Reisen mit dem Wohnwagen – GPS Tracker für Wohnwagen

Das Campen mit dem Wohnwagen hat in den letzten Jahren einen großen Trend erfahren. Viele erfüllen sich mit dem Kauf eines Wohnwagens einen lange gehegten Traum und erschaffen sich ein zweites Zuhause auf Rädern. Eine exklusive Ausstattung kann den Preis eines Wohnwagens schnell auf 40.000 Euro schnellen lassen.

Wohnwagen GPS
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Doch mit einer teuren Ausstattung steigt auch die Gefahr des Diebstahls. Während Gelegenheitsdiebe spontan in einem günstigen Moment zuschlagen, stehlen professionelle Wohnwagenschlepper oft auf Bestellung. Die Wohnwagen werden häufig sehr schnell ins Ausland überführt. In den letzten Jahren ist die Zahl der Wohnwagendiebstähle in Deutschland rasant gestiegen. Wohnwagen werden sowohl im Urlaub als auch während ihrer Stehzeiten in Hallen oder Garagen entwendet. Auch Vandalismus und Brandstiftung können den Traum vom Camperleben schnell zunichte machen.

Diebstahlschutz mit GPS-Tracker

GPS Tracking Wohnwagen
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Mit einem GPS-Tracker kann der Wohnwagen bis auf wenige Meter genau lokalisiert werden. GPS-Tracker funktionieren mit einer SIM-Karte und senden einen stillen Alarm ans Handy, wenn der Wohnwagen unerlaubt bewegt oder der GPS-Tracker gewaltsam entfernt wird. Diese Daten können zur Nachverfolgung direkt an die örtliche Polizei weitergeleitet werden. Wird das Fahrzeug gemietet kann es unter Umständen als Firmenfahrzeug dienen und daher gelten besondere Punkte im Bereich Datenschutz.

Günstig oder teuer?

GPS-Tracker finden sich in jeder Preiskategorie. So gibt es günstige Modelle schon für unter 100 Euro auf Amazon, fest eingebaute und höherpreisige Geräte können dagegen mit 2.000 Euro zu Buche schlagen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten:

  • Fest verbaut oder klein und kompakt? Preiswerte Tracker müssen im Wohnwagen gut versteckt werden, höherpreisige werden meist fest von einer Werkstatt verbaut. Viele günstige Tracker haben an ihrer Unterseite Magnete, einige sogar einen Spritzwasserschutz, sodass sie auch unter dem Wohnwagen befestigt werden können.
  • Die Akkulaufzeit variiert in den einzelnen Preiskategorien stark. So hält der Akku bei einigen günstigen Geräten bei Kälte nur etwa 4 Tage, was gerade im Winter als Diebstahlsicherung in einer Halle wenig praktikabel ist. Bei teureren Geräten hält er dagegen bis zu 3 Monaten.
  • Übertragungszeit ans Handy . Die Bewegung des Senders wird bei guten Geräten innerhalb von wenigen Sekunden an das Handy übertragen, bei minderwertigen Trackern kann dies schon mal einige Minuten in Anspruch nehmen.
  • Eine kurze Reichweite stellt im Urlaub sicherlich kein Problem dar, sollte aber für einen Diebstahlschutz während der Stellzeit vermieden werden.
  • Einen guten Tracker zeichnet außerdem ein guter Support aus. So leitet dieser bei einem Diebstahl auch im fremdsprachigen Ausland alle nötigen Daten an die Polizei weiter und unterstützt auch bei der weiteren Nachverfolgung.
  • Ein besonderes Augenmerk sollte beim Kauf auch auf die SIM-Karte gelegt werden, damit hier keine hohen Folgekosten entstehen und ein Dienst auch im Ausland gewährleistet werden kann.

Lohnt sich ein GPS-Tracker?

Ein Wohnwagen GPS-Tracker soll dabei helfen, einen gestohlenen Wohnwagen wiederzufinden und eine Überführung ins Ausland zu verhindern. In manchen Fällen, gerade bei Gelegenheitsdiebstählen, verhelfen sie tatsächlich zu einem Wiederauffinden. Bei Diebstählen durch spezialisierte Schlepper ist dies jedoch nicht so einfach. Mittlerweile gibt es schon für wenig Geld Störsender zu kaufen, die eine GPS-Ortung unmöglich machen. Da die meisten GPS-Tracker gut versteckt und für Außenstehende nicht zu sehen sind, nutzen viele Diebe bereits standardmäßig einen solchen Störsender und lassen diesen mehrere Wochen angeschaltet. Einige Wohnwagenbesitzer sind daher dazu übergegangen, am Wohnwagen einen Aufkleber mit dem Hinweis auf einen installierten Tracker anzubringen. Dies schreckt vielleicht Gelegenheitsdiebe ab, aber sicher nicht spezialisierte Schlepper.

Ein GPS-Tracker sollte daher immer nur ein Teil des Diebstahlschutzes sein.
Weitere Sicherheitsmaßnahmen können sein:

  • Eine laute Alarmanlage kann Einbrecher abschrecken.
  • Tür- und Fenstersicherungen verhindern einen unerlaubten Zugriff.
  • Ein Deichselschloss sperrt den Handgriff der Kupplung.
  • Ein Kurbelstützenschloss verhindert ein einfaches Hochkurbeln des Wohnwagens im Stand. Erfolgt dies dennoch, wird der Wohnwagen so stark beschädigt, dass er anschließend meist wertlos ist und nicht weiter verkauft werden kann.

Somit sollten elektronische und mechanische Diebstahlsicherungen sich zu einem Gesamtkonzept ergänzen.