Spätzle: die schwäbische Nudelspezialität

Spätzle sind eine Nudelspezialität aus Schwaben und gehören zu den bekanntesten Gerichten des deutschen Südwestens. Sie bestehen aus einem einfachen Eierteig und werden frisch in kochendem Wasser gegart. Verbreitet sind sie vor allem in Baden-Württemberg, darüber hinaus aber im gesamten süddeutschen Raum.

Spätzle

Spätzle auf einen Blick
Herkunft
Schwaben in Baden-Württemberg; verbreitet im gesamten deutschen Südwesten
Grundzutaten
Mehl, Eier, Wasser und Salz
Teig
Geschmeidig bis zäh; vor dem Formen kräftig geschlagen, bis er Blasen wirft
Formen
Vom nassen Brett geschabt, durch Presse oder Hobel gedrückt oder durch ein Spätzlesieb
Schutzstatus
„Schwäbische Spätzle“ und „Schwäbische Knöpfle“ sind als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) auf EU-Ebene eingetragen
Typische Gerichte
Beilage zu Braten und Soßen, als Käsespätzle oder zu Linsen mit Saitenwürsten
Regionale Rezepturen und Formen unterscheiden sich.

Herkunft und geschützte Bezeichnung

Ihre Heimat haben Spätzle in Schwaben, einem Landstrich, der heute vor allem in Baden-Württemberg liegt. Als Teil der schwäbischen Alltagsküche werden sie dort seit Langem als Beilage und als Hauptgericht gegessen. Die Bezeichnungen „Schwäbische Spätzle“ und „Schwäbische Knöpfle“ sind als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) auf EU-Ebene eingetragen. Damit ist festgelegt, dass Produkte unter diesem Namen aus dem definierten Herstellungsgebiet stammen und nach den dort üblichen Kriterien gefertigt sein müssen.

Zutaten und Teig

Für Spätzle braucht es nur wenige Zutaten: Mehl, Eier, Wasser und Salz. Aus ihnen entsteht ein geschmeidiger, eher zäher Teig. Damit die Spätzle locker werden, wird der Teig kräftig geschlagen oder gerührt, bis er Blasen wirft. Die genaue Konsistenz hängt vom Verhältnis der Zutaten ab und lässt sich je nach gewünschter Formmethode etwas fester oder weicher einstellen. Ein vergleichsweise hoher Eianteil gilt in Schwaben als Merkmal guter Spätzle.

Formen: schaben, pressen oder hobeln

Für die Form gibt es mehrere Wege. Traditionell werden die Spätzle von einem nassen Holzbrett mit einem Messer oder einer Teigkarte portionsweise ins kochende Wasser geschabt. Solche handgeschabten Spätzle fallen unregelmäßig aus und gelten als besonders ursprünglich. Schneller geht es mit einer Spätzlepresse, einem Spätzlehobel oder einem Spätzlesieb: Der Teig wird hindurchgedrückt und tropft in gleichmäßigeren Strängen ins Wasser. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, sind sie gar und werden abgeschöpft.

Wie Spätzle gegessen werden

Spätzle sind vielseitig. Als Beilage passen sie zu Braten und zu kräftigen Soßen, deren Flüssigkeit sie gut aufnehmen. Als Hauptgericht sind sie vor allem in Form von Käsespätzle bekannt, bei denen frische Spätzle mit geriebenem Käse geschichtet und mit gerösteten Zwiebeln überzogen werden. Ein weiterer schwäbischer Klassiker sind Linsen mit Spätzle und Saitenwürsten. Zusammen mit den Maultaschen gehören Spätzle damit zu den Gerichten, die die schwäbische Küche über die Region hinaus bekannt gemacht haben.

Fazit

Spätzle sind bodenständige Küche aus Schwaben: ein Teig aus Mehl, Eiern, Wasser und Salz, geschabt oder gepresst und frisch gekocht. Ob als Beilage, als Käsespätzle oder zu Linsen – sie sind fester Bestandteil der Küche in Baden-Württemberg und lassen sich mit einfachen Mitteln auch zu Hause zubereiten.

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Weiterführende Quellen