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11 Euro kostet die Karte für das Schloss, die Führung durch die Innenräume dauert rund 25 Minuten, und vom Besucherparkplatz bis zum Eingang gehen Sie noch einmal rund 30 Minuten. Geöffnet ist die Anlage im Graswangtal bei Ettal vom 15. April bis 15. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr, im Winterhalbjahr von 10 bis 16.30 Uhr. Die Räume sehen Sie ausschließlich mit Führung, den Schlosspark mit Wasserparterre, Kaskade und Terrassengärten dagegen ganzjährig ohne Eintritt.
Auf die 25 Minuten im Haus kommt ein Vielfaches an Zeit im Gelände. Die Venusgrotte hat ihre eigene Führung von rund 15 Minuten und kostet 9 Euro, das Königshäuschen mit seiner Ausstellung 2 Euro, die übrigen Parkbauten nichts. Wer Schloss und Grotte zusammen sehen möchte, nimmt die Gesamtkarte für 18 Euro, ermäßigt 16 Euro; bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist der Eintritt frei. Für den kompletten Rundgang sollten Sie einen halben Tag ansetzen. Seit 2025 gehört die Anlage gemeinsam mit Neuschwanstein, Herrenchiemsee und dem Königshaus am Schachen zum UNESCO-Welterbe.

Was König Ludwig II. im Graswangtal bauen ließ
Zwischen 1870 und 1886 entstand die Anlage nach Entwürfen des Architekten Georg von Dollmann für König Ludwig II. Stilistisch gehört sie zum Neurokoko, als Vorbild diente das französische Schloss Marly. Im Vergleich zu den anderen Bauvorhaben des Königs fällt das Haus klein aus, und genau daraus erklärt sich die kurze Führung: Es gibt wenige Räume, diese aber bis in die Details durchgestaltet.
Den Garten- und Landschaftspark legte Hofgartendirektor Carl von Effner zwischen 1874 und 1880 an. Er verbindet die geometrisch geordneten Terrassen und Wasserachsen direkt am Haus mit dem bewaldeten Hang darüber, in den die kleineren Bauten gesetzt sind. Wie gefragt der Ort ist, zeigt die Zählung von 2018 mit 437.122 Gästen. Seit 2025 steht die Anlage zusammen mit den übrigen Schlössern Ludwigs II. auf der Welterbeliste der UNESCO; hoch ist der Andrang ohnehin von Mai bis Oktober.
Die Führung durch das Schloss und was sie zeigt
In das Haus kommen Sie nur im Rahmen einer Führung, Einzelbesichtigungen sind nicht vorgesehen. Die Gruppen starten alle 5 bis 10 Minuten mit höchstens 40 Personen, unterwegs sind Sie rund 25 Minuten. Auf dem Weg liegen der Spiegelsaal, das Speisezimmer und das Schlafzimmer. Wer mit der Erwartung eines langen Museumsrundgangs kommt, sollte den Takt kennen: Nach der knappen halben Stunde stehen Sie wieder im Park, und dort spielt sich der größere Teil des Besuchs ab.
Die Karte kostet 11 Euro, ermäßigt 10 Euro gegen Nachweis im Original. Geführt wird auf Deutsch und Englisch, eine Führung in Gebärdensprache ist auf Anfrage möglich. Tickets gelten für ein festes Zeitfenster und sind vom Umtausch ausgeschlossen. Nur ein Teil des Kontingents wird online verkauft, den Rest gibt die Schlosskasse aus, die von Mitte April bis Mitte Oktober von 8.30 bis 17.30 Uhr und im Winterhalbjahr von 9.30 bis 16 Uhr besetzt ist. Die Preisübersicht der Schlösserverwaltung nennt außerdem eine Reservierungsgebühr von 1,50 Euro je Person, die für Gruppen ab 15 Personen anfällt.
Venusgrotte, Königshäuschen und die Bauten im Park
Die Venusgrotte ist ein künstlich angelegter Raum mit Bezug zu Wagners Tannhäuser und wird ebenfalls nur geführt gezeigt: rund 15 Minuten, Start alle 20 Minuten, 9 Euro, ermäßigt 8 Euro. Sie liegt rund 50 Höhenmeter über dem Schloss, der Aufstieg gehört also zum Programm. Offen hat sie nur vom 15. April bis 15. Oktober, täglich von 9 bis 18 Uhr; im Winterhalbjahr bleibt sie ebenso zu wie das Marokkanische Haus.
Ohne Eintritt zugänglich sind die Hundinghütte und die Einsiedelei des Gurnemanz, beide im Sommerhalbjahr von 11 bis 18 Uhr. Das Königshäuschen zeigt eine Ausstellung und kostet 2 Euro, ermäßigt 1 Euro; Karten dafür gibt es ausschließlich im Haus selbst. Im Winterhalbjahr öffnet es sonn- und feiertags sowie täglich in den bayerischen Schulferien von 12 bis 16.30 Uhr. Nicht zu sehen ist derzeit der Maurische Kiosk: Fassade und Dach werden saniert, die Wiedereröffnung ist zum Saisonbeginn 2028 vorgesehen.
Fotografieren dürfen Sie in der Grotte nicht. Wie der sanierte Raum von innen wirkt, zeigt ein Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks.

Der Schlosspark und die Wege durch das Gelände
Der Park ist ganzjährig frei zugänglich und ganztägig offen, ein Ticket brauchen Sie dafür nicht. Vor dem Haus liegt das Wasserparterre, oberhalb die Kaskade, seitlich schließen die Terrassengärten an. Die Wasserspiele laufen vom 15. April bis 15. Oktober täglich zu jeder halben Stunde. Die Fontäne vor dem Schloss ist wegen der Sommerhitze und des knappen Wassers derzeit außer Betrieb, die übrigen Wasserspiele arbeiten weiter; den aktuellen Stand nennt die Seite der Schlossanlage.
Unterschätzen sollten Sie die Wege nicht. Teile des Parks steigen bis zu 20 Prozent an, feste Schuhe sind deshalb sinnvoller als glatte Sohlen, und wer Grotte, Terrassen und Parkbauten mitnimmt, legt einige Höhenmeter zurück. Vom Schloss über das Wasserparterre bis zu den Terrassengärten, vor der Venusgrotte und im Kassenbereich gibt es kostenloses WLAN; Zeitfenster und Karten lassen sich also unterwegs prüfen. Vergleichbare Ziele sammelt die Übersicht Ausflugsziele zu Kultur und Geschichte.

Anreise ins Graswangtal, Parkplatz und Fußwege
Mit dem Auto fahren Sie über die A 95 und die B 2 bis Oberau, weiter auf der B 23 Richtung Ettal und dann links auf die Staatsstraße ST 2060 ins Graswangtal; die Adresse lautet Linderhof 12, 82488 Ettal. Der Besucherparkplatz ist gebührenpflichtig, bietet 550 Stellplätze samt Busparkplätzen und dazu vier Normalladestationen sowie eine Schnellladesäule mit zusammen zehn Ladepunkten.
Ohne Auto steigen Sie am Bahnhof Oberammergau in die RVO-Buslinie 9622 bis zur Haltestelle Linderhof, alternativ beginnt die Anfahrt am Bahnhof Oberau; außerdem fährt die Linie 9624 ab Reutte hierher. Wichtig ist in jedem Fall der Fußweg: Vom Parkplatz bis zum Schloss sind es rund 30 Minuten, bis zur Venusgrotte rund 45 Minuten, und zwischen beiden liegen noch einmal 15 bis 30 Minuten. Wer ein Zeitfensterticket gebucht hat, rechnet diese Strecken besser großzügig ein. Wie sich der Abstecher in eine längere Tour einfügt, zeigt die Übersicht der Reiseregionen in Deutschland.

Fotografieren, Hunde und Barrierefreiheit vor Ort
Innenaufnahmen sind im Schloss, in der Venusgrotte und im Königshäuschen nicht gestattet, außen dürfen Sie zu privaten Zwecken fotografieren. Drohnen sind im Naturschutzgebiet verboten. Hunde kommen im Park an der Leine mit, ins Schloss nur getragen, und das Personal beaufsichtigt keine Tiere. Sperriges bleibt draußen: Große Schließfächer stehen gegenüber dem Schlosshotel, kleinere an der WC-Anlage, Kinderwagen und Kraxen können Sie am Schlosseingang abstellen. Für die Pause gibt es an der Schlossanlage ein Bistro mit Geschenkeladen unter der Adresse Linderhof 19.
Barrierearm ist der Besuch nur eingeschränkt. Sechs Behindertenparkplätze liegen rund 260 m von der Schlosskasse entfernt, der Weg dorthin steigt bis zu 10 Prozent an. An der Kasse lassen sich Rollstühle und Rollatoren ausleihen, es gibt eine Induktionsschleife und eine Audiodeskription per QR-Code. Ins Obergeschoss führt nach Voranmeldung ein mobiler Treppenlift bis 120 kg. Die Venusgrotte hat einen barrierefreien Zugang und im Inneren barrierefreie Wege; Behinderten-WCs mit Euroschlüssel finden Sie am Parkplatz, am Schloss und an der Grotte. Viele Parkwege bleiben allerdings steil, eine Begleitung ist zu empfehlen.
Für wen sich Schloss Linderhof lohnt
Am meisten holen Kulturinteressierte heraus, die die Bauten Ludwigs II. der Reihe nach ansehen und die Anlage neben Schloss Neuschwanstein und Herrenchiemsee einordnen möchten. Die zweite Gruppe sind Gäste mit Zeit für den Park: Wasserparterre, Kaskade, Terrassengärten und Parkbauten kosten nichts, wer einen Vormittag im Gelände verbringt, zahlt am Ende nur die 11 Euro für die Führung. Familien mit größeren Kindern kommen gut zurecht, sofern der rund 30-minütige Fußweg vom Parkplatz kein Thema ist.
Weniger passend ist der Besuch für alle, die lange durch Innenräume gehen wollen: Nach rund 25 Minuten stehen Sie wieder vor der Tür. Auch wer Innenaufnahmen machen möchte, wird enttäuscht, weil Fotografieren im Haus, in der Grotte und im Königshäuschen untersagt ist. Gehbehinderte Gäste ohne Begleitung sollten die Steigungen von bis zu 20 Prozent im Park und die 260 m vom Behindertenparkplatz zur Kasse einkalkulieren. Und wer nur wenig Zeit hat, unterschätzt leicht, dass allein die Fußwege im Gelände eine gute Stunde binden.
Zeitlich ist die Spanne von Mitte April bis Mitte Oktober die beste Wahl: Dann laufen die Wasserspiele, die Venusgrotte ist geöffnet, und auch Hundinghütte und Marokkanisches Haus sind zugänglich. Im Winterhalbjahr bleiben diese Bauten geschlossen und das Schloss öffnet verkürzt von 10 bis 16.30 Uhr, dafür ist es im Park deutlich ruhiger.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt in Schloss Linderhof?
Die Karte für das Schloss kostet 11 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Venusgrotte schlägt in der Sommersaison mit 9 Euro zu Buche, ermäßigt 8 Euro, die Gesamtkarte für beides mit 18 Euro, ermäßigt 16 Euro. Für das Königshäuschen zahlen Sie 2 Euro, ermäßigt 1 Euro.
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kommen kostenfrei hinein, ebenso Schülerinnen und Schüler über 18 mit gültigem Schülerausweis. Der Park und die frei zugänglichen Parkbauten kosten nichts.
Wie sind die Öffnungszeiten von Schloss Linderhof?
Vom 15. April bis 15. Oktober öffnet das Schloss täglich von 9 bis 18 Uhr, vom 16. Oktober bis 14. April täglich von 10 bis 16.30 Uhr. Der Kartenverkauf endet früher, im Sommerhalbjahr um 17.30 Uhr und im Winterhalbjahr um 16 Uhr. Geschlossen bleibt die Anlage am 1. Januar, an Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31. Dezember.
Kann man Schloss Linderhof ohne Führung besichtigen?
Nein, Schloss und Venusgrotte sind nur mit Führung zugänglich. Die Schlossführung dauert rund 25 Minuten für höchstens 40 Personen und startet alle 5 bis 10 Minuten, die Grottenführung dauert rund 15 Minuten im Takt von 20 Minuten. Geführt wird auf Deutsch und Englisch, in Gebärdensprache auf Anfrage. Park und Parkbauten dürfen Sie frei begehen.
Wie lange dauert der Weg vom Parkplatz zum Schloss?
Planen Sie rund 30 Minuten zu Fuß bis zum Schloss und rund 45 Minuten bis zur Venusgrotte ein. Zwischen Schloss und Grotte liegen noch einmal 15 bis 30 Minuten. Weil die Tickets für ein festes Zeitfenster gelten, sollten Sie diese Zeiten vor der Buchung durchrechnen.
Ist die Venusgrotte in Linderhof im Winter geöffnet?
Nein, Venusgrotte und Marokkanisches Haus sind vom 16. Oktober bis 14. April geschlossen, Hundinghütte und Einsiedelei des Gurnemanz öffnen ebenfalls nur im Sommerhalbjahr. Der Maurische Kiosk ist wegen der Sanierung bis zur Saison 2028 nicht zugänglich.
Was sich mit Schloss Linderhof verbinden lässt
Die Anlage liegt abseits, lässt sich aber gut mit Zielen im Umkreis zu einem Tag zusammenfassen. Auskünfte zur Region gibt der Tourismusverband der Ammergauer Alpen.
- Oberammergau, rund 8,5 km: nächster Bahnhof und Startpunkt der Buslinie 9622 zum Schloss.
- Kloster Ettal, rund 10 km: Klosteranlage an der B 23, direkt auf dem Weg ins Graswangtal.
- Eibsee am Fuß der Zugspitze, rund 12,8 km: Bergsee mit Uferweg als ruhiger Gegenpol zum Schlossbesuch.
- Schloss Neuschwanstein, rund 15,9 km: der zweite Bau Ludwigs II. in Reichweite, seit 2025 ebenfalls Welterbe.
- Zugspitze, rund 16,8 km: Gipfelfahrt als Kontrastprogramm, sinnvoll nur als eigener Tag.
Angaben Stand September 2026. Quellen: schlosslinderhof.de, Wikipedia/Wikidata, Bayerische Schlösserverwaltung, Schlossanlage Linderhof, Betreiber, Eintrittspreise. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
