Hamburger Hafen

Luftbild des Hamburger Hafens
Merlin Senger, HamburgerHafenLuftbild, CC BY-SA 3.0

Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands und zugleich ein beliebtes Ausflugsziel in der Hansestadt. Er liegt an der Unterelbe, rund 100 Kilometer vom offenen Meer entfernt, und ist über die Fahrrinne der Elbe auch für große Frachter erreichbar. Seit Langem trägt er den Beinamen „Tor zur Welt“.

Die Ursprünge des Hafens reichen bis ins Jahr 1189 zurück, als Hamburg der Überlieferung nach ein Hafenprivileg erhielt; bis heute erinnert der jährliche Hafengeburtstag an dieses Datum. Neben seiner Rolle als Handels- und Umschlagplatz ist der Hafen für den Tourismus von großer Bedeutung: Entlang des Elbufers reihen sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die sich zu Fuß oder bei einer Hafenrundfahrt erkunden lassen.

Zentraler Anlaufpunkt sind die St. Pauli-Landungsbrücken. Von hier starten Fahrgastschiffe und Barkassen zu Hafenrundfahrten durch die Becken und Fleete des Hafens. In unmittelbarer Nähe liegen zwei Museumsschiffe vor Anker: der historische Dreimaster „Rickmer Rickmers“ und der Stückgutfrachter „Cap San Diego“. Beide lassen sich von innen und außen besichtigen.

Der Hamburger Hafen ist ein Arbeitshafen: Von den Aussichtspunkten am Elbufer lassen sich Containerbrücken, Docks sowie ein- und auslaufende Schiffe beobachten. Regelmäßig machen auch große Kreuzfahrtschiffe an den Terminals fest, was besonders bei den Auslaufparaden viele Schaulustige anzieht.

Zu einem Rundgang gehört für viele Besucher der Alte Elbtunnel. Der 1911 eröffnete St. Pauli-Elbtunnel führt unter der Elbe hindurch von den Landungsbrücken zur Elbinsel Steinwerder. Durch die mit Kacheln verkleideten Röhren gelangen Fußgänger und Radfahrer auf die andere Flussseite, von der aus sich ein weiter Blick auf die Stadtsilhouette und die Kräne des Hafens öffnet.

Hamburger Hafen auf einen Blick
Lage
An der Unterelbe, rund 100 km vom offenen Meer entfernt
Bedeutung
Größter Seehafen Deutschlands, Beiname „Tor zur Welt“
Ursprung
Hafenprivileg von 1189 – Anlass des jährlichen Hafengeburtstags
Zentraler Punkt
St. Pauli-Landungsbrücken mit Fahrgastschiffen und Barkassen
Museumsschiffe
„Rickmer Rickmers“ (Dreimaster) und „Cap San Diego“ (Stückgutfrachter)
Unter der Elbe
Alter Elbtunnel (St. Pauli), eröffnet 1911
In der Nähe
Speicherstadt, HafenCity mit Elbphilharmonie, Fischmarkt
Redaktioneller Überblick – Öffnungszeiten und Preise vor dem Besuch prüfen.

Etwas flussabwärts, im Stadtteil Altona, liegt der Hamburger Fischmarkt. Sonntags in aller Frühe preisen dort die „Marktschreier“ ihre Waren an. Direkt daneben steht die Fischauktionshalle aus dem späten 19. Jahrhundert, die einst dem Fischhandel diente und heute als Veranstaltungsort genutzt wird.

Rund um den Hafen liegen weitere bekannte Ziele. Die von Kanälen durchzogene Speicherstadt gehört gemeinsam mit dem benachbarten Kontorhausviertel zum UNESCO-Welterbe. In einem ihrer Speicher ist das Miniatur-Wunderland untergebracht, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Angrenzend entstand mit der HafenCity ein modernes Stadtviertel, dessen auffälligstes Bauwerk die Elbphilharmonie ist – ein Konzerthaus auf dem Sockel des früheren Kaiserspeichers.

Der größte Teil des Hafengeländes lässt sich frei erkunden; für Hafenrundfahrten, Museumsschiffe und Konzerte gelten eigene Öffnungszeiten und Preise, die sich vorab prüfen lassen. Einen Überblick über Anreise und aktuelle Veranstaltungen bietet das Stadtportal hamburg.de. Wer die maritime Seite Norddeutschlands weiter entdecken möchte, findet in der Hansestadt Lübeck ein verwandtes Ziel.