Kölner Dom – gotische Kathedrale und UNESCO-Welterbe

Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen der Stadt Köln und eine der bekanntesten gotischen Kathedralen Europas. Die Hohe Domkirche St. Petrus steht direkt an der Domplatte neben dem Hauptbahnhof und gehört seit 1996 zum UNESCO-Welterbe. Mit seinen beiden Türmen prägt der Dom die Silhouette der Stadt am Rhein und ist ein zentraler Anlaufpunkt für Besucher aus dem In- und Ausland.

Kölner Dom
© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Kölner Dom und Hohenzollernbrücke Abenddämmerung (9706 7 8), CC BY-SA 4.0

Baugeschichte: von 1248 bis 1880

An der Stelle des heutigen Doms stand zuvor ein Vorgängerbau, der sogenannte Alte Dom. Nach dessen Abriss begannen 1248 die Arbeiten an der gotischen Kathedrale. Über die Jahrhunderte ruhte der Bau zeitweise, ehe er im 19. Jahrhundert nach den überlieferten mittelalterlichen Plänen weitergeführt und 1880 vollendet wurde. Bis heute bleibt der Dom eine Art Dauerbaustelle: Die Dombauhütte kümmert sich fortlaufend um Sanierung und Erhalt, sodass Gerüste an einzelnen Stellen zum vertrauten Bild gehören.

Kölner Dom auf einen Blick
Bauwerk
Gotische Kathedrale (Hohe Domkirche St. Petrus)
Lage
Domplatte, direkt am Kölner Hauptbahnhof (Köln, Nordrhein-Westfalen)
Baubeginn
1248
Vollendung
1880 nach überlieferten mittelalterlichen Plänen
Türme
zwei Türme, rund 157 Meter hoch
UNESCO-Welterbe
seit 1996
Highlight im Inneren
Dreikönigenschrein
Website
koelner-dom.de
Eckdaten zum Bauwerk. Aktuelle Öffnungszeiten, Führungen und Turmbesteigung bitte auf der offiziellen Website prüfen.

Dreikönigenschrein und Domschatzkammer

Im Inneren zählt der Dreikönigenschrein zu den bedeutendsten Kunstwerken. Der vergoldete Schrein gilt als eines der größten erhaltenen Goldschmiedewerke des Mittelalters und trug wesentlich dazu bei, dass Köln zu einem wichtigen Pilgerziel wurde. In der Domschatzkammer auf der Nordseite werden liturgische Geräte, Gewänder und Reliquien aufbewahrt; die Gewölbe, in denen der Schatz liegt, stammen aus dem Mittelalter. Die hohen Fenster und das steinerne Maßwerk vermitteln einen Eindruck von der gotischen Bauidee, den Innenraum licht und aufstrebend wirken zu lassen.

Türme und Aussicht

Die beiden Türme des Doms erreichen eine Höhe von rund 157 Metern und zählten nach der Vollendung zu den höchsten Bauwerken ihrer Zeit. Wer sich den Aufstieg zutraut, kann den Südturm über mehrere Hundert Stufen erklimmen und wird mit einem weiten Blick über Köln, den Rhein und die umliegende Region belohnt. Öffnungszeiten für die Turmbesteigung und die regelmäßigen Domführungen finden sich auf der offiziellen Website des Doms.

Anreise und Umgebung

Da der Dom unmittelbar am Kölner Hauptbahnhof liegt, bietet sich die Anreise mit der Bahn an; aus vielen Städten ist Köln bequem mit dem Zug erreichbar. Wer von weiter her kommt, nutzt den nahen Flughafen als Ausgangspunkt – Hinweise dazu gibt der Beitrag zu Anreise und Parken am Flughafen Köln/Bonn. Rund um die Domplatte lässt sich der Besuch gut mit einem Bummel durch die Altstadt, einem Spaziergang am Rheinufer oder über die Hohenzollernbrücke verbinden.

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