Schloss Bartenstein: Barockes Residenzschloss in Hohenlohe

Schloss Bartenstein
Andreas Kaiser, Schloss Bartenstein 20080629, CC BY-SA 1.0

Schloss Bartenstein liegt im Ortsteil Bartenstein der Stadt Schrozberg im Landkreis Schwäbisch Hall, in der Region Hohenlohe im Nordosten von Baden-Württemberg. Die barocke Schlossanlage geht auf eine ältere Burg zurück und wurde später zur Residenz der Fürsten zu Hohenlohe-Bartenstein ausgebaut. Bis heute ist das Schloss im Besitz der Familie und daher nur teilweise und zu bestimmten Zeiten für Besucher zugänglich.

Schloss Bartenstein auf einen Blick
Lage
Ortsteil Bartenstein der Stadt Schrozberg, Landkreis Schwäbisch Hall, Region Hohenlohe (Baden-Württemberg)
Art
Barockes Residenzschloss, entstanden aus einer älteren Burganlage
Geschichte
Sitz der Fürsten zu Hohenlohe-Bartenstein, einer katholischen Linie des Hauses Hohenlohe
Besitz
Bis heute im Eigentum der fürstlichen Familie (Privatbesitz)
Zu sehen
Schlossanlage mit Schlosskirche, Schlossmuseum, barocke Ortsanlage, Rundweg und Schlossgarten
Gut zu wissen
Innenräume und Museum in der Regel nur im Rahmen von Führungen; kein ganzjährig frei zugängliches Ausflugsziel
Angaben nach überlieferter Ortsgeschichte. Aktuelle Öffnungszeiten, Führungstermine und Eintrittspreise bitte vor dem Besuch offiziell prüfen.

Der Ort Bartenstein in Hohenlohe

Bartenstein ist ein kleiner Ortsteil von Schrozberg und liegt in der ländlichen Region Hohenlohe nahe der Grenze zu Bayern. Der Ort wurde als barocke Residenz angelegt: Schloss, Schlosskirche und die umgebende Bebauung bilden bis heute ein zusammenhängendes Ensemble. Wer Bartenstein besucht, erlebt daher weniger einen einzelnen Prunkbau als vielmehr einen ganzen Ort, der über Jahrhunderte um die fürstliche Residenz herum gewachsen ist.

Geschichte: die Fürsten zu Hohenlohe-Bartenstein

Die Anfänge der Burg reichen ins Mittelalter zurück; die genaue Gründungszeit ist nicht sicher überliefert. Im Spätmittelalter gelangten Ort und Burg an das Haus Hohenlohe, eines der bedeutenden Adelsgeschlechter der Region. Bartenstein wurde zum Sitz einer eigenen Linie, der Fürsten zu Hohenlohe-Bartenstein. Diese Linie war – anders als mehrere evangelische Zweige des Hauses Hohenlohe – katholisch. Im 18. Jahrhundert wurde sie in den Reichsfürstenstand erhoben; in dieser Zeit erhielten Schloss und Ort ihre barocke Gestalt. Das Schloss ist bis heute Eigentum der Familie.

Schloss Bartenstein aus der Luft
Holger Uwe Schmitt, Flug über Schloss Bartenstein. 03, CC BY-SA 4.0

Schlosskirche und Schlossmuseum

Zum Ensemble gehört eine Schlosskirche, die auch für Trauungen genutzt wird. In einem Teil der Anlage ist ein Schlossmuseum eingerichtet, das über die Geschichte des Schlosses und der Fürstenfamilie informiert. Da es sich um bewohnten Privatbesitz handelt, sind die Innenräume in der Regel nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Ob und wann Museum und Führungen angeboten werden, sollte man vor dem Besuch über die offizielle Website oder die Stadt Schrozberg klären.

Schlossgarten, Rundweg und Umgebung

Rund um das Schloss laden ein Schlossgarten und die barocke Ortsanlage zu einem Spaziergang ein. Ein historischer Rundweg mit Tafeln an den Gebäuden erläutert die Geschichte des Ortes; im Anschluss führt ein Naturlehrpfad durch die umgebende Landschaft. Der kleine, ruhige Ort eignet sich damit gut für einen Ausflug abseits der großen Touristenströme. Am schönsten wirkt der Garten im Frühjahr und Sommer, wenn die Beete blühen.

Anreise und Planung

Bartenstein liegt abseits der großen Verkehrsachsen; die Anreise erfolgt am einfachsten mit dem Auto. Größere Orte in der Umgebung sind Bad Mergentheim, Schwäbisch Hall und – bereits in Bayern – Rothenburg ob der Tauber, sodass sich ein Besuch gut mit weiteren Zielen der Region verbinden lässt. Öffnungszeiten, Führungstermine und Eintrittspreise wechseln und werden hier bewusst nicht genannt – die aktuellen Angaben stehen auf der offiziellen Website des Schlosses sowie bei der Stadt Schrozberg.

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