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Die Dürener Kreisbahn (DKB) hat über ein Jahrhundert lang den öffentlichen Nahverkehr im Kreis Düren geprägt – zuerst mit der Straßenbahn, später mit Bussen und einer eigenen Bahnstrecke. Für Ausflügler ist dieses Erbe bis heute praktisch: Auf den alten Verbindungen ins Rurtal erreicht man die Rureifel und den Nationalpark Eifel bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Der Kreis Düren westlich von Köln umfasst 15 Städte und Gemeinden. Mittelpunkt ist die Kreisstadt Düren mit rund 90.000 Einwohnern. Von hier aus erschloss die DKB seit ihrer Gründung nach und nach das Umland und legte damit den Grundstein für den heutigen Nahverkehr in der Region.

Vom Schienen- zum Busverkehr
Bereits im Gründungsjahr 1908 nahm die Dürener Kreisbahn den Betrieb auf: Am 6. Oktober 1908 rollten die ersten Straßenbahnen. Rund um den Dürener Bahnhof und den Markt entstand rasch ein Liniennetz in die Nachbarorte, etwa nach Gürzenich, Lendersdorf, Distelrath und Kreuzau.
Ab Ende der 1950er-Jahre lösten Busse die Straßenbahn nach und nach ab; die letzte Straßenbahnlinie fuhr 1963. Den Schienenverkehr gliederte die DKB zum 1. Januar 2003 in die eigenständige Rurtalbahn GmbH aus, an der sie mit 25,1 Prozent beteiligt blieb; die Mehrheit übernahm die Dürener R.A.T.H. GmbH. Die Rurtalbahn betreibt bis heute die Strecken Düren–Heimbach und Düren–Linnich.
Mit der Bahn in die Rureifel
Eine der schönsten Verbindungen führt von Düren ins Rurtal. Wo die DKB einst ihre Straßenbahn nach Kreuzau schickte, verkehrt heute die Rurtalbahn: Die Linie RB21 fährt vom Bahnhof Düren über Lendersdorf und Kreuzau durch das Rurtal bis nach Heimbach in der Rureifel. Kreuzau, die drittgrößte Gemeinde des Kreises, ist ein beliebtes Naherholungsziel.
Von der Endstation Heimbach sind es nur wenige Schritte zum Rursee und in den Nationalpark Eifel – ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren und Bootsfahrten. Wer ohne Auto anreist, kombiniert die Rurtalbahn mit den Bussen der Rurtalbus GmbH, die den Nahverkehr im Kreis Düren heute bündelt. Aktuelle Fahrpläne und Preise veröffentlichen beide Betriebe auf ihren offiziellen Seiten.
Von der Dürener Kreisbahn zur Rurtalbus GmbH
In den 2010er-Jahren bündelte der Kreis Düren seinen Busverkehr unter dem Leitgedanken „Verkehr aus einer Hand“. Nach einer europaweiten Ausschreibung gründeten die Dürener R.A.T.H. GmbH und die Dürener Kreisbahn im September 2019 gemeinsam die Rurtalbus GmbH. Zum 1. Januar 2020 übernahm sie den Busverkehr im Kreis Düren.
Für die Dürener Kreisbahn bedeutete das nach mehr als einem Jahrhundert das Aus – allerdings nur rechtlich. Das über Jahrzehnte aufgebaute Nahverkehrsnetz bleibt den Menschen in Stadt und Kreis Düren erhalten, nun unter dem Namen Rurtalbus und weitgehend mit denselben Haltestellen.
Ausflugstipps rund um Düren
Die Region eignet sich gut für Tagesausflüge. In der Eifel lohnt das historische Blankenheim mit seiner Burg, und Motorsportfans zieht es an den Nürburgring. Weiter nördlich lockt das Sauerland mit Wander- und Wassersportzielen, und für einen Stadtbummel ist der Kölner Dom von Düren aus schnell erreichbar. Wer historische Bahnen mag, findet in der Mansfelder Bergwerksbahn ein weiteres lohnendes Ziel.