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Eine Tageskarte kostet im Sommer 27 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder von 6 bis 16 Jahren, im Winterhalbjahr 23 und 15 Euro. Geöffnet ist täglich ab 9 Uhr, auch an Feiertagen, von Mai bis September bis 19 Uhr. Dafür stehen Ihnen 27 Hektar an der Pfaffendorfer Straße offen, rund zehn Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt, mit etwa 650 Tierarten in sechs Erlebniswelten. Seit dem 1. September 2026 gehört die Küstenwelt Feuerland dazu. Für die Hauptwege genügen 4 bis 6 Stunden, wer Gondwanaland und Feuerland in Ruhe mitnehmen will, braucht einen ganzen Tag.
Über den Tag entscheidet die Reihenfolge. Wer um 9 Uhr an der Kasse steht, sieht Tropenhalle und Aquarium in der ruhigsten Phase des Tages, bevor an Wochenenden und in den Ferien der Andrang einsetzt. Ab 10:15 Uhr beginnen die Fütterungen und Kommentierungen, die über das ganze Gelände verteilt sind. Online gekaufte Tickets enthalten eine Fahrtberechtigung für den Nahverkehr; ermäßigte Karten für Studierende, Auszubildende und Menschen mit Schwerbehinderung gibt es dagegen nur an der Kasse am Besuchstag.
Feuerland: Unterwassertunnel und Humboldtpinguine seit September 2026
Die jüngste Erlebniswelt gehört zum Südamerika-Teil und ist am 1. September 2026 in Betrieb gegangen. Auf rund 10.000 Quadratmetern bildet sie eine Küstenlandschaft nach, in der über 5,5 Millionen Liter Wasser bewegt werden. Kernstück ist ein über 100 Meter langer Unterwassertunnel mit einer 12 Meter langen Röhre aus Acrylglas, die den Blick rundum freigibt: Über 50 Humboldtpinguine und kalifornische Seelöwen schwimmen dort über und neben Ihnen vorbei. An Wochenenden und in den Ferien ist hier mit Andrang zu rechnen, am ruhigsten bleibt es morgens ab 9 Uhr.
Legen Sie Feuerland deshalb an den Anfang oder an das Ende Ihrer Runde. Zwei Regeln gelten hier anders als sonst im Zoo: In der Pinguinküste und im gesamten Tunnelbereich sind Kinder- und Bollerwagen nicht erlaubt, dafür liegt ein Wickelraum direkt in Feuerland. Mit kleinen Kindern stellen Sie den Wagen also vor dem Tunnel ab und gehen die Schleife zu Fuß. Der zweite Wickelraum befindet sich im Eingangsbereich.
Sechs Erlebniswelten auf 27 Hektar und eine Runde, die aufgeht
Gründergarten, Asien, Gondwanaland, Pongoland, Afrika und Südamerika teilen sich das Gelände, 2,1 Hektar der Fläche sind Wasser. Gondwanaland, die 2011 eröffnete Tropenhalle, ist größer als zwei Fußballfelder und beherbergt knapp 170 Tierarten zwischen rund 500 Pflanzenarten. Sie haben dort drei Wege zur Auswahl: unten zu Fuß durch die Vegetation, oben über den Baumwipfelpfad oder mit dem Boot auf dem Fluss Gamanile. Wer alle drei nimmt, sollte dafür einen spürbaren Teil des Zoobesuchs einplanen.

Die Halle ist zugleich die Rückfallebene bei schlechtem Wetter. Unter dem Dach bleibt es warm und feucht, was Kameras und Brillen beim Eintritt beschlagen lässt. Kleintiere wie Grüne Leguane sitzen oft dicht am Weg und lassen sich ohne Teleobjektiv fotografieren, während die Riesenotter im Wasser deutlich mehr Geduld verlangen.

Im Afrika-Teil liegt die Kiwara-Savanne, auf der Giraffen, Zebras und Antilopen gemeinsam gehalten werden. Die Kiwara-Lodge daneben ist ein Selbstbedienungsbuffet mit Blick auf Giraffen und Zebras, die Kiwara-Kopje wird um 11:15 Uhr kommentiert und gefüttert. Für Fotos ist die Savanne dankbar, weil die Tiere sich über eine weite Fläche verteilen und der Blick nicht durch Gitter geht.

Pongoland zeigt Menschenaffen auf einer Außenanlage mit Kletterstämmen, Seilen und künstlicher Felswand und ist zugleich Standort der Verhaltensforschung. Die Zuchtbilanz des Zoos reicht weit zurück: Seit der Gründung 1878 sind über 2.300 Löwen, 370 Amurtiger und 75 Lippenbären aufgezogen worden. Rund eine Million Euro pro Jahr fließen in Artenschutzprojekte, rund 260 Menschen arbeiten im Zoo, und etwa 11.000 Schülerinnen und Schüler besuchen jährlich die Zooschule.

Wie der jüngste Zuwachs in seine Becken gekommen ist, zeigt ein kurzer Film des Zoos: Seelöwen und Humboldtpinguine ziehen darin in Feuerland ein.
Fütterungen und Kommentierungen geben dem Vormittag den Takt
Der Vormittag ist eng getaktet: Um 10:15 Uhr baden die Elefanten, mit Einblick unter die Wasserlinie. Um 10:30 Uhr folgen das Panoramabecken im Aquarium und die Pinguinküste, um 11:00 Uhr die Riesenotter in Gondwanaland und die Robbenbucht, um 11:15 Uhr die Kiwara-Kopje. Um 11:30 Uhr stehen Büschelaffen und Springtamarine (von April bis Oktober), das Ringbecken im Aquarium und das Loriversum an, ab 12:00 Uhr folgen weitere Termine.
Zwei Punkte lassen sich daraus ablesen. Erstens liegen mehrere Termine parallel und an entgegengesetzten Enden des Geländes, Sie müssen also auswählen statt abhaken. Zweitens lohnt der frühe Einlass doppelt, weil die dichteste Folge vor 12:00 Uhr liegt. Wer erst mittags kommt, sieht die Tiere, aber kaum noch eine Kommentierung.
Was der Zoobesuch kostet und ab wann die Jahreskarte trägt
Der Zoo rechnet nach Saison ab. Vom 21. März bis 31. Oktober zahlen Erwachsene 27 Euro und Kinder von 6 bis 16 Jahren 18 Euro, ermäßigt sind es 23 und 14 Euro; die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder kostet 70 Euro. Vom 1. November bis 20. März gelten 23 Euro, 15 Euro und 60 Euro für die Familie, ermäßigt 20 und 12 Euro. Kinder unter 6 Jahren zahlen nichts. Abendkarten kosten 21 Euro im Sommer und 19 Euro im Winter. Die aktuellen Sätze stehen auf der Website des Zoo Leipzig.
Für Leipzigerinnen und Leipziger und für Familien aus dem Umland ändert die Jahreskarte die Rechnung: 98 Euro für Erwachsene, 65 Euro für Kinder, 251 Euro für die Familie. Im Abo mit 24 Monaten Mindestlaufzeit sinken die Beträge auf 88, 59 und 226 Euro. Ab dem vierten Sommerbesuch ist die Erwachsenenkarte günstiger als Einzeltickets, bei der Familie ebenfalls ab dem vierten Mal. Für einen einzelnen Ausflug bleibt der Zoo ein teurer Posten, zumal Essen und Parken dazukommen.
Anfahrt mit der Straßenbahn 12, Parkhaus und grüne Plakette
Vom Hauptbahnhof sind es rund zehn Minuten zu Fuß oder eine Station mit der Straßenbahnlinie 12, die direkt vor dem Zoo hält. Weitere Zugänge bieten die Haltestellen Goerdelerring mit den Linien 1, 3, 4, 7, 9, 12, 14 und 15 sowie Wilhelm-Liebknecht-Platz mit den Linien 9, 10, 11 und 16. Da das Online-Ticket die Fahrt im Nahverkehr einschließt, ist die Anreise mit der Bahn für Tagesgäste die einfachste Lösung.
Mit dem Auto geben Sie die Parthenstraße 8 ins Navigationsgerät ein. Der Zoo liegt in der Leipziger Umweltzone, ohne grüne Plakette kommen Sie nicht bis zum Eingang. Das Parkhaus am Zoo hat 1.375 Stellplätze und kostet 1 Euro je Stunde, 8 Euro bis zu 12 Stunden und 12 Euro für 24 Stunden; Reisebusse zahlen 4,50 Euro je 30 Minuten. Rechnen Sie den Parkpreis bei der Tagesplanung mit ein.
Kinderwagen, Rollstuhl, Regen: die Praxis auf den Wegen
Alle Hauptwege sind barrierefrei, Rollstühle verleiht der Zoo nach Verfügbarkeit vor Ort. Ausgenommen bleibt der Baumwipfelpfad in Gondwanaland, der nicht rollstuhlgerecht ist. Kinderwagen sind auf den Hauptwegen erlaubt, nicht aber in der Pinguinküste und im Tunnelbereich. Hunde und andere mitgebrachte Tiere dürfen nicht in den Zoo; der Betreiber verweist auf Betreuungsangebote in der Nähe. Schließfächer sind kostenfrei, für den Schließmechanismus brauchen Sie eine 1-Euro-Münze.
Bei Dauerregen bleiben Gondwanaland, das Aquarium und Feuerland überdacht, damit ist ein halber Tag auch ohne Sonne tragfähig. Zum Essen stehen unter anderem die Kiwara-Lodge mit Blick auf die Savanne, der Palmensaal im Gründergarten mit rund 300 Plätzen, Patakan und Bambusbar in Gondwanaland, das Bärenburg-Café und das Teichcafé in Asien sowie die Hacienda Las Casas in Südamerika mit 120 Innen- und über 340 Terrassenplätzen bereit. Vegetarische Gerichte stehen auf den Karten, für Gruppen empfiehlt der Zoo eine Reservierung. Im Winter kommen zwei Termine dazu: das Lichterfest Magisches Tropenleuchten, das zuletzt vom 8. Januar bis 8. Februar 2026 donnerstags bis sonntags lief, und das Halloween-Wochenende Anfang November, an dem länger geöffnet ist.
Für wen sich der Zoo Leipzig lohnt
Am meisten holen Familien mit Kindern ab Kindergartenalter heraus. Die sechs Erlebniswelten liegen dicht beieinander, Spielbereiche und Wickelräume sind vorhanden, und mit Gondwanaland, Aquarium und Feuerland gibt es drei überdachte Abschnitte für den Fall, dass das Wetter kippt. Auch wer gern fotografiert, kommt auf seine Kosten: der Unterwassertunnel, die offene Savannenanlage und die Tropenhalle liefern drei sehr verschiedene Perspektiven auf einem Gelände.
Weniger sinnvoll ist der Besuch, wenn Sie nur ein bis zwei Stunden Zeit haben. 27 Hektar und sechs Erlebniswelten lassen sich in dieser Zeit nicht erfassen, und der Eintritt von 27 Euro im Sommer steht dann in keinem Verhältnis zum Gesehenen. Wer mit Hund unterwegs ist, muss das Tier ohnehin anderweitig unterbringen. Und wer auf das Budget achtet, sollte wissen, dass eine vierköpfige Familie mit Parken und Mittagessen schnell deutlich über der Familienkarte von 70 Euro landet. Wer im Westen Deutschlands wohnt, findet mit dem Duisburger Zoo ein näher gelegenes Ziel derselben Art.
Die beste Zeit ist das Frühjahr und der frühe Sommer: lange Öffnungszeiten bis 19 Uhr und Fütterungen wie die der Büschelaffen, die es nur von April bis Oktober gibt. Im Winter verkürzt sich der Tag auf 17 Uhr, dafür sinkt der Eintritt auf 23 Euro. Weitere Ziele dieser Art sammelt die Übersicht der Ausflugsziele für Familie und Kinder.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt im Zoo Leipzig?
Im Sommer vom 21. März bis 31. Oktober kosten Tageskarten 27 Euro für Erwachsene, 18 Euro für Kinder von 6 bis 16 Jahren und 70 Euro für die Familienkarte. Im Winter vom 1. November bis 20. März sind es 23 Euro, 15 Euro und 60 Euro.
Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Ermäßigte Karten gibt es nur an der Kasse am Besuchstag, nicht im Online-Shop.
Wann hat der Zoo Leipzig geöffnet?
Geöffnet ist täglich ab 9 Uhr, auch an Feiertagen. Vom 1. Mai bis 30. September bleibt der Zoo bis 19 Uhr offen, vom 21. März bis 30. April und im Oktober bis 18 Uhr, vom 1. November bis 20. März bis 17 Uhr. Am 24. und 31. Dezember endet der Tag um 15 Uhr.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für die Hauptwege durch die sechs Erlebniswelten auf 27 Hektar reichen 4 bis 6 Stunden. Wenn Gondwanaland mit Bootsfahrt und Baumwipfelpfad sowie Feuerland dazukommen, wird daraus ein ganzer Tag.
Was ist Feuerland im Zoo Leipzig?
Feuerland ist die am 1. September 2026 eröffnete Küstenwelt im Südamerika-Teil: rund 10.000 Quadratmeter, über 5,5 Millionen Liter Wasser und ein über 100 Meter langer Unterwassertunnel mit einer 12 Meter langen Acrylglasröhre. Dort leben über 50 Humboldtpinguine und kalifornische Seelöwen.
Sind Hunde im Zoo Leipzig erlaubt?
Nein. Mitgebrachte Tiere dürfen nicht in den zoologischen Garten. Der Zoo verweist auf Hundebetreuung in der Nähe des Geländes.
Was sich mit dem Zoo Leipzig verbinden lässt
Der Zoo liegt am Rand der Innenstadt, ein zweites Ziel passt an denselben Tag, wenn Sie den Zoobesuch am Vormittag ansetzen.
- Leipzig Altstadt und Nikolaikirche, rund 2 Kilometer: zu Fuß oder eine kurze Fahrt mit der Straßenbahn, gut für den Nachmittag nach dem Zoo. Der Überblick zu Stadt und Umgebung findet sich bei Leipzig Tourismus.
- Völkerschlachtdenkmal, rund 6 Kilometer: Denkmal mit Aussichtsplattform, sachlich gehaltener zweiter Programmpunkt nach dem Zoo.
- Belantis, rund 11 Kilometer: Freizeitpark vor den Toren der Stadt, als eigener Tagesausflug sinnvoller denn als Anhängsel.
Wer länger in Sachsen bleibt, verbindet Leipzig mit Dresden und der Frauenkirche Dresden oder fährt weiter in den Nationalpark Sächsische Schweiz. Zur Geschichte des 1878 von Ernst Pinkert gegründeten Zoos gibt es einen ausführlichen Überblick bei Wikipedia. Weitere Ziele in ganz Deutschland sammelt die Übersicht Reisen in Deutschland.
Angaben Stand September 2026. Quellen: zoo-leipzig.de, Wikipedia/Wikidata, Zoo Leipzig (Betreiber), Leipzig Tourismus und Marketing. Preise und Öffnungszeiten ändern sich; bitte vor dem Besuch beim Betreiber prüfen.
