity nicht bedient.
Für wen sich die Speicherstadt mit Kindern lohnt
Am besten passt die Speicherstadt zu Familien mit Grundschulkindern, weil Entdeckertour und Kalle-Rallye genau auf dieses Alter zugeschnitten sind. Sie lohnt sich für Kinder, die lieber anfassen, riechen und probieren als lesen, und für Familien mit kleinem Budget: Rundgang, Beleuchtung und Spielplätze kosten nichts, das Zollmuseum ist für alle unter 18 Jahren frei. Pfefferkörner-Fans finden hier die Originalschauplätze, und wer ohnehin das Miniatur Wunderland oder das Chocoversum besucht, verlängert den Tag ohne weite Wege.
Weniger geeignet ist das Quartier für lange Strecken mit Kinderwagen oder Buggy: Pflaster, Brückensteigungen und die Treppe bei Spicy’s kosten Kraft. Wer fest mit einer Barkassenfahrt durch die Fleete rechnet, kann je nach Wasserstand enttäuscht werden. Kinder unter 8 Jahren kommen nicht ins Dungeon, auch wenn es mitten im Quartier liegt. Mit einem Baby müssen Sie für Toilette und Wickeltisch das Quartier verlassen. Eine Spiellandschaft ist die Speicherstadt selbst nicht; Kleinkinder brauchen die Parks der HafenCity als Ausgleich.
Planen Sie den Tag zwischen Dienstag und Sonntag, damit Zollmuseum und Infopoint offen sind, in den Ferien mit festem Termin für die Entdeckertour. Im Herbst und Winter lässt sich der Rückweg in die Beleuchtung legen, im Sommer lockt der Grasbrookpark mit Wasser. Weitere Ziele dieser Art finden Sie unter Ausflugsziele für Familie und Kinder.
Häufige Fragen zur Speicherstadt mit Kindern
Ist die Speicherstadt für Kinder geeignet, und ab welchem Alter?
Ja, vor allem für Grundschulkinder, denn die Entdeckertour ist für 6- bis 12-Jährige gemacht. Jüngere haben mehr von Spielplätzen, Plaza und Gewürzmuseum; ins Hamburg Dungeon dürfen Kinder erst ab 8 Jahren.
Was kostet ein Tag in der Speicherstadt mit Kindern?
Der Rundgang ist kostenlos. Für Speicherstadtmuseum, Spicy’s, Zollmuseum und Plaza zahlen zwei Erwachsene mit zwei Schulkindern 55 € Eintritt, dazu kommen Fahrkarten und Essen.
Gibt es eine Kinderführung durch die Speicherstadt?
Ja, die Entdeckertour des Speicherstadtmuseums für 6- bis 12-Jährige: rund 90 Minuten, 12 € für Erwachsene und 9 € für Kinder, nur mit Anmeldung. Die Termine nennt das Museum auf seiner Website.
Wann ist die Speicherstadt beleuchtet?
Jeden Abend im ganzen Jahr, ab der Dämmerung bis kurz nach Mitternacht.
Wo gibt es in der Speicherstadt Toiletten und Wickelmöglichkeiten?
Im Kern keine öffentlichen. Die nächste durchgehend geöffnete Toilette liegt an der U-Bahn Überseequartier, Wickelräume gibt es im Westfield auf Level -2 und in der Anlage Am Niederhafen.
Wo können Familien in der Speicherstadt essen?
Im Fleetschlösschen mit Fisch und Pommes, in der Kaffeerösterei am Kehrwieder, im Wasserschloss oder im Plaza-Café. Über 40 Gastronomiebetriebe hat das Westfield.
Fahren Barkassen immer durch die Fleete?
Nein, nur flache Barkassen und nur bei ausreichendem Wasserstand; die Hochwasserzeiten lohnt es, vorher zu prüfen.
Was sich mit der Speicherstadt verbinden lässt
- Miniatur Wunderland mit Kindern, Kehrwieder 2, 0,21 km Luftlinie: Regenbaustein mitten im Quartier, mehr zur Anlage unter Miniatur Wunderland.
- Hamburg Dungeon, Kehrwieder 2, 0,18 km: Schauspielshows, kein Zutritt unter 8 Jahren, empfohlen ab 10.
- Elbphilharmonie mit Plaza, 0,55 km: Startpunkt mit Aussicht.
- LEGO Discovery Centre im Westfield Hamburg-Überseequartier, 0,6 km: Indoor-Alternative für Drei- bis Zehnjährige neben dem Grasbrookpark.
- Chocoversum, Meßberg 1, 0,87 km: Schokoladen-Abschluss am Ostende an der U1 Meßberg.
- Hamburger Hafen und Landungsbrücken, 1,7 km: mit der Fähre 72 ab Anleger Elbphilharmonie erreichbar, an Brücke 3 legen die Barkassen von Kapitän Prüsse ab.
Angaben Stand Oktober 2026. Quellen: hamburg.de, hvv.de, hamburg.de. Preise, Öffnungszeiten und Altersregeln ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.