Altstadt von Görlitz

Altstadt Görlitz
Wolfgang Pehlemann Wiesbaden Germany, Görlitz Neiße Wehr Grenze zu Polen Vierradenmühle Sachsen Saxony Germany Foto 2007 Wolfgang Pehlemann Wiesbaden DSCN1231, CC BY-SA 3.0 DE

Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Sie liegt in Sachsen an der Lausitzer Neiße, die hier zugleich die Grenze zu Polen bildet: Auf der anderen Flussseite beginnt die polnische Stadt Zgorzelec, bis zum Zweiten Weltkrieg der östliche Teil von Görlitz. Seit 1998 verstehen sich beide Kommunen als gemeinsame Europastadt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1071 als „villa Goreliz“. Weil die Altstadt im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen weitgehend verschont blieb, ist ihr historischer Baubestand bis heute nahezu vollständig erhalten.

Görlitz auf einen Blick
Bundesland
Sachsen (Oberlausitz)
Lage
östlichste Stadt Deutschlands, an der Lausitzer Neiße
Nachbarstadt
Zgorzelec (Polen) – seit 1998 gemeinsame Europastadt
Baudenkmäler
über 4000, aus Gotik, Renaissance, Barock, Gründerzeit und Jugendstil
Bekannt als
„Görliwood“ – Filmkulisse zahlreicher Produktionen
Sehenswert
Untermarkt, Peterskirche mit Sonnenorgel, Schlesisches Museum
Kurzüberblick der Redaktion; Angaben ohne Gewähr.

Über 4000 Baudenkmäler aus mehreren Epochen

Görlitz zählt über 4000 Baudenkmäler und vereint dabei Bauten aus Gotik, Renaissance, Barock, Gründerzeit und Jugendstil. Rund um den Untermarkt und den Obermarkt reihen sich Bürgerhäuser mit Laubengängen und Hallenhäuser aneinander; auch das Rathaus mit seiner Freitreppe prägt den historischen Kern. Ein architektonisches Wahrzeichen ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul, kurz Peterskirche, mit ihrer berühmten Sonnenorgel. Um die Stadt ranken sich zudem zahlreiche Sagen, etwa die vom dreibeinigen Hund, der der Überlieferung nach zu Heiligabend die Stadtmauer entlangläuft.

„Görliwood“: Kulisse für Kinofilme

Der gut erhaltene Altstadtkern macht Görlitz zu einer gefragten Filmkulisse. Unter dem Spitznamen „Görliwood“ diente die Stadt schon zahlreichen deutschen und internationalen Produktionen als Drehort. Bei geführten Rundgängen zum Thema lassen sich viele dieser Schauplätze in der Altstadt wiederentdecken.

Museen und Umland

Das Schlesische Museum zu Görlitz widmet sich der Geschichte und Kultur Schlesiens und ist im historischen Schönhof am Untermarkt untergebracht. Wer sich für Natur interessiert, findet im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz Sammlungen zur Tier- und Pflanzenwelt der Region. Die Oberlausitz rund um die Stadt gilt mit ihren Teichgebieten und Heiden als artenreiche Landschaft.

Beste Reisezeit

Görlitz lässt sich das ganze Jahr über besuchen. Für einen Stadtrundgang bei mildem Wetter eignen sich die Monate von Mai bis September. In der Adventszeit zählt der Schlesische Christkindelmarkt auf dem Obermarkt zu den bekannten Weihnachtsmärkten der Oberlausitz.

Weitere Ausflugstipps

  • Landeskrone: Der Hausberg von Görlitz, ein erloschener Vulkankegel, bietet Wanderwege und Aussicht über die Stadt.
  • Berzdorfer See: Das geflutete ehemalige Tagebaugelände südlich der Stadt lädt zum Baden, Radfahren und Segeln ein.
  • Kaisertrutz und Dicker Turm: Historische Wehranlagen am westlichen Rand der Altstadt.
  • Filmtour „Görliwood“: Rundgang zu bekannten Drehorten im Stadtzentrum.
  • Altstadtbrücke: Fußgängerbrücke über die Neiße ins benachbarte Zgorzelec.

Görlitz lässt sich gut mit weiteren Zielen in Sachsen verbinden. Wer die Region erkundet, kann einen Abstecher in den Nationalpark Sächsische Schweiz einplanen, in Dresden die Frauenkirche besichtigen oder das Chemnitzer Land entdecken. Kulinarisch lohnt eine sächsische Spezialität wie die Quarkkeulchen.

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