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Trier gilt als älteste Stadt Deutschlands. Um 16 v. Chr. gründeten die Römer hier die Stadt Augusta Treverorum, die sich zu einer der wichtigsten Metropolen nördlich der Alpen entwickelte und in der Spätantike zeitweise als Kaiserresidenz diente. Aus dieser Zeit sind zahlreiche Bauwerke erhalten. Gemeinsam mit dem Dom und der Liebfrauenkirche bilden sie seit 1986 das UNESCO-Welterbe „Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier“.

Porta Nigra
Die Porta Nigra war ursprünglich eines von vier Stadttoren des römischen Trier. Sie entstand um 170 n. Chr. und gilt als das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Die großen Sandsteinquader wurden ohne Mörtel aufeinandergesetzt und mit Eisenklammern verbunden. Im Mittelalter diente das Tor zeitweise als Kirche, was zu seinem Erhalt beitrug. Der Name „Porta Nigra“ (schwarzes Tor) geht auf die dunkle Verfärbung des Steins zurück. Für einen Rundgang durch die Stadt ist das Tor ein guter Ausgangspunkt.
Trierer Dom und Liebfrauenkirche
Etwas abseits des Hauptmarkts stehen der Trierer Dom (St. Peter) und die Liebfrauenkirche unmittelbar nebeneinander. Die Ursprünge des Doms reichen bis in das 4. Jahrhundert zurück, als unter Kaiser Konstantin eine große Kirchenanlage entstand. Der Dom gilt als älteste Bischofskirche Deutschlands. Er bewahrt mit dem Heiligen Rock, der Tunika Christi, eine bedeutende Reliquie, die nur zu besonderen Wallfahrten gezeigt wird.
Südlich schließt die Liebfrauenkirche an. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet und zählt zu den frühesten gotischen Kirchenbauten Deutschlands. Ihr Grundriss hat die Form einer Rose; zwölf Säulen gliedern den Zentralbau. Besichtigungen lassen sich über die Dom-Information Trier buchen.
Konstantinbasilika (Aula Palatina)

Die Konstantinbasilika, auch Aula Palatina genannt, war um 310 n. Chr. der Thron- und Empfangssaal des römischen Kaisers. Sie gilt als der größte erhaltene Saalbau der Antike. Beheizt wurde der Raum durch eine Fußbodenheizung (Hypokaustum), die auch im Winter für angenehme Temperaturen sorgte. Heute wird das Gebäude als evangelische Kirche genutzt.
Kaiserthermen und Barbarathermen
Zu Trier gehören mehrere römische Thermenanlagen. Die Kaiserthermen wurden im 4. Jahrhundert begonnen, aber nie als Bad vollendet. Später dienten ihre Mauern als Burg, als Teil der Stadtbefestigung und als Kloster. Heute lassen sich die unterirdischen Bedienungsgänge begehen, und ein Aussichtspunkt gibt den Blick über das Gelände frei. Älter und einst noch ausgedehnter waren die Barbarathermen aus dem 2. Jahrhundert, die zu den größten Thermen des Römischen Reiches zählten und heute als Ruine erhalten sind.
Amphitheater
Am Rand der Innenstadt liegt das römische Amphitheater. Es entstand um 100 n. Chr. und bot Platz für rund 18.000 Zuschauer. Neben Kampf- und Tierhetzspielen diente es auch als Versammlungsort. Im Mittelalter wurde die Anlage als Steinbruch genutzt; heute sind Ränge, Arena und die Kellergewölbe zugänglich. Im Sommer ist das Amphitheater wieder ein Veranstaltungsort, etwa für die Antikenfestspiele und Konzerte.
Römerbrücke
Die Römerbrücke über die Mosel ist die älteste Brücke Deutschlands. Ihre Pfeiler stammen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und tragen bis heute den Straßenverkehr; der obere Teil der Brücke wurde in späteren Jahrhunderten erneuert. Auch sie gehört zum UNESCO-Welterbe.
Ausflugsziele rund um Trier
Trier ist ein guter Ausgangspunkt, um die Region an Mosel und Saar zu erkunden. Mehrere Ziele lassen sich gut mit einem Aufenthalt in der Stadt verbinden: