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Das Museum Insel Hombroich liegt in Holzheim, einem Stadtteil von Neuss am Niederrhein, und verbindet eine große Kunstsammlung mit Architektur und Landschaft zu einem ungewöhnlichen Gesamterlebnis. Die Anlage erstreckt sich über einen weitläufigen Park in der Auenlandschaft der Erft. Die Ausstellung ist auf mehrere Pavillons und Gebäude verteilt, die sich in die umgebende Natur einfügen und die Gestaltung des Geländes selbst zum Teil des Besuchs machen.
Kunst parallel zur Natur: die Leitidee
Das Museum folgt der Leitidee „Kunst parallel zur Natur“, die auf einen Gedanken des Malers Paul Cézanne zurückgeht. Kunst, Architektur und Landschaft sollen als ein Gesamtkunstwerk zusammenwirken. Die Sammlung ist deshalb nicht thematisch oder chronologisch geordnet, sondern sucht den Dialog mit der umgebenden Landschaft. Werke unterschiedlicher Stilrichtungen stehen nebeneinander, und auch europäische und asiatische Kunst werden bewusst zusammen gezeigt. Die begehbaren Ausstellungspavillons entwarf der Bildhauer Erwin Heerich; sie sind zugleich Skulpturen und Ausstellungsräume. Den weitläufigen Landschaftspark gestaltete der Landschaftsplaner Bernhard Korte, die Einrichtung der Sammlungsräume geht unter anderem auf den Maler Gotthard Graubner zurück.
Die Sammlung
Den Kern der Ausstellung bildet die ursprüngliche Sammlung von Karl-Heinrich Müller, die er überwiegend nach eigenem Geschmack und ohne feste stilistische Linie zusammentrug. Einen Schwerpunkt bilden Werke von Hans Arp, Kurt Schwitters, Jean Fautrier und Yves Klein. Daneben sind chinesische Kunstwerke sowie archäologische Artefakte aus dem antiken Mesopotamien und aus Ozeanien zu sehen. Auf europäischer Seite ergänzen Arbeiten von Malern wie Rembrandt, Henri Matisse, Paul Cézanne und Alberto Giacometti die Sammlung. Im offenen Park verteilen sich zudem zahlreiche große Skulpturen verschiedener Bildhauer.
Geschichte und Trägerschaft
Karl-Heinrich Müller, ein Düsseldorfer Kunstsammler, erwarb das Areal ab 1982 und ließ es zu einem öffentlich zugänglichen Museum ausbauen, das 1987 eröffnete. Die charakteristischen Gebäude stammen vom Bildhauer Erwin Heerich. Heute wird das Museum von der Stiftung Insel Hombroich getragen. Auf dem Gelände finden regelmäßig auch Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt.
Raketenstation Hombroich und Langen Foundation
Zum weiteren Kulturraum Hombroich gehört die nahe gelegene Raketenstation Hombroich, ein früherer NATO-Stützpunkt, der heute ein Ort für Kunst, Architektur und Wissenschaft ist. Auf ihrem Gelände steht die Langen Foundation, ein 2004 eröffneter Museumsbau des japanischen Architekten Tadao Ando. Museum, Raketenstation und Langen Foundation lassen sich gut zu einem gemeinsamen Ausflug verbinden.
Öffnungszeiten, Eintritt und Verpflegung
Das Museum ist in der Regel täglich geöffnet, wobei die Zeiten je nach Jahreszeit wechseln und es an einzelnen Feiertagen geschlossen bleibt. Da sich Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern können, lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die offizielle Seite der Stiftung Insel Hombroich. Eine Besonderheit des Hauses: Im Eintritt ist eine einfache, regionale Verpflegung enthalten, die sich Gäste während des Rundgangs nehmen können. Für den Besuch sollte man genügend Zeit einplanen, da sich das weitläufige Gelände zu Fuß erschließt – festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
Anreise und Parken
Das Museum liegt an der Adresse Minkel 2 in 41472 Neuss-Holzheim, unweit der Stadtgrenze zu Grevenbroich. Mit dem Auto erreicht man es über die A57 (Ausfahrt Neuss-Reuschenberg) oder die A46 (Ausfahrt Grevenbroich-Kapellen); ab dort weist die Beschilderung den Weg. Ein Besucherparkplatz befindet sich am Museum. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Gelände von Neuss und Düsseldorf aus mit Bus und Bahn zu erreichen. Am schönsten zeigt sich der Landschaftspark im Frühjahr, Sommer und Herbst, wenn Wiesen und Bäume grün sind; für den Weg über die Insel und die Pavillons sollte man mehrere Stunden einplanen.
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