Mansfelder Bergwerksbahn

Im südöstlichen Harzvorland verkehrt die Mansfelder Bergwerksbahn, eine Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite. Sie gilt als älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands und wird heute als Museumsbahn vom Verein Mansfelder Bergwerksbahn e. V. betrieben. Zwischen Benndorf, dem Sitz des Vereins nahe dem Bahnhof Klostermansfeld, und Hettstedt führt sie durch die hügelige Landschaft des ehemaligen Mansfelder Bergbaureviers in Sachsen-Anhalt.

Mansfelder Bergwerksbahn auf einen BlickZum ausführlichen Reiseprofil
Stärken
Kultur & Geschichte 4/5 · Familie & Kinder 3/5
Beste Zeit
Frühling und Sommer
Aufwand
bis 2 Stunden · mittleres Budget · drinnen und draußen
Andrang
Erhöht an Fahrt- und Thementagen wie den Nikolausfahrten, sonst moderat
Mansfelder Bergwerksbahn auf einen Blick
Region
Mansfelder Land im südöstlichen Harzvorland, Sachsen-Anhalt; Ausgangspunkt Benndorf / Klostermansfeld
Spurweite
750 mm (Schmalspur)
Strecke
rund 11 km von Benndorf / Klostermansfeld zum Haltepunkt Hettstedt-Kupferkammerhütte
Betreiber
Mansfelder Bergwerksbahn e. V., ehrenamtlich geführte Museumsbahn (Verein 1991 gegründet)
Angebot
Fahrten mit historischen Dampf- und Diesellokomotiven; Regelzüge in der Saison sowie Themenfahrten
Geschichte
eröffnet am 15. November 1880 als Transportbahn des Mansfelder Kupferschieferbergbaus; gilt als älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands
Aktuelle Fahrpläne, Termine und Preise bitte vor dem Besuch auf der offiziellen Seite prüfen.

Vom Kupferschieferbergbau zur Museumsbahn

Die Bahn geht auf den Mansfelder Kupferschieferbergbau zurück. Ab dem 15. November 1880 verkehrte sie zunächst auf einem rund fünf Kilometer langen Teilstück zwischen der Kupferkammerhütte bei Hettstedt und den Schächten bei Welfesholz. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Streckennetz auf seine größte Ausdehnung von etwa 95 Kilometern und wurde zum wichtigsten Transportmittel zwischen den Mansfelder Schächten und Hütten. Befördert wurden vor allem Kupferschiefer, Kohle, Hüttenkoks, Grubenholz und Baumaterialien; bis 1969 fuhren auch die Bergleute mit der Schmalspurbahn zur Schicht.

Nach dem Ende des Bergbaus sicherten Eisenbahnfreunde einen Teil der Anlagen: Der 1991 gegründete Verein Mansfelder Bergwerksbahn e. V. übernahm die Strecke und führt sie seither als Museumsbahn weiter. Erhalten geblieben sind rund elf Kilometer Gleis zwischen Benndorf und dem Haltepunkt Hettstedt-Kupferkammerhütte.

Eine Fahrt mit der Bergwerksbahn

Gemächlich und unter häufigem Pfeifen zieht die Lokomotive ihren kleinen Zug vom Bahnhof Benndorf / Klostermansfeld auf schmaler Spur bergwerts. In den historischen Personenwagen mit teils offenen Plattformen und Kanonenöfen lässt sich das Reisen früherer Jahrzehnte nacherleben. Zum Fuhrpark gehören mehrere historische Lokomotiven, darunter die eigens für die Mansfelder Bahn gebaute Dampflok 11 des Herstellers Orenstein & Koppel sowie die schmalspurige Schlepptenderlok 20.

Regel- und Themenfahrten

Neben den öffentlichen Regelzügen in der Saison bietet der Verein Themenfahrten über das Jahr an, etwa Oster- und Walpurgisfahrten, den Eisbein-Express oder die Nikolausfahrten im Dezember. Zu diesen Anlässen öffnet auch der restaurierte historische Wartesaal des Bahnhofs Klostermansfeld. Sonderfahrten mit Dampf- oder Diesellok lassen sich nach Vereinbarung buchen; nach Anmeldung und unter Aufsicht ist es sogar möglich, selbst eine Dampflok zu führen. Fahrtage, Termine und Preise wechseln je nach Saison und stehen auf der offiziellen Seite der Bergwerksbahn.

Passende Beiträge auf inlandstourismus.de

Für wen sich eine Fahrt mit der Mansfelder Bergwerksbahn lohnt

Am meisten profitieren Eisenbahn- und Industriekultur-Interessierte sowie Familien, die eine ungewöhnliche Zugfahrt mit historischem Charakter suchen: Die Fahrt mit historischen Lokomotiven wie der eigens für die Bahn gebauten Dampflok 11 durch das ehemalige Mansfelder Bergbaurevier verbindet Technikgeschichte mit einer entspannten Fahrt durch die hügelige Landschaft des Harzvorlands. Wer nach Anmeldung und unter Aufsicht selbst einmal eine Dampflok führen möchte, findet mit der Bergwerksbahn eine der wenigen Gelegenheiten dazu.

Wer ein modernes, komfortables Bahnerlebnis erwartet, wird von der Museumsbahn eher enttäuscht: Die historischen Wagen mit teils offenen Plattformen und Kanonenöfen sind nicht auf Komfort, sondern auf das Nacherleben früherer Jahrzehnte ausgelegt, ein barrierefreier Zugang ist bei den alten Fahrzeugen nicht gegeben. Auch wer ein dichtes, durchgehendes Fahrplanangebot sucht, muss sich nach den Terminen der Regel- und Themenfahrten richten, da von der einst rund 95 Kilometer langen Strecke nur noch rund elf Kilometer erhalten sind.

Besonders lohnend sind die Themenfahrten im Jahresverlauf: die Oster- und Walpurgisfahrten im Frühjahr, der Eisbein-Express und die Nikolausfahrten im Dezember, zu denen auch der restaurierte historische Wartesaal des Bahnhofs Klostermansfeld öffnet. Da Fahrtage, Termine und Preise je nach Saison wechseln, lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die offizielle Website der Bergwerksbahn.

Reiseprofil: Mansfelder Bergwerksbahn
Wofür sich das Ziel eignet
Familie & Kinder
3/5
Action & Abenteuer
2/5
Wellness & Erholung
0/5
Kultur & Geschichte
4/5
Natur & Landschaft
2/5
Wasser & Strand
0/5
Städtetrip & Shopping
0/5
Kulinarik & Genuss
1/5
Preis-Leistung und Fotomotiv
Preis-Leistung
3/5
Fotomotiv
4/5
Beste Reisezeit
Frühling
ideal
Sommer
ideal
Herbst
möglich
Winter
gut
Gut zu wissen
Zeitbedarf
Kurz bis halber Tag, je nach Fahrt
Budget
Preise variieren je nach Fahrt und Saison, im Beitrag ohne feste Angabe
Wetter
Gemischt – historische Wagen teils mit offenen Plattformen
Andrang
Erhöht an Fahrt- und Thementagen wie den Nikolausfahrten, sonst moderat
Übernachtung
Nicht nötig – Tagesausflug
Barrierearm / Kinderwagen
Nein – historische Waggons mit Stufen, teils offene Plattformen
Hunde
Vor dem Besuch beim Betreiber prüfen
Anreise
Bahn bis Klostermansfeld/Benndorf oder Auto
Museumsbahn mit historischen Fahrzeugen; Fahrpläne und Themenfahrten wechseln saisonal.
Redaktionelle Einschätzung der Inlandstourismus.de-Redaktion, Stand September 2026. Preise, Öffnungszeiten und Andrang können abweichen – Angaben ohne Gewähr.

Weiterführende Informationen